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Deutscher Doppelsieg in Köln

Claudia Dreher gewinnt in 2:31:30 vor der überraschend starken Ulrike Maisch (2:32:15) - Streckenrekord durch Männer-Sieger Ernest Kipyego mit 2:10:52 - Gute Stimmung trotz Regen beim Ford-Köln-Marathon

07.10.2002

Auf die deutschen Marathonläuferinnen ist Verlaß! Im Frühjahr wiederholte Sonja Oberem in Hamburg ihren Vorjahreserfolg, bei den Europameisterschaften gab es für Luminita Zaituc und Sonja Oberem Silber und Bronze und im Verbund mit Ulrike Maisch als Dreingabe noch den Europacupsieg vor Rußland – und beim 6. Ford-Köln-Marathon setzten nun trotz widriger Bedingungen Claudia Dreher und Ulrike Maisch bei ihrem Doppelsieg den Reigen der herausragenden Resultate dieser Saison in eindrucksvoller Weise fort. „Ich bin super glücklich!“ beschrieb Claudia Dreher ihr Marathon-Comeback in Superlativen. Schließlich hatte die Magdeburgerin nach einer Operation und einem erschwerten Heilungsprozeß erst spät den Einstieg in die Straßenlaufsaison geschafft und nach der 10 km-Vizemeisterschaft von Salzgitter Mut für die Marathondistanz gefasst. In Superlativen muss allerdings auch der Quantensprung von Ulrike Maisch umschrieben werden, denn die 24jährige Rostockerin steigerte sich innerhalb eines Jahres in Bonn, München und nun Köln um sieben Minuten und steht mit 2:32:15 Stunden auf dem Sprung ins deutsche Weltmeisterschafts-Aufgebot für 2003. „In diesem Jahr ging einfach alles glatt!“ freute sie sich mit Trainer Klaus-Peter Weippert, der in seiner inzwischen zwanzigjährigen Trainerlaufbahn plötzlich als Marathontrainer seinen bislang größten Erfolg einfahren durfte.

Glückliche Minen auch bei den Verantwortlichen des 6. Ford Köln-Marathon. Schließlich gab es neben einem spannenden „Ausscheidungsrennen“ an der Männerspitze mit dem Sieg des 24jährigen Kenianers Ernest Kipyego mit der Steigerung seines persönlichen Hausrekordes um zweieinhalb Minuten auf 2:10:52 Stunden einen neuen Streckenrekord, zudem die Vertragsverlängerungen um drei weitere Jahre durch Titelsponsor Ford und Präsenter Stadtsparkasse Köln und damit die „Planungssicherheit für die nächsten Jahre“, wie es Organisator Harald Rösch bezeichnete. Mit 17 656 Läuferanmeldungen bei einer Gesamtzahl einschließlich der Inliner (5 332) und Handbiker (42) von 23 030 ist bei der sechsten Marathon-Auflage in Köln eine weitere Rekordmarke festgeschrieben, dem Marathonboom scheinen in Köln eher logistische Grenzen gesetzt. Selbst Nieselregen und stürmischer Wind konnten der Begeisterung zwischen Messe, Neumarkt, Chlodwigplatz, Rudolphplatz, Ebertplatz und dem Ziel vor dem Hauptportal des Kölner Domes kaum einen Abbruch tun. „Die Zuschauer waren absolut Weltklasse“ lobte Claudia Dreher auch entsprechend das ausdauernde Publikum. „Ich habe die Begeisterung sogar genossen, trotz der großen Anstrengung!“

