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16. Hansaplast Hamburg-Marathon: Durchbruch zur Weltklasse

Julio Rey siegt in 2:07:46 Stunden, und mit Javier Cortes bleibt ein zweiter Spanier unter 2:08 Stunden / Sonja Oberem steigert sich auf 2:26:13 Stunden und gewinnt vor Luminita Zaituc und Kathrin Weßel

29.04.2001

Der Hansaplast Hamburg-Marathon hat seine Rolle als größter deutscher Frühjahrsmarathon eindrucksvoll unterstrichen. Zum ersten Mal wurden zudem bei dem Rennen Weltklassezeiten bei den Männern gelaufen. Dafür sorgten zwei Spanier mit einem Doppelsieg: Julio Rey gewann in 2:07:46 Stunden mit nur zwei Sekunden Vorsprung vor Javier Cortes. Schnellste Frau war Sonja Oberem (Bayer Leverkusen), die ihre Bestzeit auf 2:26:13 Stunden verbesserte.

Noch eine andere Premiere gab es in Hamburg neben den Topzeiten. Denn erstmals wurden über 20.000 Meldungen registriert. Darunter waren 18.105 Läufer sowie knapp 2000 Inline-Skater. Damit hat der Hansaplast Hamburg-Marathon seine Stellung als zweitgrößter deutscher Marathon bestätigt. Die Nummer eins ist mit großem Abstand der real,- BERLIN-MARATHON, die dritte Position nimmt der Köln-Marathon ein.

Der Spanier Julio Rey schien vor zwei Jahren zur Weltspitze der Marathonläufer vorgedrungen zu sein. Damals verbesserte er sich beim Rotterdam-Marathon auf 2:07:37 Stunden. Allerdings wurde Rey beim anschließenden Dopingtest positiv analysiert und dadurch zwei Jahre gesperrt. In Hamburg feierte er nun sein Comeback mit einer Bestzeit. Vielleicht wäre sogar noch mehr möglich gewesen, wenn er in der Endphase des Rennens nicht Muskelprobleme bekommen hätte. Trotzdem reichte es für Rey, um Javier Cortes auf Distanz zu halten. Hinter den beiden Spaniern folgte mit großem Abstand Simon Lopuyet (Kenia) in 2:11:04 Stunden, während Carsten Eich (Leipzig) eine Enttäuschung erlebte. Er gab nach 25 km auf.

Noch schlimmer traf es Katrin Dörre-Heinig (Leipzig), die erst gar nicht an den Start gehen konnte. Vor einem Jahr war sie in Hamburg ihren letzten Marathon gelaufen und kam mit großen Fußproblemen als Zweite ins Ziel. Nachdem ein Fersensporn operativ entfernt worden war, versuchte sich Dörre-Heinig noch für Olympia in Form zu bringen. Doch der schnelle Weg zurück zum Lauftraining war offenbar ein Fehler. Während sie ihren Start in Sydney nicht realisieren konnte, stellten sich nun neue Probleme am Fuß ein. Achillessehnenschmerzen stoppten sie vor dem Hamburg-Marathon.

Dennoch überzeugten die deutschen Frauen, deren internationale Konkurrenz allerdings zu schwach war, um einen Heimsieg zu gefährden. Sonja Oberem (Bayer Leverkusen) lief in 2:26:13 zu einem souveränen Sieg und will sich nun langfristig für die WM in Edmonton vorbereiten. Bei ihrem Marathon-Debüt lief Luminita Zaituc (LG Braunschweig) vielversprechende 2:28:43 Stunden. Und ein erfolgreiches Marathon-Comeback feierte Kathrin Weßel (SCC Berlin). Die Zweite des BERLINER HALBMARATHON blieb nach ihrer Babypause zum ersten Mal unter 2:30 Stunden. In 2:29:43 Stunden wurde sie Dritte. Kathrin Weßel wird sich nun langfristig auf den real,- BERLIN-MARATHON vorbereiten. Dort möchte sie sich für die EM im nächsten Jahr in München qualifizieren.

ERGEBNISSE: Männer: 1. Rey (Spanien) 2:07:46, 2. Cortes (Spanien) 2 :07 :48, 3. Lopuyet (Kenia) 2 :11:04, 4. Langat (Kenia) 2:12:56, 5. Sugut (Kenia) 2:13:27, 6. Kandie (Kenia) 2:14:15, 7. Martin (Spanien) 2:14:24, 8. Chimusasa (Simbabwe) 2:15:02, …, 12. Potthin (LC Breisgau) 2:18:46. Frauen: 1. Oberem (Bayer Leverkusen) 2:26:13, 2. Zaituc (LG Braunschweig) 2:28:43, 3. Weßel (SCC Berlin) 2:29:43, 4. Kiplimo (Kenia) 2:34:37, 5. Jensen (Dänemark) 2:35:07.


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