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Kiprono egalisiert 13 Jahre alten Streckenrekord

Der Kenianer gewinnt den Rotterdam-Marathon in 2:06:50 Stunden / Susan Chepkemei siegt bei den Frauen in 2:25:45

30.04.2001

Einmal mehr hat der Rotterdam-Marathon den qualitativ besser besetzten Rennen von London und Boston ein wenig die Show gestohlen. Auf der flachen und dadurch schnellen Strecke in Holland erreichte Josephat Kiprono mit 2:06:50 Stunden eine Weltklassezeit. Das Ergebnis des BERLIN-MARATHON-Siegers von 1999 bedeutet zugleich eine Jahresweltbestzeit. Gut eineinhalb Stunden vorher hatte der London-Sieger Abdelkader El Mouaziz (Marokko) mit 2:07:11 Stunden die bisher schnellste Zeit der Saison erzielt. Josephat Kipronos Ergebnis bedeutet zugleich eine Einstellung des Rotterdamer Streckenrekordes. Dieser ist immerhin 13 Jahre alt gewesen: 1988 war Belayneh Dinsamo (Äthiopien) in Rotterdam in 2:06:50 Weltbestzeit gelaufen. Und dieses Ergebnis hatte gute zehn Jahre als beste Marathonzeit weltweit gehalten. Schnellste Frau war in Rotterdam Susan Chepkemei, die in 2:25:45 Stunden für einen kenianischen Doppelsieg sorgte. Die Vorentscheidung im Männer-Rennen fiel beim Rotterdam-Marathon etwa bei Kilometer 35. Zu diesem Zeitpunkt setzte sich Josephat Kiprono von seinen schärfsten Verfolgern ab. Drei Kilometer zuvor war einer der großen Mitfavoriten wiederum vom Pech verfolgt. Wie schon beim real,- BERLIN-MARATHON 2000 bekam Fabián Roncero (Spanien) Muskelprobleme und musste seinen Lauf unterbrechen. Nach einer Gymnastikeinheit lief er jedoch weiter, war aber ohne jede Siegchance. In 2:10:08 Stunden, einer für ihn enttäuschenden Zeit, wurde Roncero Siebenter. Noch drei Wochen zuvor hatte er als letzten Test den BERLINER HALBMARATHON in der Weltklassezeit von 59:52 Minuten gewonnen.

Zu einem souveränen Sieg lief bei den Frauen Susan Chepkemei in 2:25:45 Stunden. Allerdings hatte die Kenianerin so gut wie keine Konkurrenz. Die Holländer haben längst nicht so viel Geld wie etwa London oder Boston, und deswegen verzichten sie auch auf ein großes Frauenfeld. In diesem Jahr hatte Rotterdam auf Chepkemei gesetzt, die drei Wochen zuvor in Lissabon mit 65:44 Minuten die schnellste je gelaufene Halbmarathonzeit erzielt hatte. Dass das Ergebnis als Weltbestzeit anerkannt wird, ist aber zweifelhaft, denn Lissabon ist eine etwas zu stark fallende Strecke. Doch für die Kenianerin war es ohnehin nur ein Test für den Rotterdam-Marathon. Den lief sie dann glänzend, obwohl sie sich ursprünglich eine noch etwas schnellere Zeit erhofft haben dürfte.

Ergebnisse, Männer: 1. J. Kiprono (Kenia) 2:06:50, 2. Cheruiyot (Kenia) 2:07:18, 3. Korir (Kenia) 2:08:14, 4. Behar (Frankreich) 2:09:05, 5. I. Kiprono (Kenia) 2:09:59, 6. Troop (Australien) 2:10:04, 7. Roncero (Spanien) 2:10:08, 8. Fernandez (Portugal) 2:10:33, 9. Ziani (Marokko) 2:10:36, 10. Cheruiyot (Kenia) 2:10:41, 11. Moiben (Kenia) 2:10:44, 12. Allaert (Belgien) 2:10: 45.

Frauen: 1. Chepkemei (Kenia) 2:25:45, 2. Koide (Japan) 2:28:28, 3. Abel (Spanien) 2:29:46, 4. Wijenberg (Holland) 2:30:25.


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