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Brahim Boulami bricht Hindernis-Weltrekord

Der Marokkaner verbessert in Zürich seine eigene Bestmarke auf 7:53,17 Minuten

17.08.2002

Eigentlich wollten sich die Kenianer in diesem Jahr den verlorenen Rekord zurückholen. Schließlich betrachten sie die 3000-m-Hindernisstrecke als so etwas wie ihr Eigentum. Durch einen ungeplanten Lauf der Dinge ging ihnen vor knapp einem Jahr diese Weltbestzeit verloren. Damals, beim Golden-League-Meeting der Leichtathleten in Brüssel, war der Marokkaner Brahim Boulami 7:55,28 Minuten gelaufen. Damit hatte er den Weltrekord des Kenianers Bernard Barmasai um 44 Hundertstelsekunden unterboten. Und zum ersten Mal seit 25 Jahren war ein Läufer im Besitz des Hindernis-Weltrekordes, der nicht aus Kenia kam.

Nun aber holten sich in Zürich nicht die Kenianer den Rekord zurück, sondern Brahim Boulami brachte ihn wohl fast schon außer Reichweite der zurzeit besten Kenianer. Der 30-jährige Marokkaner lief 7:53,17 Minuten. „7:55 Minuten, das war eine Zeit, die nahe dran war an den besten Kenianern. Jetzt wird es wesentlich schwerer für sie, meine Zeit zu unterbieten“, erklärte Brahim Boulami. Der Lauf des Marokkaners sah verblüffend einfach und locker aus. Lange Zeit schien er immer schneller zu werden, es gab keinen Gang zurück. Erst auf den letzten 200 Metern ließ das Tempo des Brahim Boulami etwas nach.

So war es kaum noch ein Wunder, dass der im Züricher Letzigrund, dem Mekka der Leichtathletik, gefeierte Läufer zu mitternächtlicher Stunde bei der Pressekonferenz erklärte: „Mit guten Tempomachern müsste ich noch schneller laufen können. Ich weiß nicht genau, wie schnell, vielleicht zwischen 7:52 und 7:53 Minuten.“ Das Problem sei jedoch, so Brahim Boulami, gute Hasen zu finden. In Zürich war der erste Tempomacher zu langsam, so dass nach 1000 Metern die Zwischenzeit von 2:40,28 Minuten noch gut zwei Sekunden über der angepeilten Weltrekord-Durchgangszeit lag. Es war Boulami selbst, der die verlorene Zeit wieder aufholte. „Der erste Pacemaker war zu langsam. Dann merkte ich, dass auch der zweite müde wurde und wusste, dass er die avisierte 2000-m-Zeit von 5:18 Minuten nicht schaffen würde.“ Fast war er seinen Hasen auf die Füße getreten, ehe er sie hinter sich ließ und über drei Runden lang alleine lief. „Der dritte Pacemaker waren die Zuschauer“, sagte Brahim Boulami, der in der vergangenen Woche als Afrikameister seinen ersten großen Titel gewonnen hatte.

Ein zweiter Marokkaner hätte wenig später um ein Haar einen zweiten Weltrekord aufgestellt. Hicham El Guerrouj gewann das 1500-m-Rennen einmal mehr souverän in 3:26,89 Minuten und verfehlte seinen eigenen Weltrekord dabei nur um 89 Hundertstelsekunden. Es war die drittbeste Zeit aller Zeiten. Und der Marokkaner bleibt als einer von vier Athleten im Rennen um den Jackpot der IAAF Golden League. Wer bei allen sieben Meetings der Serie gewinnt, partizipiert am Jackpot von 50 Kilogramm Gold. Nur noch zwei Meetings stehen aus: Brüssel und Berlin. Neben El Guerrouj sind noch Felix Sanchez (Dominikanische Republik/400 m Hürden), Marion Jones (USA/100 m) und Ana Guevara (Mexiko/400 m) im Rennen.

Eine Überraschung hatte es über 800 m gegeben. Der Kenianer Joseph Mwengi Mutna lief in 1:43,33 Minuten Jahresweltbestzeit und gewann damit vor dem Favoriten Wilson Kipketer (Dänemark/1:43,59). Vierter wurde Publikumsliebling André Bucher (Schweiz). Im 5000-m-Rennen siegte zum Abschluss der Kenianer Sammy Kipketer in 12:56,99 Minuten, während Dieter Baumann seine Saisonbestleistung als Zehnter auf 13:07,40 steigerte. „Ich komme immer besser in Schwung“, sagte der Tübinger.

Im 800-m-Lauf der Frauen hatte Maria Mutola (Mosambique) ein Novum geschafft: Sie gewann in 1:57,24 Minuten, und es war ihr zehnter Sieg in Reihenfolge in Zürich. Während sich Gabriela Szabo (Rumänien) über 1500 m nach ihrer EM-Finalniederlage die Jahresweltbestzeit mit 3:58,78 Minuten sicherte, lief die 3000-m-Siegerin Berhane Adere (Äthiopien) 8:32,76 Minuten.

ZÜRICH, Golden-League-Ergebnisse:

Männer

100 m Tim Montgomery USA 9,93
1500 m Hicham El Guerrouj MOR 3:26,89
5000 m Sammy Kipketer KEN 12:56,99
400 m H. Felix Sanchez DOM 47,35
Stabhochspr. Börgeling u. Lobinger GER 5,80
Dreisprung Jonathan Edwards GBR 17,63

Frauen

100 m Marion Jones USA 10,88
400 m Ana Guevara MEX 49,16
1500 m Gabriela Szabo ROM 3:58,78
3000 m Berhane Adere ETH 8:32,76
100 m H. Glory Alozie ESP 12,63
Speerwurf Tatjana Schikolenko RUS 64,72


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