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Zürich verspricht viele Höhepunkte

Über 1500 m läuft Marokkos ausgeruhter Weltrekordler Hicham El Guerrouj

16.08.2002

Die Läufe standen im Zürich in den vergangenen Jahren immer wieder im Blickpunkt, und nicht viel anders wird es wohl auch dieses Mal bei dem Leichtathletik-Meeting sein. Die Amerikaner und die Afrikaner konnten sich schonen, und die Züricher können deswegen hoffen. Vieles spricht dafür, dass das Golden-League-Meeting in Zürich heute einmal mehr das beste dieser Saison sein wird. Denn nur alle vier Jahre gibt es die günstige Konstellation, dass die amerikanischen und etliche afrikanische Topstars wirklich ausgeruht im Züricher Letzigrund antreten können. Stehen ansonsten als saisonale Höhepunkte entweder die zweijährig stattfindenden Weltmeisterschaften oder aber Olympische Spiele auf dem Programm, waren es dieses Mal nur die Europameisterschaften, die Commonwealth Games und die Afrika-Meisterschaften. Nichts also, wo die Amerikaner um Gold kämpfen könnten. Und längst nicht alle afrikanischen Läuferstars starteten bei den entsprechenden Titelkämpfen. Für sie ist nun das Meeting in Zürich mit dem Namen Weltklasse das Topereignis im August.

Wenn Marion Jones vom wichtigsten Meeting der Saison spricht, tut sie das also nicht, um den Veranstaltern einen Gefallen zu tun. Zürich ist in der Tat ein Maßstab. Dennoch trifft die amerikanische Sprinterin heute Abend nicht auf Shanna Pintusewitsch, die auch schon auf einen EM-Start verzichtete. Gegen die Ukrainerin hatte Jones vor einem Jahr überraschend im 100-m-WM-Finale von Edmonton verloren. Obwohl Pintusewitsch in dieser Saison auch bei den wichtigsten Meetings nicht startet, hält sie mit 10,83 Sekunden noch die Jahresweltbestzeit. Sie brauche in diesem Jahr eine mentale Pause vom Meisterschafts-Stress und von den großen Duellen, hatte Shanna Pintusewitsch erklärt. Wenn Marion Jones die Ukrainerin nicht im direkten Duell schlagen kann, so möchte sie wenigstens deren Saisonbestzeit unterbieten. "Wenn das Wetter gut ist und ich einen guten Start habe, dann ist ein Ergebnis zwischen 10,70 und 10,72 Sekunden möglich", sagte Marion Jones. Diesen Bereich kennt sie gut, schließlich lief sie schon ein halbes Dutzend Mal derartige Zeiten. Nicht einmal die Weltrekordlerin Florence Griffith-Joyner (USA/10,49) war in ihrer Karriere so oft so schnell.

Marion Jones ist zudem eine von Fünf, die noch im Rennen um den Jackpot der Golden League ist. Wenn sie ebenso wie Ana Guevara (Mexiko/400 m), Gail Devers (USA/10 m Hürden), Hicham El Guerrouj (Marokko/1500 m) und Felix Sanchez (Dominikanische Republik/400 m Hürden) heute in Zürich ihre Disziplin gewinnt, bleibt sie im Rennen um den mit 50 Kilogram Gold gefüllten Jackpot. Sieben Siege sind nötig, um am Gold zu partizipieren. Nach Zürich folgen nur noch die Meetings in Brüssel am 30. August und Berlin am 6. September. Doch an den Jackpot denkt Marion Jones noch nicht: "Ich laufe hier nicht um den Jackpot, ich laufe, um zu gewinnen. Und ich werde dieses Mal schnell sein."

Schnell müssen auch andere in Zürich sein. 100-m-Weltrekordler Maurice Greene (USA) trifft auf den Europameister Dwain Chambers (Großbritannien), der ihn in dieser Saison bereits zweimal bezwungen hat. Gleich mit zwei Europameisterinnen muss sich Ana Guevara auseinandersetzen, für die es um den Verbleib im Jackpot geht. Die Mexikanerin trifft auf die 400-m-Einzel- und die Staffelsiegerin von München, Olesja Sykina (Russland) und Grit Breuer (Magdeburg).

Eine der zahlreichen EM-Revanchen gibt es über 800 m der Männer mit Europameister Wilson Kipketer (Dänemark) und dem Silbermedaillengewinner André Bucher (Schweiz). Der Dritte von München, Nils Schumann (Großengottern), musste dagegen krankheitsbedingt absagen. Viel erwarten darf man sicher auch von Hicham El Guerrouj, der sich in den letzten Wochen konzentriert auf die Meetings im August vorbereiten konnte. Dem Marokkaner wird sogar eine 1500-m-Zeit im Bereich seines vier Jahre alten Weltrekordes von 3:26,00 Minuten zugetraut.


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