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Beim amerikanischen Marathonlauf ist etwas im Busch

DIE KOLUMNE ZUM MITTWOCH

28.03.2001

Beim amerikanischen Marathonlauf ist zur Zeit etwas im Busch, das den Glauben der Fans entfacht und eine sehr aufregende Zeit für alle ankündigt, die mit dem Sport näher befasst sind.

Angetrieben von den Enttäuschungen des letzten Jahres, in dem sich - zum erstenmal seit Jahren - nur eine einzige Amerikanerin und ein einziger Amerikaner für den olympischen Marathonlauf qualifiziert haben, haben sich nunmehr sowohl nationale als auch private und kommerzielle Interessenten zusammengetan, um den amerikanischen Marathonlauf wieder auf die rechte Spur zu bringen.

Keiner behauptet mehr, daß hier alles mit dem Marathonlauf gut läuft. Die Zeiten, in denen Bill Rodgers, Frank Shorter, Alberto Salazar und Joan Benoit Samuelson die olympischen Medaillen nach Hause brachten, sind längst vorbei. Durch die verbesserten Möglichkeiten für Afrikaner, Asiaten und Läufer aus den ehemaligen sowjetischen Staaten ist der Langstreckenlauf wahrlich international geworden, und die Amerikaner haben die Chance verpasst mitzuhalten.

Zugegeben, ein langer komplexer Prozeß wird nötig sein, um diese Verschlechterung in den Vereinigten Staaten zu korrigieren. Aber wir glauben, daß ein guter Anfang geschaffen wäre, wenn unsere besten Läufer die Möglichkeit hätten, im internationalen Rampenlicht zu stehen.

Hier in New York veranstalten wir den weltberühmtesten Straßenlauf, den New York City Marathon. Dieser bietet allen Läufern noch nie dagewesene Chancen, sich den Medien und den Fans zu präsentieren. Aus diesem Grunde haben wir uns entschieden, eine führende Rolle in diesem riesigen Prozeß zu übernehmen, indem wir den besten Marathonläufern und -lauferinnen unseres Landes Gelegenheit geben, sich mit den Weltbesten zu messen. Am Sonntag, den 4. November werden wir - innerhalb des New York City Marathons - Gastgeber der US-Marathon-Meisterschaften sein.

Die Meisterschaften werden jeweils als "Rennen im Rennen" durchgeführt. Die besten amerikanischen Läufer und Läuferinnen werden gegen die Weltbesten kämpfen - sowohl um die für amerikanische Teilnehmer vorgesehenen Preisgelder im Wert von mehr als $100.000 als auch um die allgemeinen Preise.

Wir rechnen fest mit der Unterstützung der besten amerikanischen Läufer, die am New York City Marathon teilnehmen und die besten US-Ergebnisse seit Jahren in New York laufen sollen. (Historische Bemerkung: bereits zweimal war der New York City Marathon Gastgeber für die nationalen Meisterschaften der Frauen. Im Jahre 1975 gewann Kim Merritt, im Jahr 1978 Marty Cooksey. Das Rennen war noch nie Gastgeber der nationalen Meisterschaften der Männer.)

Um noch mehr amerikanischen Läufern den Start an unserem Rennen sowie an anderen wichtigen internationalen Marathonläufen zu erleichtern, arbeiten wir beim NYRRC mit der Running-USA-Gruppe, einem Teil des US-Leichtathletikverbandes, eng zusammen, um fachgerechte Trainings- und Verbesserungsprogramme zu ermöglichen. Das nationale "Team-USA-Programm" bietet in verschiedenen Regionen Training-Camps, wo die großen Hoffnungsträger unter unseren Marathon- und Langstreckenläufern zusammen mit einigen der besten Trainer unseres Landes als Gruppe trainieren können. In Japan und Kenia hat sich dieses System bereits bewährt, so daß wir uns ähnliche Erfolge auch für Amerika versprechen. Auf der lokalen Ebene untersuchen auch wir beim NYRCC die Möglichkeit, ein solches Lager einzurichten, um die besten Läufer und Läuferinnen bei ihrem Trainingsprogramm zu unterstützen und zu fördern.

Wir sind aber nicht alleine in unseren Bemühungen. Im privaten Sektor erhalten durch das Discovery-America-Programm unter der Leitung des weltberühmten Trainers Dr. Rosa junge amerikanische Langstreckenläufer die Möglichkeit, sich zu entwickeln. Unter der Aufsicht von Dr. Rosa nehmen Gruppen junger amerikanischer Läufer sowohl hierzulande als auch in Kenia an Marathon-Trainingslagern teil. Die Resultate lassen sich schon sehen.

Zum erstenmal seit Jahren kann man stolz sein, als Amerikaner Marathonläufer zu sein!

Allan Steinfeld
Race Director
New York City Marathon


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