42. BMW BERLIN-MARATHON am 27. September 2015

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Ein Tag im Trainingslager

DIE KOLUMNE ZUM MITTWOCH

31.05.2000

Das unangenehme Bimmeln des Weckers neben meinem Ohr holt mich aus dem Schlaf.
Es ist 6.15 Uhr, Zeit zum Aufstehen. Kurz waschen, Laufklamotten anziehen, einen
Schluck kalten Gute-Nacht-Tee vom Vorabend und raus aus dem Haus. Die erste Einheit:
Ein 30minütiger Dauerlauf auf dem Golfplatz, wo zu dieser Zeit nur die Arbeiter,
meist Indianer und Mexikaner, anzutreffen sind. Sie kennen uns schon und wir grüssen
sie höflich. Zurück im Appartement erst Stretchen und Duschen, bevor es Frühstück gibt.
Pfefferminz- oder Kamillentee, drei/vier Scheiben Toastbrot mit Marmelade oder Honig.

Nachdem der Tisch abgeräumt ist wird erst einmal der Laptop eingeschaltet. Man muss
ja schliesslich wissen, was in good old Germany schon alles passiert ist. Aktuelles vom
Tage, Wirtschaft & Börse, und Sportinfos, sind die Hauptinteressen. Dazu e-mails
abrufen und beantworten. Jetzt ist schon fast wieder Zeit für das nächste Training.

Heute stehen 15 x 400m in 64" mit 90" Trabpause auf dem Programm. Das ist ganz schön
hart, denn man hat das Gefühl immer Gegenwind zu haben und durch die Höhenlage (2100m)
erscheint die Pause eigentlich zu kurz. Trotzdem haben wir es geschafft, sind froh,
aber müde. Zu Hause muss erst noch etwas gekocht werden. Auf dem Mittagstisch stehen
oft Spaghetti oder Milchreis. Das ist einfach und schnell zubereitet, schmeckt und
ist gesund.

Mittagsruhe ist natürlich angesagt, denn um 17.00 Uhr steht das nächste Training an.
Aber zu lange darf ich nicht schlafen, obwohl ich hundemüde bin, denn dann kann ich
abends wieder nicht einschlafen. Vor dem Nachmittagslauf müssen wir noch Einkaufen
gehen, denn der Kühlschrank ist mal wieder leer. Zuerst zum kleinen Obstladen, der
die beste Auswahl und die frischesten Waren hat. Was man dort nicht bekommt, wird im
riesigen Supermarkt besorgt, der alles zu bieten hat. Leider ist das Einkaufen beim
aktuellen Dollarkurs ganz schön teuer. Aber man hat keine Wahl und darf einfach nicht
immer umrechnen, sonst würde der Wagen fast leer zur Kasse rollen. Daheim schnell die
Tüten ausgepackt, die Nahrungsmittel verstaut, wieder umziehen und raus zur dritten
Einheit. Diesmal ist es "nur" ein ruhiges Läufchen auf unserer Standardrunde von 9 km.
Die sind wir nun schon so oft gelaufen, dass es fast wie im Schlaf vorbeigeht. Danach
das gleiche Ritual wie am Vormittag, nur dass diesmal nicht das Frühstück, sondern
das Abendbrot gemacht werden muss.

Meistens gibt es Salat, danach vielleicht noch einen Joghurt oder Obst als Nachtisch.
Obligatorisch ist dann schon unsere Fernsehstunde, wo jeden Tag eine Folge von
"Seinfeld" und "Friends" angeschaut wird. Das sind die beliebtesten Serien in den
USA. Die neuesten Zeitungsmeldungen vom angebrochenen Tag in Deutschland werden
wieder via Internet durchgelesen, und bald ist auch schon wieder Zeit ins Bett zu
gehen. Morgen stehen wiederum drei Einheiten an. Nicht vergessen den Wecker zu
stellen, damit er mich morgen früh wieder auf Trab bringt.

Damian Kallabis, z. Zt. Flagstaff, Arizona


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