42. BMW BERLIN-MARATHON am 27. September 2015

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BM 02: Stimmen der Sieger und Platzierten

29.09.2002

Inliner-Sieger Juan Carlos Betancur (Kolumbien/ Saab-Salomon Team): „Als starker Sprinter habe ich natürlich meine Chance gesucht und auch genutzt. Die Rollerblade-Leute haben den Schlußkilometer übernommen und ich konnte aus dem Windschatten heraus im Sprint am besten beschleunigen!“

15facher Rollstuhlfahrer-Sieger Heinz Frei (Schweiz): „Ich hatte vor dem Start einen großen Respekt vor der starken Konkurrenz und war mir als nunmehr Vierundvierzigjähriger nicht mehr sicher, hier noch einmal gewinnen zu können. Ab 20 km haben wir nur noch taktisch gefahren, sind von einer Seite der Straße zur anderen gewechselt, haben uns im Windschatten gehalten, um dann wieder einen Vorstoß zu machen. Das war wie im Radfahren. Ich habe mehrfach versucht, das Rennen vorzuentscheiden. Bei Kilometer 38 ist es mir dann allerdings gelungen und konnte mich dann doch noch deutlich durchsetzen!“

3fache Rollstuhlfahrer-Siegerin Edith Hunkeler (Schweiz): „Mit Sandra Graf hatte ich eine hartnäckige Konkurrentin. Die war echt stark! Als ich dann nach zwanzig Kilometern wegfahren konnte, habe ich nur darauf geachtet, den Abstand zu halten!“

Martin Beckmann (LG Leinfelden/ Echterdingen) nach dem überraschenden Gewinn der Deutschen Meisterschaft: „Endlich habe ich mein Seuchenjahr 2001 mit Pfeiferschem Drüsenfieber abschütteln können! Mit der Meisterschaft habe ich nicht rechnen können, allenfalls vielleicht mit einer Bronzemedaille. Schade, dass ich eine 2:15er zeit verpasst habe, aber das ist natürlich mit dem Gewinn des Meistertitels auch nebensächlich. Als ich in meiner Verfolgergruppe Carsten Eich immer nahe vor mir gesehen habe, wurde es mir doch etwas mulmig. Zumal wir doch etwas zu schnell waren. Als wir ihn dann eingeholt hatten, habe ich nur noch das vorne geschaut – war mir aber selbst auf der Zielgeraden noch nicht sicher, ob nicht doch noch einer wie Uli Steidl mich überholen würde!“

Kathrin Weßel (SCC Berlin), die deutsche Marathon-Meisterin: „Das war nicht das, was ich mir für heute vorgestellt habe. Wegen meiner gesundheitlichen Probleme konnte ich das angeschlagene Tempo nicht halten. Deshalb war es für mich wichtig, das Rennen zumindest als deutsche Meisterin zu beenden!“

Olympiasiegerin Naoko Takahashi (Japan) nach ihrem neuerlichen Sieg in Berlin: „Es tut mir leid, dass ich die Erwartungen auf eine neue Weltbestzeit nicht erfüllen konnte! Aber wegen meiner Verletzung konnte ich erst ab Juni wieder trainieren. Deshalb bin ich sehr erleichtert, dass es mir dennoch gelungen ist, das Rennen zu gewinnen!“ - und über ihre weiteren Pläne: „Meinen Start in sechs Wochen beim Tokio-Marathon sehe ich als Herausforderung an und möchte mir das Ticket für die Weltmeisterschaften in Paris erlaufen!“ – und in Richtung Athen 2004: „Der Sieg in Berlin ist für mich ein wichtiger Schritt und ich möchter weiter nach vorne blicken. In Athen möchte ich mein bestes geben und weiß, dass ich noch mehr schaffen kann!“

Adriana Fernandez (Mexiko), die Zweitplatzierte hinter Naoko Takahashi: „Bei der Halbmarathonmarke habe ich eine Muskelverhärtung gespürt, so dass ich auf die Attacke von Naoko nicht mehr reagieren konnte. Schade, die Bedingungen waren heute sehr gut und das Publikum enthuisastisch!“

Simon Biwott (Kenia), der Zweitplatzierte der Männer: „Ich hatte heute zwei Ziele, persönliche Bestzeit zu laufen und den Titel zu gewinnen! Das mit der Bestzeit ist mir mit 2:06:49 gelungen, der Sieg jedoch nicht. Aber ich freue mich für meinen Freund Raymond. Es war heute sein großer Tag!“

Raymond Kipkoech (Kenia): „Ich freue mich sehr über den Sieg! Ich wollte mein bestes geben und mit der Absicht nach Berlin gekommen, meine Bestzeit ein Stück auf 2:09 oder 2:08 zu verbessern. Ich weiss zwar nichts über die kenianischen Trials, aber ich möchte bei den Weltmeisterschaften starten – und Olympiasieger werden!“

gesammelt von Wilfried Raatz


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