42. BMW BERLIN-MARATHON am 27. September 2015

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Rückkehr der Champions

Seit 1994 erstmalig beide Vorjahressieger am Start. Joseph Ngolepus trifft auf starke Landsleute. Horst Milde freut sich auf große Wiedersehensfeier. Naoko Takahashi trägt Favoritenbürde und stellt sich starker Mexikanerin Adriana Fernandez.

23.09.2002

Der 29. real,- BERLIN-MARATHON wird zur großen Wiedersehensfeier alter Sieger. Noch nie waren so viele ehemalige Sieger erneut in Berlin am Start wie in diesem Jahr. Erstmalig seit 1994 konnten beide Vorjahressieger verpflichtet.

Neben Naoko Takahashi will auch Joseph Ngolepus an die Stelle seines bisher größten Erfolges zurückkehren. In Berlin wird er auf die Sieger des Jahres 2000 und 1998 treffen. Während Simon Biwott (Sieger 2000) beständig weiter Weltklasseleistungen erzielte, hervorzuheben ist sein zweiter Platz bei der WM in Edmonton, wurde es um den Sieger von 1998, Ronaldo da Costa etwas ruhiger. Der Überraschungssieger des BERLIN-MARATHON 1998 mit der Fabelweltrekordzeit von 2:06:05 Stunden, mit denen erstmalig ein Mensch die Marathondistanz in einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 20 km/h zurücklegte, konnte an diese starke Zeit nie mehr heranlaufen. Erstmalig kehrt er nach Berlin zurück, um sich langsam wieder in der Weltklasse zu etablieren.

"Das wird eine große Wiedersehens-Feier werden zwischen den Berlinern und ihren Laufstars. Das es uns vor allen Dingen gelungen ist, die beiden Vorjahressieger zurück nach Berlin zu locken, hatte ich wirklich nicht erwartet." freut sich Race Director Horst Milde.

Im Verbund mit weiteren kenianischen Weltklasseläufern, unter denen besonders der ehemalige Halbmarathonweltrekordler und zweifache Boston-Marathon Sieger Moses Tanui hervorzuheben ist, wird in Berlin das Tempo wieder hochgehalten werden. Der in den letzten Jahren stärkste deutsche Marathonläufer Carsten Eich (LG Braunschweig) wird versuchen in die Phalanx aus Afrika einzubrechen, um endlich wieder eine international bedeutende Zeit zu erzielen. Bei den gleichzeitig ausgetragenen 75. Deutschen Marathonmeisterschaften ist er eindeutig der Favorit. Gespannt sein kann man auf den Auftritt von Jirka Arndt vom SCC Berlin, der seine früheren Leistungen von der Bahn nun endgültig auch auf der Straße unter Beweis stellen will.

Die große Last der Favoritenbürde wird Naoko Takahashi wieder tragen müßen. Ein Jahr nach ihrem letzten Wettkampf beim 28. real,- BERLIN-MARATHON wird sie erstmalig wieder an die Startlinie gehen. Die Vorbereitung in Boulder verlief gut und sie hat den großen Vorteil, dass sie alle Abläufe in Berlin genau kennt. Neu wird für sie die Konkurrenz sein: Gegen die mexikanische New York City Marathonsiegerin Adriana Fernandez ist sie noch nie gelaufen. Fernandez befindet sich nach einer Babypause in ausgezeichneter Verfassung und will in neue Dimensionen aufbrechen und ihre Bestzeit von 2:24 Stunden auf 2:21 Stunden drücken. Eine weitere junge Mutter, die Kenianerin Hellen Kimutai mit einer Bestzeit von 2:26:42 (New York 2000), wird versuchen mitzuhalten und wahrscheinlich eine starke Konkurrenz für eine schon etwas ältere Mutter sein, die aus Berlin kommt: Kathrin Weßel vom SCC Berlin will wieder versuchen in ihrer Heimatstadt auf dem Podest zu landen. Ganz oben wird sie sicherlich bei den Deutschen Meisterschaften stehen, da die Konkurrenz aus dem eigenen Lande in Berlin nicht gross sein wird. Für eine Überraschung kann Kerstin Preßler aus Berlin sorgen. Für die Mannschaft des OSC Berlin hat die ehemalige Weltklasseläuferin und Siegerin des BERLIN-MARATHON von 1987 wieder die Laufschuhe geschnürt und kann auf der zweiten Ebene der deutschen Frauen wieder gut mithalten.

Damit komplettiert sie den Kreis der "alten" Sieger bei der großen Wiedersehensfeier anläßlich des 29. real,- BERLIN-MARATHON.


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