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2001 – und die Berliner rollten gut mit

sportliche Nachbetrachtungen von Mike Saft

12.12.2001

Das Jahr neigt sich dem Ende, die Inline Skate´s liegen gut geölt in der Ecke und die Skater bevölkern mit ihren MTB´s den Grunewald, biken mal wieder in Richtung Liepnitzsee oder drehen auf den Eisovalen unserer Stadt ihre Kreise. Grundlagen legen für die kommende Saison ist angesagt. Schaut man sich mal unsere Berliner Skaterszene genauer an, wird eines deutlich – verstecken brauchen sich die Berliner nicht im nationalen Maßstab. Besonders im Seniorenbereich finden sich zahlreiche Berliner Sportler in den Siegerlisten wieder.

Traditionell beginnt ja für die Hauptstädter die Inline Saison mit dem Halbmarathon des SCC im April. Während die letzten Jahre mehr die nationalen Größen um die aktuellen Nationalmannschaftsläufer dominierten, profitierten in diesem Jahr auch einige unserer Berliner Speedskater von den SALOMON Trainingslagern in Sardinien. Was trockenes Wetter, milde Temperaturen und das Skaten mit Gleichgesinnten so alles ausmacht, konnte dann am besten X – Speedlerin Steffie Pipke (Salomon Access Team) umsetzen.

Sie gewann die Damenkonkurrenz vor der 300m Junioreneuropameisterin von 2000, Jana Gegner. (ROCES Team / SV Preußen). Das dieses Rennen, wenn auch früh in der Saison, von vielen Spitzenläufern gern genutzt wird, um eine erste Überprüfung der langen Vorbereitungsphase vorzunehmen, zeigt auch das Auftreten unserer dänischen Skater. Fast die komplette dänische Spitze ging auch in diesem Jahr wieder an den Start und mit Steven Madsen vom Viking Rubber Team siegte in neuer Streckenrekordzeit auch wieder der Vorjahressieger. Das diese Zeit noch zu toppen sein wird, zeigt sich dem erfahrenen Betrachter schon bei der Streckenführung. Sollten die Straßenverhältnisse um den Gendarmenmarkt noch verbessert werden, wird es wohl weiter in Richtung 0:33 h gehen.

Während der Mai traditionell den 25KM von Berlin gehört, (zum zweiten mal durften auch die Skater starten) machten sich die besten Seniorenskater Berlins auf nach Hannover, um dort an der Marathon EM der Senioren teilzunehmen. Was für ein Highlight!! In welcher Sportart ist es heute schon möglich, so einfach an einer Europameisterschaft teilzunehmen??

Am Ende siegten in der AK 40 Roman Klatte (SCC) und bei den Damen einmal mehr die frischgebackene Deutsche Marathonmeisterin Steffie Pipke in der AK 30. Zeitgleich düsten dann über die Straßen der Hauptstadt, die Speedskater bei den 25 KM von Berlin. Erstmals ging es dabei über die volle 25 km Distanz und auch feuchter, teilweise beschädigter Straßenbelag konnten Thomas Langer (Salomon Access Team – SCC X-Speedteam) nicht daran hindern, seinen zweiten Sieg bei diesem Rennen einzufahren. Bei den Damen dominierten dann unsere Berliner Juniorinnen. Nationalmannschaftsläuferin Jana Gegner siegte vor Franziska Fechner (Team FILA Germany) und Jenny Berglund (SCC – X Speedteam).

Liest man die verschiedenen Rennergebnisse, wird deutlich, daß die Berliner aus ihren begrenzten Trainingsmöglichkeiten, die Berlin als Hauptstadt zu bieten hat, ein Optimum an Erfolgen erzielten. Für längere Trainingsausfahrten nur den Kronprinzessinnenweg zur Verfügung, wich man dann im Laufe des Jahres immer mehr auch auf das Skatereldorado bei Jüterbog im Fläming aus. Hier hat der Speedskater alles was er braucht. Autofreie Wege, super glatter Belag und eine landschaftlich abwechslungsreiche Streckenführung luden so zu manchem Wochenendausflug ein. Sicherlich auch ein Garant für die tollen Ergebnisse, die unsere Berliner Sportler auf den Straßen Deutschlands erzielten. So plazierten sich auch mit Markus Drubba (Team FILA Germany / SV Preußen) bei den Junioren, Heike Prochazka (SCC X-Speedteam) in der AK 40, Susanne Suckrow (SCC X-Speedteam) in der AK 50 und Marko Bachmann (Team FILA Germany / SV Preußen) in der Hauptklasse weit vorne im NORDCUP 2001.

Vom Regen überrascht wurden dann die Teilnehmer der 10. City Night auf dem KuDamm. Diese Veranstaltung wurde zur Triumphfahrt des SALOMON Teams. Mit Dirk Breder sicherte man sich Platz 1 bei den Männern und auch Platz 2 und 3 gingen an die Salomon Jungs. Die Berliner Ehre rettete dann aber bei den Damen Anne Krötenherdt vom SCC X-Speedteam mit ihrem 3.Platz. Die Trainerin des X-Speedteams konnte am Ende sogar einen Großteil der deutschen Damenelite hinter sich lassen und so beweisen, daß man sie auf keinen Fall abschreiben sollte, wenn es in Zukunft um die Vergabe von Medaillen auf den deutschen Straßen geht.

Zeigen die Berliner Speedskater hervorragende Leistungen auf der Straße, hinken sie auf der Bahn weit hinter her. Hier gelang es nur den weiblichen Juniorinnen Franziska Fechner und Jana Gegner sich im nationalen Vergleich zu etablieren. 2 Medaillen bei der JEM, Janas JWM Teilnahme und Staffelbronze bei der Deutschen Meisterschaft der Aktiven zeigen klar den Berliner Nachholebedarf in der Nachwuchsförderung. Ein Modell der Zusammenarbeit, wie es zur Zeit zwischen dem SV Preußen und dem SCC praktiziert wird, sollte den Anfang bilden für eine konsequente Nachwuchsgewinnung.

Als Beweis dafür kann man dann auch schon mal das Abschneiden von Victor Wilking beim diesjährigen Berlin Marathon anführen. Mit 1:12:47 Std. lief er wohl den Marathon seines noch jungen Lebens. Den Respekt nicht nur, von seinen Teamkollegen, hatte er sich durch hartes und beharrliches Training erworben und an diesem Tag hervorragend umgesetzt. Erstmals wieder über den Potsdamer Platz, ein paar Kurven eingespart, waren die Teilnehmer des real,- BERLIN-MARATHON am Ende voll des Lobes über die perfekte Organisation des SCC und schaut man in die Ergebnisliste, sieht man auch etliche Berliner Speedskater weit vorne mit dabei.

Bleibt zu hoffen, das es die Berliner Vereine SCC, Berliner TSC, SV Preußen und BSV, die sich am meisten um die Speedskatingszene verdient machen, verstehen, auch in Zukunft kooperativ zusammenzuarbeiten, um weiteren interessierten Breitensportlern eine Heimat zu geben und noch so mancher Sieger aus der deutschen Hauptstadt kommt.


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