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Der Start von Naoko Takahashi in Berlin

Olympiasiegerin Naoko Takahashi für den real,- BERLIN-MARATHON verpflichtet

18.06.2001

Die Japanerin kann bei ihrem ersten Marathon nach Sydney als erste Frau die Schallgrenze von 2:20 Stunden durchbrechen

Die Sensation wurde am Montag Mittag offiziell verbreitet – zunächst in Japan und dann in Berlin: Naoka Takahashi wird am 30. September beim real,- BERLIN-MARATHON am Start stehen. Die Verpflichtung der Marathon-Olympiasiegerin ist der spektakulärste Coup in der Geschichte des Rennens. Und damit sorgten die Veranstalter des real,- BERLIN-MARATHON schon vor dem Start für weltweites Aufsehen.

Zum ersten Mal wird bei dem größten deutschen Marathonlauf, bei dem die Rekordzahl von über 36.000 Teilnehmern erwartet wird, eine Olympiasiegerin zum Elitefeld gehören. Naoko Takahashi läuft in Berlin ihren ersten Marathon nach dem Triumph von Sydney. „Ich bin froh, dass ich nun definitiv weiß, dass der real,- BERLIN-MARATHON mein nächstes großes Rennen sein wird“, sagte Naoko Takahashi und fügte hinzu: „Es bleibt mir nicht viel Zeit übrig, so dass ich mich auf jeden einzelnen Trainingstag konzentrieren werde. Ich werde alles tun, um ein gutes Resultat zu erreichen.“

Die endgültige Entscheidung hat jedoch ihr Trainer Yoshio Koide getroffen. Zur Wahl stand zuletzt neben dem real,- BERLIN-MARATHON auch der Chicago-Marathon. Beide Rennen verfügen über eine schnelle Strecke, doch für Berlin sprach, dass der Kurs weniger windanfällig ist. Yoshio Koide war bereits am Tag nach dem Rotterdam-Marathon in Berlin und hat sich den Kurs von den Organisatoren zeigen lassen.

Über ihre Zeitziele hat Naoko Takahashi bislang nichts gesagt, doch ist damit zu rechnen, dass sie, die entsprechende Form und die entsprechenden Rahmenbedingungen vorausgesetzt, versuchen wird, als erste Frau die klassischen 42,195 km unter 2:20 Stunden zu rennen. In Japan ist Naoko Takahashi seit ihrem Olympiasieg eine Volksheldin, in Berlin wird ihr Portrait die Medaillen und Urkunden des real,- BERLIN-MARATHON zieren.

Naoko Takahashi gilt als derzeit populärste Frau ihres Landes, weil sie in einer Sportart den größtmöglichen Erfolg hat, mit der sich die Japaner identifizieren. Mit ihrer freundlichen Art hat sie die Herzen ihrer Landsleute erobert, zudem stammt die Läuferin aus armen Verhältnissen – sie schaffte also die Bilderbuchkarriere. Marathon ist in Japan derart populär, dass man davon ausgehen kann, dass der real,- BERLIN-MARATHON im japanischen Fernsehen live gesendet wird. Und die Einschaltquoten dürften dann jene in Deutschland sogar übertreffen. Für den real,- BERLIN-MARATHON bedeutet alleine schon der Start von Naoko Takahashi eine riesige internationale Werbung. In Japan sorgte der real,- BERLIN-MARATHON in den vergangenen Jahren schon zweimal für Schlagzeilen: 1999 lief der Japaner Takayuki Inubushi in 2:06:57 Stunden als Zweiter einen Asienrekord, im vergangenen Jahr gab es den ersten japanischen Triumph durch Kazumi Matsuo.

Vor drei Jahren sorgte Naoko Takahashi zum ersten Mal international für Aufsehen. Damals gewann sie bei den Asienspielen den Marathon in der kontinentalen Bestzeit von 2:21:47 Stunden. Noch heute steht sie damit an siebenter Stelle der ewigen Bestenliste. So überraschend war ihre damalige Leistung, dass es der deutsche Marathon-Frauenbundestrainer einfach nicht glauben wollte. Internationale Fachleute sprachen schon damals vom besten Marathonlauf einer Frau aller Zeiten, denn Naoko Takahashi lief ein Solorennen bei 32 Grad Celsius und 90 Prozent Luftfeuchtigkeit. Eine sensationelle Leistung, die für den real,- BERLIN-MARATHON alles möglich erscheinen lässt.


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