42. BMW BERLIN-MARATHON am 27. September 2015

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Die Ruderer machen den Läufern "Beene" bei Kilometer 5!

In der zweiten Folge der Vorstellung in der Serie "Der real,- BERLIN-MARATHON und seine unentbehrlichen Helfer" kommt bei den Erfrischungs- und Verpflegungsstellen des Marathon die "Ruderer-Schänke" des RC Tegel zu Worte.

30.07.2002

Die Ruderer, wassererfahren, schenken den Läufern beim ersten Erfrischungspunkt mächtig ein. Hier ist das Läuferfeld noch vollzählig und kompakt und für unerfahrene Helfer furchteinflößend durch die große Masse der zu verpflegenden Teilnehmer. "Kampferprobt" im Lauf der Jahrzehnte bewältigen die Männer und Frauen des RC Tegel rund um Dieter Braunsdorf, Markus Hardt und Florian Poser erfolgreich ihre verantwortungsvolle Aufgabe. Sie können stolz auf ihre "Ruderer-Schänke" sein, die als eine der eindrucksvollst dekoriertesten und auffälligsten Erfrischungsstellen gilt, die mit viel Liebe, Initiative, Engagement und Sachkenntnis von den "alten Helfer-Hasen aus Tegel" alljährlich auf die Beine gestellt wird.

Ruderer-SchänkeRuderer auf Abwegen ?
Wie kommt es, dass ein Ruder-Club seit Jahren bei einer der größten Marathon-Veranstaltungen der Welt mitwirkt?

Der Beginn dieser Geschichte liegt bereits mehr als einige Jahre zurück. Genauer gesagt ist der Ruder-Club Tegel seit dem 5. BERLIN-MARATHON ein aktiver Mitstreiter des SCC als Veranstalter. Zu diesem Zeitpunkt engagierten sich der SCC im Leichtathletik- und der Ruder-Club Tegel im Ruder-Bereich der Lessing-Oberschule. Da Ruderer im Winter Laufen als Ausgleichssport betreiben und viele der Ruder-Club-Familien, die aus Ruderern und Läufern bestanden, ihre Kinder auf der Lessing-Oberschule hatten, wurden auch die Kontakte zwischen beiden Vereinen immer mehr gepflegt.

Aus diesem Kreis wurde die Idee geboren, den SCC bei der Ausrichtung ihres wachsenden Marathons zu unterstützen. Von Anfang an wurde hierbei die Ausrichtung des Verpflegungspunktes am km 5 durch den Ruder-Club Tegel und die Lessing-Oberschule übernommen. In den frühen Jahren war auch die Unterstützung des Zielbereiches Teil des Aufgabengebietes. Die Mütter der Schüler und die Frauenriege des Ruder-Clubs halfen auch tatkräftig bei organisatorischen Aufgaben im Vorfeld des BERLIN-MARATHON mit z. B. im damaligen Marathon-Büro.

Durch die gute Zusammenarbeit der beiden Vereine hatte der Ruder-Club Tegel einige Jahre später mit vielfältiger Unterstützung des SCC selber die Möglichkeit im Tegeler Forst im Herbst einen Crosslauf auszurichten. Dieser findet dieses Jahr zum 23. Mal statt und ist über die Berliner Grenzen hinaus als der "Schmalzstullen-Lauf" bekannt. Als einer der wenigen Läufe, die von nicht Leichtathletik-Vereinen ausgetragen werden, genießt der RCT-Volks-Crosslauf heute einen sehr guten Ruf in der Berliner Laufszene.

Ruderer-Schänke Mit wachsender Professionalisierung des BERLIN-MARATHON beschränkte sich auch der Ruder-Club Tegel wieder auf seine Spezialität: Die "Ruderer-Schänke"; bei Kilometer 5. So wie auch der Lauf an sich über die Jahre seinen Streckenverlauf änderte, wechselte der Ruder-Club Tegel seinen Standort. Anfänglich in der Levetzowstraße gelegen, wanderte er über die Altonaer Straße zum Schloss Bellevue. Nach der Wiedervereinigung und damit der Erweiterung auf einen Gesamt-Berliner Marathon erhielt der Ruder-Club Tegel seinen bis heute endgütigen (und prominenten) Standpunkt in der Karl-Liebknecht-Straße nahe des Alexanderplatzes, wo momentan nur mit jährlich wechselnden Baustellen zu kämpfen ist.

Ruderer-SchänkeDer Stand an einem niedrigen Kilometerpunkt hat dabei einen ganz eigenen Charakter. Da die ersten Teilnehmer bereits vor 9.00 Uhr diesen Punkt passieren, muß die Helferschar früh aufstehen um bereits ab 6 Uhr mit verschlafenen Augen den Aufbau des Standes zu bewältigen. Schon hier wird jede der ca. 300 helfenden Hände gebraucht, um die Tische mit den Bechern und Wasserwannen zu plazieren und die Ausschmückung des Standes mit Luftballonbrücken und Grußplakaten zu ermöglichen. Die letzten Minuten werden in freudiger wie auch banger Erwartung verbracht: Wird alles klappen? Reichen die Becher? Alles ist bereit, den anrollenden Skater- und Läufermassen "das Wasser zu reichen". Da das Feld zu diesem Zeitpunkt noch sehr dicht beisammen ist, herrscht für ca. eine halbe Stunde am Stand Hochbetrieb. Kurz nach 10 Uhr nimmt die Anspannung dann ein recht plötzliches Ende, indem die Kehrmaschinen der Straßenreinigung auffahren und zehntausende zertretener Becher aufsammeln.

Wir wünschen allen Teilnehmern viel Erfolg und freuen uns, Sie an unserem Stand beim diesjährigen 29. real,- BERLIN-MARATHON am 29. September begrüßen zu dürfen - und vielleicht finden einige auch den Weg zu einer kleinen Extrarunde bei unserem Crosslauf am 17. November im Tegeler Forst...


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