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Halbmarathon mit über 10.000 Startern

Vorjahressieger Joseph Mareng und Joyce Chepchumba gegen stärkere Konkurrrenz wieder am Start

26.03.2001

Der 21. BERLINER HALBMARATHON wird am 1. April erstmals nach der Wende insgesamt mehr als 10.000 Teilnehmer haben. Bis zum Wochenanfang lagen dem SCC insgesamt 10.448 Meldungen vor. Im vergangenen Jahr beteiligten sich 8137 Athleten an der mit Abstand größten Veranstaltung dieser Art in Deutschland.

Für die Distanz von exakt 21,0975 km liegen zurzeit 8983 Meldungen vor, darunter auch Inline-Skater, Rollstuhlfahrer und Walker. 1465 Läufer haben sich für den parallel veranstalteten Fun-Run über 4 km angemeldet. Darunter sind im Halbmarathon mit Joseph Mareng und Joyce Chepchumba beide Vorjahressieger aus Kenia. Beide gehören zur selben Detmolder Trainingsgruppe von Volker Wagner, der auch Marathon-Weltrekordlerin Tegla Loroupe (Kenia) angehört.

Ein anderer potenzieller Spitzenläufer hatte Pech: Es sollte der erste Schritt werden in Richtung Marathon-Karriere, doch Jirka Arndt kommt beim BERLINER HALBMARATHON nicht über den Bambinilauf über 800 Meter hinaus. Nachdem der Olympia-Achte über 5000 m aufgrund einer Verletzung während eines Trainingslagers in Kenia nur Wassertreten konnte, hat der Athlet des SCC alle geplanten Starts abgesagt. Um nun beim Halbmarathon seines Klubs trotzdem präsent zu sein, gibt er am Sonnabend um 15 Uhr an der Kongresshalle am Alexanderplatz den Startschuss für den Kinderlauf.

Kein Kinderspiel wird es tags darauf für Joseph Mareng, seinen Vorjahressieg zu wiederholen. Denn die Konkurrenz ist für den Kenianer deutlich stärker als zuletzt. Mit Hilfe von fünf neuen Sponsoren und einem Rekordetat von gut 400.000 DM konnten die Veranstalter des SCC das beste Halbmarathon-Starterfeld seit vielen Jahren verpflichten. Als Favorit geht dabei der spanische Weltklasseläufer Fabián Roncero an den Start. Seine derzeit starke Form hat er unter anderem bei seinem souveränen Sieg bei den spanischen Crossmeisterschaften unter Beweis gestellt. Ein anderer Europäer könnte die seit 1994 beim BERLINER HALBMARATHON andauernde Siegserie der afrikanischen Läufer ebenfalls beenden. Robert Stefko (Slowakei), der im vergangenen Jahr bereits die 25 km von Berlin gewann, belegte am Sonntag bei der Cross-WM in Ostende einen starken zehnten Platz. Unter einem guten Dutzend afrikanischer Läufer sind neben Mareng besonders Tendai Chimusasa (Simbabwe) und David Ruto (Kenia) zu beachten. Ruto ist erst 21 Jahre und belegte bei der Halbmarathon-WM im vergangenen Jahr bereits den fünften Platz. In der leistungsmindernden Höhenluft von Eldoret rannte er vor knapp zwei Monaten bei einem Halbmarathon 62:24 Minuten.

Eine Überraschung wäre es bei den Frauen dagegen, wenn eine kenianische Siegserie nicht fortgesetzt werden würde. Denn alles spricht für den dritten Sieg in Folge von Joyce Chepchumba. Die 30-Jährige, die im vergangenen Jahr den Berliner Streckenrekord auf erstklassige 68:22 Minuten verbesserte, gewann beim Olympiamarathon von Sydney eine Bronzemedaille. Das Rennen am Sonntag ist für sie eine Generalprobe für ihren Start beim London-Marathon drei Wochen später. Diesen hat sie ebenso wie den Chicago-Marathon bereits zweimal gewonnen. Für den Hamburg-Marathon am 22. April testen sich währenddessen Chepchumbas Gegnerinnen Kathrin Weßel (SCC) und Melanie Kraus (Bayer Leverkusen).


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