Auch wenn die fast ausschließlich afrikanische Männerspitze einen spannenden Tanz auf regennassem Asphalt vollführte, bei dem Vorjahressieger Simon Lopuyet als Vierter ebenso ausrutschte wie der hoch gehandelte 2:09-Mann Andrew Sambu, das Augenmerk konzentrierte sich verstärkt auf die Frauenspitze. Schließlich kämpfte eine wiedererstarkte Claudia Dreher die leicht favorisierte Kenianerin Mary Ptikany nieder, die sogar noch den sicheren zweiten Rang gegen die im Schlußteil mächtig aufdrehende Uli Maisch verlor. „Nach der langen Auszeit weiss ich jetzt wenigstens, wo ich stehe. Damit läßt sich gut die WM-Saison angehen!“ freute sich die Claudia Dreher, die im zwölften Marathonrennen bereits nach zweimal Lissabon, Hannover, Houston und nun Köln den fünften Sieg einsammeln konnte. Und sich dazu noch ein besonderes Zubrot verdiente, denn der Titelsponsor legte zur ausgelobten Prämie in Anerkennung ihrer Leistung doch noch einen Galaxy-Zündschlüssel samt der Fahrzeugpapiere hinzu, auch wenn die Zielzeit von 2:30 deutlich verpaßt wurde. Die Frau der zweiten Hälfte war aber eindeutig Uli Maisch, die mit 1:15:18 Stunden sogar im Vorbeigehen eine neue Halbmarathon-Bestzeit (!) aufstellen konnte. Hier scheint ein Marathontalent mit Weitblick und Augenmaß zur Spitze herangeführt werden, auch wenn der „Schwung von München“ (O-Ton Uli Maisch) hier scheinbar auf dem Weg zur Bestzeit gewiss Pate gestanden haben dürfte.

Den Schwung von München hätte auch gerne ein Sebastian Bürklein verspürt, doch beim DLV hatte man trotz Heimvorteil auf die Nominierung einer Männermannschaft verzichtet. „Mein Vorteil war heute das konstante Tempo und die Tatsache, dass Michael Fietz immer auf Sichtweite vor mir lief. Den richtigen Schub habe ich allerdings auf der zweiten Hälfte bekommen, als ich einen nach dem anderen der schnellen Spitzengruppe auflesen konnte!“ freute sich der Wattenscheider über seinen Leistungssprung auf um mehr als eine Minuten auf 2:15:18 Stunden, der zugleich das deutsche Duell gegen seinen Clubkollegen und letztjährigen deutschen Meister Michael Fietz sowie den enttäuschenden Michael Wolf klar für sich entscheiden konnte.

Wilfried Raatz

6. Ford Köln Marathon (6.10.):
Ergebnisse: Männer: 1. Kipyego (KEN) 2:10:52, 2. Sambu (TAN) 2:11:33, 3. P. Osoro 2:11:37, 4. Lopuyet 2:12:39, 5. W. Kibet (alle KEN) 2:13:15, 6. Gordeev (BLR) 2:14:06, 7. Osman (POL) 2:14:28, 8. Kangogo (KEN) 2:14:41, 9. Bürklein 2:15:18, 10. Fietz (beide TV Wattenscheid) 2:15:47, 11. Naumov (UKR) 2:16:47, 12. J. Kiprono (KEN) 2:17:15, 13. Wolf (TSV Bayer Leverkusen) 2:22:38, 14. Hailemariam (ETH) 2:22:58, 15. Holovnytsky (UKR) 2:26:00, 16. P. Kipketer (KEN) 2:30:17, 17. Sta’ib (QAT) 2:30:48, 18. Bhattacharjee (TuS Köln rrh) 2:31:20, 19. Rester (LT DSHS Köln) 2:32:54, 20. Oksenyuk (UKR) 2:34:14, 21. Aymanns (VfB Alemannia Pfalzdorf) 2:34:20, 22. Pogutter (Sportfördergruppe Bundeswehr) 2:35:26, 23. Paschke (Dürener TV) 2:35:34, 24. Nikrant (POL) 2:36:18, 26. Portner (LG Bonn-Troisdorf-Niederkassel) 2:36:12.

Frauen: 1. Dreher (Friesen Naumburg) 2:31:30, 2. Maisch (1. LAV Rostock) 2:32:15, 3. Ptikany (KEN) 2:35:08, 4. Fadeeva (UKR) 2:38:46, 5. Willcox-Heidner (LG Braunschweig) 2:48:40, 6. Korsten (Pulheimer SC) 2:55:03, 7. Porschen (Kerpen) 2:57:24, 8. Huber (LG Mettenheim) 2:58:04, 9. Linnartz (Germania Dürwiss) 2:58:11, 10. Noel-Stoffel (LUX) 2:59:09, 11. Rüther (Bergisch Gladbach) 2:58:50 (1. W 55).


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