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Walken, es boomt !

Walkerinnen und Walker bei kleinen und grossen Volksläufen

05.08.2002

Überall sieht man sie, alleine, in kleinen Gruppen, in grossen Gruppen bei kleinen und grossen Volksläufen und seit 3 Jahren auch beim real,-BERLIN-MARATHON (Power Walking). Ich spreche über die Walkerinnen und Walker

Am Anfang belächelt, hat sich Walking inzwischen zu einer gestandenen Sportart etabliert. Ob Ältere, Einsteiger, Gesundheitssportler, Breitensportler, alle haben die Vorzüge dieser sanften Sportart erkannt. Mehr noch, während die Teilnehmerzahlen in den Lauftreffs kaum zunehmen oder stagnieren erleben die Walkinggruppen geradezu einen Boom. Dazu gibt auch immer wieder Stimmen, so wie kürzlich ein Freiburger Orthopäden der vor übertriebenem Joggen gewarnt hat und stattdessen die Softsportarten Schwimmen, Radfahren und Walken empfohlen hat.

Dem Boom beim Walken werden nun auch viele Volkslaufveranstalter gerecht. Vom 5 km Walking bis zum Marathonwalking werden Strecken angeboten. Zwar haben auch die Wandervereine lange Strecken in ihrem Angebot. Doch hier werden andere Zielgruppen angesprochen. Bei Volkslaufveranstaltungen und Cityläufen wird zum einen der sportliche Charakter angesprochen, daneben kommt das Gemeinschaftserlebnis zum Tragen.

Hat man sich nun entschlossen an einer Walkingveranstaltung teilzunehmen, sollte nicht unvorbereitet in eine solche Veranstaltung gehen. So wie die Läufer sich z.B. auf einen Marathon vorbereiten, muss auch ein Walker seinen Körper an die langen Belastungen gewöhnen, die zum Grossteil noch über die Laufzeit selbst langsamer Läufer hinausgehen. Eine Entwicklung gibt jedoch zu denken: Walkingveranstaltungen in Wettbewerbe mit Zeitmessungen und anschliessende Ranglisten umzufunktionieren. Wer stellt dann sicher, dass nicht unterwegs ein Stück gelaufen wird. Dies lässt sich nur durch Walkingrichter kontrollieren. Dann sind wir aber beim Leistungssport Gehen, da wollen wir aber mit dem Gesundheitssport Walking nicht hin. Wer unbedingt auf eine gute Gehzeit wert legt sollte zu Geherwettbewerben gehen. Walken bei Volkslaufveranstaltungen sollte ohne Leistungsanreiz verlaufen. Ergebnislisten mit Rangfolgen, Altersklassenwertungen und Siegerehrungen gehören nicht zu Walkingveranstaltungen. Vielmehr ist es wichtig den Spass, die Gesundheit und den Erlebnisfaktor zu erhalten. So sollte der Veranstalter versuchen durch interessante Streckenführung den Erlebniswert zu erhöhen. Es gibt nicht schlimmeres als eine Walkingstrecke nur durch ein Industriegebiet zu führen.

All diese Punkte hat man beim real,- BERLIN-MARATHON von Anfang an berücksichtigt. Die Walkingstrecke ist genau gleich wie die Laufstrecke des Marathons. Das garantiert Erlebnis, ist Stadtbesichtigung.

Ob Brandenburger Tor, Berliner Dom, Alexanderplatz mit der Marienkirche, Kreuzberg, Wilder Eber, Kurfürstendamm, Hunderttausende von Zuschauern und Musik aller Stilrichtungen. Und dann der Zieleinlauf!

Also auf, die Sportschuhe angezogen und ab zum Walken! Zur Marathonvorbereitung, zum Walkingtreff oder einfach nur zum Walken und dabei Natur erleben oder den Gedanken nachhängen oder Stress abbauen.

Volker Rose


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