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IAAF Golden League in Rom:

Hissou meldet sich zurück und wirft Limo aus dem Jackpot

14.07.2002

Beim dritten IAAF Golden-League-Meeting in Rom, dem qualitativ bisher besten Sportfest dieser hochkarätigen Serie, meldetet sich über 5000 m der Marokkaner Salah Hissou eindrucksvoll zurück. Nach rund 4000 m setzte sich Hissou vom Feld ab. Dabei erlief er einen derart großen Vorsprung, dass ihn der spurtstarke Kenianer Benjamin Limo nicht mehr einholen konnte. Während Hissou in der Jahresweltbestzeit von 12:55,85 Minuten gewann, bedeutete die Niederlage für Limo das Ende der Jckpot-Träume. Nur wer bei allen sieben IAAF Golden League-Meetings gewinnt, partizipiert am mit 50 Kilogramm Gold gefüllten Jackpot. „Ich habe verletzungsbedingt eineinhalb Jahre pausiert“, erklärte Hissou später und fügte hinzu: „Ich wusste, dass ich Limo nicht auf den letzten 100 Metern schlagen kann, sondern vorher die Initiative ergreifen muss.“

Das Ende der Jackpot-Träume erlebte in Rom auch Gabriela Szabo. Rumäniens 5000-m-Olympiasiegerin Gabriela Szabo belegte nach Siegen in Oslo und Paris nun in Rom den dritten Rang über 5000 m. Gabriela Szabo, die vom Gebrselassie-Manager Jos Hermens betreut wird, verlor dieses Mal den Spurt in 14:55,48 Minuten gegen die 35-jährige Cross-Weltmeisterin Edith Masai (Kenia/14:53,77). Wiederum ein erstklassiges Rennen lief Berhane Adere. Die Läuferin aus Äthiopien belegte nach zweiten Rängen hinter Gabriela Szabo in Oslo und Paris dieses Mal wiederum Platz zwei in 14:54,46 Minuten. Die in wenigen Tagen 29-jährige Berhane Adere schaffte ihren internationalen Durchbruch vor einem Jahr bei den Weltmeisterschaften in Edmonton. Damals gewann sie über 10.000 m die Silbermedaille. Doch bereits 1993 war die Äthiopierin Afrikameisterin über 10.000 m. Im vergangenen Jahr war ihr noch ein weiterer Achtungserfolg gelungen: Bei der Halbmarathon-WM in Bristol lief sie auf Rang drei. Der Manager der kleinen Läuferin aus Äthiopien ist übrigens Volker Wagner. Damit gehört Berhane Adere zur gleichen Trainingsgruppe wie Tegla Loroupe (Kenia), die 1999 den BERLIN-MARATHON in Weltbestzeit gewonnen hatte. „Wann immer wir zusammen sind, trainieren wir auch gemeinsam“, erzählt Tegla Loroupe. „Ich weiß noch nicht genau, ob und wann ich in diesem Herbst einen Marathon laufe“, erklärte Tegla Loroupe. Als derzeit erfolgreichste Läuferin der Wagner-Gruppe ist in diesem Jahr bisher Berhane Adere unterwegs. Die Äthiopierin hatte bereits in der Hallensaison angekündigt, dass mit ihr zu rechnen ist. Mit 8:29,15 Minuten hatte sie im vergangenen Winter einen Hallen-Weltrekord aufgestellt.

Nicht zu schlagen scheint dagegen zurzeit Hicham El Guerrouj. Der Marokkaner, der sich in dieser Saison voll auf die IAAF Golden League konzentriert, gewann das Meilenrennen souverän in der Jahresweltbestzeit von 3:48,28 Minuten. Damit bleibt er ein ganz heißer Kandidat im Kampf um den Jackpot. Bei den Frauen unternahm die 800-m-Olympiasiegerin Maria Mutola (Mozambique) einen erfolgreichen Ausflug auf die 1500-m-Distanz. Sie gewann das Rennen in Jahresweltbestzeit von 4:01,50 Minuten im Spurt.

weitere Informationen auf unserer Golden League Info-Seite oder direkt bei der IAAF.


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