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BM 02: Naoko Takahashi gewinnt erneut auf dem Kudamm

Die Olympiasiegerin schlägt in 2:21:48 Stunden die mexikanische Herausforderin Andriana Fernandez / Raymond Kipkoech düpiert die Favoriten bei seinem überraschungscoup

29.09.2002

Die Olympiasiegerin Naoko Takahasi hat sich in eindrucksvollem Stil nach einer mehrmonatigen Verletzungspause mit ihrem zweiten Sieg beim real,- Berlin-Marathon zurück gemeldet. Mit 2:21:48 Stunden blieb sie zwar um zwei Minuten über dem Streckenrekord, der im Vorjahr für eine Woche Weltbestzeit bedeutete, aber setzte sich hinter Paula Radcliffe, Margaret Okayo und Catherine Ndereba auf Rang vier der akituellen Weltrangliste des Jahres.

„Ich hatte zwar nicht die Form des Vorjahres“, verriet die im vergangenen Jahr für eine Woche im Besitz der Weltbestzeit befindlichen Japanerin unmittelbar nach ihrem Zieleinlauf, „aber meine Form war gut genug, um mich nach 25 km von Adriana Fernandez abzusetzen!“ Naoko Takahasi sah sich anfangs, ganz nach ihrer Erwartung, in der defensiven Position, weil die mit viel Schwung nach Berlin angereiste frühere New York-Marathon-Siegerin Adriana Fernandez bei ihrem ersten Start nach ihrer Babypause die Pace bestimmte.

Im Weltklassefeld der Männer setzte sich keiner der hochgehandelten Spitzenläufer durch, sondern einmal mehr ein Kenianer der „zweiten Garde“. Der kurzfristig in das Feld aufgerückte Raymond Kipkoech hatte auf der langen Zielgerade das größte Spurtvermögen, um den 2000er Berlin-Marathon-Sieger Simon Biwott in der Weltklasseszeit von 2:06:47 in die Schranken zu verweisen.

In einem hochkarätigen Rennen blieben mit Kipkoech, Biwott und Vincent Kipsos gleich drei Läufer unter 2:07 Stunden und unterstrichen einmal mehr den außergewöhnlich schnellen Kurs in der Bundeshauptstadt. Auch Raymond Kipkoech darf nach seinem Überraschungscoup mit einer Steigerung seines Hausrekordes um glatte vier Minuten ebenfalls Rang vier der aktuellen Weltbestenliste einnehmen.

Bei den gleichzeitig ausgetragenen deutschen Meisterschaften setzte sich erwartungsgemäß Kathrin weßel in allerdings mäßigen 2:36:35 Stunden durch, während bei den Männern nach dem frühen Ausscheiden des Favoriten Carsten Eich der Leinfelder Martin Beckmann in seinem zweiten Marathonrennen überhaupt mit 2:16:07 Stunden erstmals Meister wurde.


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