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3 x Bronze bei Deutschen Juniorenmeisterschaften / Das Nice en Roller Worldcuprennen in Nizza

25.06.2001

Mike Saft berichtet von der DM in Groß Gerau:

2 JEM Tickets für Berliner Mädels

Bei der Deutschen Juniorenmeisterschaft im Speedskating in Groß Gerau ging es an diesem Wochenende auch um die begehrten Startplätze für die JEM, die in diesem Jahr in der Nähe von Porto (Portugal) vom 16.7.-26.7.2001 stattfindet. Den Sprung in das deutsche Aufgebot schafften auch Franziska Fechner (Team FILA Berlin/SV Preußen) bei den Junioren B durch ihre 2 Bronzemedaillen über 300m und 3000m und Jana Gegner (ROCES/ SV Preußen) dank ihres Dritten Platzes über 300m bei den Junioren A. Mit einer sehr gut abgestimmten Teamtaktik bewiesen die Geraer Läuferinnen einmal mehr, daß es Einzelläuferinnen wie Franziska und Jana sehr schwer haben, ihr wahres Leistungsvermögen zu zeigen, wenn sie dabei gegen eine zahlenmäßige Übermacht zu kämpfen haben. Vielleicht gelingt es ja in Zukunft auch dank einer konsequenten Nachwuchsarbeit eine schlagfertige Mannschaft aufzustellen und so ein paar mehr Medaillen in die Hauptstadt zu holen. Ebenfalls gut plazierte sich auch Markus Drubba (Team FILA Berlin/SV Preußen), der über 300m eine neue persönliche Bestzeit aufstellte und dafür mit Platz 8 belohnt wurde.

Audry Romano vom SCC XSpeed Team berichtet von ihrer Teilnahme am "Nice en Roller"-Worldcuprennen in Nizza zu dem die Team-Mitglieder Audry, Romano und Claudia eingeladen wurden:

Also sind die Mädels mal eben nach Frongreisch gejettet - wie gut das Dani bei einer Airline ackert - und wurden in Nizza mit dem gebührenden Pomp empfangen: Limoservice zum Hotel, völlig normale Zustände, oder? Als externe Verstärkung stieß dann noch Claudia Rieger( Ex Salomon Access Team)frisch erholt - sowieso gerade im Frankreichurlaub - zu unseren Vorzeigerollsportlerinnen. Logiert wurde im Grand Hotel de Berne, sicher eine der ersten Adressen am Platz.

Nach dem Check- in ging es erst mal zur Pressekonferenz, wo aber keiner das Miniteam aus Allemagne interviewen wollte, sondern nur die Superstars unsere Sports. Die Teilnehmerliste liest sich dann auch wie ein Who is who der Skaterweltelite: Jorge Botero, Ippolito Sanfratello, die Dobbin Brothers aus Neuseeland, Arnaud Giquel, Tristan Loy und Pascal Briand aus dem Gastgeberland und Diego Rosero bei den Herren und Ashley Horgan, Franziska Stampfli und Caroline Lagree bei den Damen um nur einige zu nennen. Und mittendrin unsere Drei von der Rollschuhbahn! Claudia lief das Rennen natürlich im eigens für diesen Einsatz eingeflogenen XSpeed - Anzug .

Zum Rennen selbst: Es ging über 17(!) Runden um die Marathondistanz unter Palmen direkt an der Côte Azur hinter sich zu bringen. Vorneweg gab es noch einen Funrun für die Massen, denn im eigentlichen Rennen waren "Amateure" nicht zugelassen. Gestartet wurde im Worldcupmodus, also die Männer getrennt ( Eine Minute vorher) von den Frauen, damit die Damenwelt nicht in den Genuss allzu schneller Windschattengruppen kommt.

Also galt es für unsere Drei um 11.31 Uhr sich mit den neun anderen Damen auf den Weg zu machen. Die ersten zwei Runden wurden bei strahlendem Sonnenschein und 28°C noch im geschlossenen 12er - Pulk gefahren, dann zog sich das Feld auseinander und Audry, Dani und Claudia praktizierten ab dem dritten Umlauf Gruppenfahren in Reinkultur, wobei jede Runde die Führungskraft ausgewechselt wurde. Nur die letzten zwei Umrundungen des leider nur zur einen Hälfte mit Sahneasphalt versehenen Kurses machte Claudia das "Frontschwein" - frisch aus dem Urlaub setzt halt doch das Quentchen Extrapower frei... Zum Schluß hatte aber unsere Präsidentin als 7. der Damenwertung die Nase vorn. Auf Platz 8 kam Claudia vor Dani (9) rein, alle zeitgleich mit 1h2322", 11 min nach der Ersten, Caroline Lagree (Rollerblade).

Als besonderes Highlight muß man wohl den Streckensprecher erwähnen, der unsere Mädels in jeder Runde mit Lautstarkem "et ici, les Femmes allemandes de Berlin" ( zu deutsch: und hier die deutschen Frauen aus Berlin) begrüßte, worauf das Publikum jedesmal in Jubel ausbrach. Zwei Kurven weiter wartete dann auch schon der nächste "deutsche" Fanclub, der ebenfalls jede Runde mit großem Hallo beging.


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