41. BMW BERLIN-MARATHON am 28. September 2014

Weitere Veranstaltungen

News

Takahashi: „Ich würde gerne wieder in Berlin laufen“

Der real,- BERLIN-MARATHON war für sie ein erster Schritt in Richtung Olympische Spiele 2004 in Athen und viel Wert für das Selbstvertrauen.

03.10.2002

Einerseits war sie froh, andererseits aber auch etwas traurig. Froh war Naoko Takahashi, weil es trotz der kürzeren Vorbereitungszeit zum Sieg gereicht hatte. „Andererseits war ich auch ein bisschen traurig, weil ich den Weltrekord dieses Mal nicht angreifen konnte“, erzählte die Olympiasiegerin, die vor einem Jahr in Berlin als erste Frau unter 2:20 Stunden geblieben war (2:19:46). Doch auch bei ihrem zweiten Berlin-Sieg überwog schließlich die Freude. Der real,- BERLIN-MARATHON war für sie ein erster Schritt in Richtung Olympische Spiele 2004 in Athen und viel Wert für das Selbstvertrauen.

Erst im Juni hatte sie in Boulder mit der intensiven Marathonvorbereitung begonnen, die dann auch noch durch zwei leichte Verletzungen behindert wurde. So hatte Naoko Takahashi im Vorfeld davon gesprochen, dass sie nur etwa 80 Prozent jenes Leistungsniveaus erreichen könnte, mit dem sie im Vorjahr in Berlin für Furore gesorgt hatte. Wenn es tatsächlich nur 80 Prozent waren, was sie zeigte, wird Naoko Takahashi in der Zukunft weiter für Marathon-Glanzzeiten sorgen. Denn trotz der nicht optimalen Vorbereitung lief die 30-jährige Japanerin in Berlin mit 2:21:49 Stunden eine Zeit, die in der ewigen Weltbestenliste nun auf Platz 13 steht. In Berlin ist Naoko Takahashi die drittbeste Zeit der BERLIN-MARATHON-Historie gelaufen, und in der Jahresweltbestenliste steht sie nun auf Position vier. Und das, obwohl sie seit einem Jahr kein einziges Rennen mehr bestritten hatte. „Es ging mir heute nicht um die Zeit, es ging nur um den Sieg. Aber ich weiß, dass ich noch sehr viel schaffen kann. Ich denke, ich kann auch neue Rekorde aufstellen.“

Für Naoko Takahashi war es der sechste Sieg im siebenten Marathonlauf ihrer Karriere. Lediglich bei ihrem Debüt 1997 in Osaka hat sie nicht gewonnen. Und der real,- BERLIN-MARATHON kann stolz darauf sein, dass die japanische Olympiasiegerin außerhalb Japans noch bei keinem anderen großen City-Marathonlauf an den Start gegangen ist. Die einzigen zwei Marathonstarts außerhalb ihrer Heimat waren neben den Rennen in Berlin Meisterschaftsläufe: 1998 wurde sie Asienmeisterin in Bangkok, zwei Jahre später Olympiasiegerin in Sydney.

Und es scheint nicht ausgeschlossen, dass Naoko Takahashi auch ein drittes Mal nach Berlin kommen wird. „Ich war begeistert von der Atmosphäre. Auch viele deutsche Zuschauer haben mich angefeuert und dabei meinen Namen gerufen. Hier stehen mehr Menschen an den Straßen als bei den Läufen in Japan“, erklärte Naoko Takahashi, die noch nicht entschieden hat, wo sie in einem Jahr laufen wird. Denkbar ist für Japans Nationalheldin auch ein Start bei den Weltmeisterschaften im August in Paris.

„Aber ich würde auch gerne wieder in Berlin laufen“, erklärte Naoko Takahashi. Um sich die Option für die WM offen zu halten, wird sie bereits im November wieder einen Marathon laufen und in Tokio an den Start gehen. Dieses Rennen gilt als erste Qualifikation für die WM. „Aber auch wenn ich mich qualifiziere, ist noch nichts entschieden bezüglich dem nächsten Jahr“, erklärte Naoko Takahashi, die durch ihren großen Erfolg mehrere Millionen Dollar im Jahr verdient und dennoch bescheiden geblieben ist. Als sie in Berlin einkaufen ging, konnte sie sich nicht entscheiden zwischen einem Kleidungsstück das 69 Euro kostete und einem, das mit 82 Euro ausgepreist war.

Nur eine Woche hatte Naoko Takahashi nach dem real,- BERLIN-MARATHON Pause, dann fuhr sie schon wieder nach Boulder ins Höhentraining, um sich auf den Tokio-Marathon am 17. November vorzubereiten. Die ungewöhnlich kurze Pause zwischen zwei Marathonrennen sieht Trainer Yoshio Koide nicht als ein Problem an: „Im vergangenen Jahr wollte Naoko ursprünglich eine Woche nach Berlin auch noch in Chicago laufen. Wir hatten damals so trainiert, dass beides möglich gewesen wäre. Jetzt haben wir 50 Tage zwischen Berlin und Tokio. Das ist kein Problem.“

Die Marathonläufe von Naoko Takahashi

1997 7. Osaka, 2:31:32
1998 1. Nagoya, 2:25:48
1998 1. Bangkok (Asienspiele), 2:21:47
2000 1. Nagoya, 2:22:19
2000 1. Sydney (Olympia), 2:23:14
2001 1. Berlin, 2:19:46
2002 1. Berlin, 2:21:49


Weitere News

17.04.2014 Bambini-Suchspiel mit Frido Flink
11.04.2014 Am 15. April startet die Trainingsserie AOK After Work Run
06.04.2014 Die Reise: Das Video zur Einstimmung auf den BMW BERLIN-MARATHON
03.04.2014 Das Video zum Halbmarathon der Inlineskater ist online

Noch mehr News finden Sie in unserem Newsarchiv

Sponsoren des 41. BMW BERLIN-MARATHON Wobenzym plus BMW AOK Adidas Erdinger Alkoholfrei Timex Tata Consultancy Services

Anzeige

Anzeige