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Darmstadt-Cross, eine echte Werbung für das Querfeldeinlaufen

Kenianische Läufer dominierten auf der Lichtwiese

18.11.2002

Starke deutsche Präsenz sorgten für „Meisterschafts-Niveau“ – Jens Borrmann vor Carsten Schütz bei den Männern/ Susanne Ritter läuft in Kenia-Phalanx – Spitzenbesetzung beim Nachwuchs – Über 800 Meldungen beim Darmstadt-Cross

Pünktlich zum Darmstadt-Cross hörte der Dauerregen der letzten Tage auf – und die Lichtwiese am ehrwürdigen Hochschulstadion in Darmstadt präsentierte sich in hervorragendem Zustand. „Zwei, drei kleine Matschpassagen haben kaum den schnellen Rhythmus unterbrechen können“, zeigte sich Jens Borrmann über das Darmstadt-Crossgelände überrascht. „Das hat EM-Niveau“, bekannte Oliver Mintzlaff in Erinnerung an die letztjährigen Europameisterschaften in Thun/ Schweiz. Nicht nur der Wiesenparcours präsentierte sich in Bestzustand, sondern auch der Darmstadt-Cross machte nicht nur als Wertungslauf im Deutschen Cross-Cup seinem Ruf als „erste Cross-Adresse“ alle Ehre. Vor allem der Männer-Wettbewerb und die beiden Jugendläufe waren derart gut besetzt, dass man sich selbst in Bundestrainer-Kreisen in einer Einschätzung einig waren, nämlich dem „Meisterschafts-Niveau“. Wer nämlich zu den Europameisterschaften ins kroatische Medulin Anfang Dezember fahren will, der musste sich in Darmstadt stellen. Und es waren erfreulich viele, die sich der Herausforderung Cross als dem klassischen Element zur Vorbereitung auf die neue Saison stellten.

„Wir brauchen einfach die qualitativ starken Läufe“, brachte es letztlich ein Jens Borrmann auf den Punkt. „Anfangs hatte ich etwas Angst, das kontinuierlich gesteigerte Tempo der vier Kenianer mitzugehen, aber es ist wirklich gut gegangen!“ Der Dresdener im Trikot des SC DHfK Leipzig war letztlich auch mit dem Vorsatz „EM-Nominierung“ nach Darmstadt gekommen und ist nach dem überzeugenden Auftritt auf der Lichtwiese erste Wahl. In einem vorzüglichen Finale behauptete der deutsche Mittelstrecken-Crossmeister seinen Spitzenplatz gegen den spurtstarken Carsten Schütz und den seit der Startrunde nur mit einem Schuh laufenden Oliver Mintzlaff. Mit dem Rostocker Ulf Wendler zeigte sich als viertbester deutscher Läufer ein neues Gesicht in der Langstreckenelite noch vor Oliver Dietz und Dominik Burkhardt, die sich schon verschiedentlich in Szene setzten konnten. Nicht nur an der Spitze der „deutschen Wertung“ ging es eng zu, sondern auch dahinter: Innerhalb von vier Sekunden stürmten Christian Knoblich, Embaye Hedrit sowie die besten deutschen Hinderniscracks mit dem aktuellen Titelträger Philimon Ghirmai und dem früheren Europameister Damian Kallabis über die Ziellinie und unterstrichen das beachtliche Niveau beim Darmstadt-Cross.

Auch eine glänzend aufgelegte Susanne Ritter konnte den Doppelerfolg der Keniafrauen Susan Kurui und Lilian Chelimo nicht verhindern. Doch die Bonnerin, die in der kommenden Saison für die LG Braunschweig starten wird, wehrte immerhin die in der Straßensaison stark auftrumpfende Tschechin Petra Kamenková oder mit Joyce Kandie eine weitere Kenianerin ab und ist derzeit in der Planung für Bundestrainer Wolfgang Heinig für die Cross-EM. „Wenn wir keine Mannschaft auf die Beine stellen können, dann wird Susanne Ritter als Einzelstarterin nominiert!“ Auch Melanie Kraus hat sich wieder in das Renngeschehen zurückgemeldet und kam als zweitbeste Deutsche auf Rang sieben ins Ziel. „Heute habe ich eine andere Taktik angewendet – und es ging gut!“ freute sich die Leverkusenerin über ihren Cross-Einstieg mit einer kontinuierlichen Temposteigerung.

Dramatische Entscheidungen prägten die Jugendläufe. Bei den Jungen spurtete mit hochgerecktem Arm der Doppelmeister Christian Klein vor dem sich nach Verletzung nun wieder in starker Form zurückmeldenden Andre Pollmächer und dem Hallenser Robert Patzschke als Erster ins Ziel. Überraschend stark die beiden noch der B-Jugendklasse angehörenden Stefan Eberhardt und Erkarn Kara auf den Rängen fünf und sieben in einem erlesenen Starterfeld. Bei den Mädchen überraschte die 17jährige Regina Schnurrenberger aus Straubing ihre gleichaltrige Konkurrentin Eva-Maria Stöwer, die immerhin im Frühjahr Crossmeisterin geworden war. Auf Rang drei meldete sich übrigens die A-Jugend-Crossmeisterin Johanna Braun wieder zurück. Für die WM-Starterin Katharina Splinter reichte es diesmal nur zu Rang sechs.

Fast 500 Schüler tummelten sich in den Wettbewerben der Acht- bis Fünfzehnjährigen. Allen voran Katharina Heinig, der 13jährige Spross von Katrin Dörre-Heinig und Bundestrainer Wolfgang Heinig, als überzeugende Siegerin selbst gegenüber den zwei Jahre älteren Konkurrentinnen und Johannes Raabe aus Kirchdorf bei Hannover, Sohn des erfolgreichen Mastersläufer und mehrfachen deutschen Meisters Herbert Raabe.

Cross-Brezeln für die alle Schüler, Heidesheimer Äpfel und eine Fülle von Präsenten für die Tagesschnellsten in allen Altersklassen sowie ein breit gefächertes Prämiensystem sorgten nicht nur für eine Rekordbeteiligung auf der Lichtwiese in Darmstadt, sondern in Verbindung mit einer wohl tuenden Stimmung traten mehr als Achthundert Querfeldeinläufer der landauf-landab leichtfertig formulierten Behauptung massiv entgegen, Crosslaufen fände in Deutschland so gut wie nicht statt. Beim ASC Darmstadt jedenfalls ist Cross in besten Händen.

Ergebnisse: 18. Darmstadt-Cross mit Deutscher Cross-Cup 2002

Männer (8000 m): 1. Chemweno 23:33, 2. Sirma 23:44, 3. Kiplagat Kosgei 23:51, 4. Birgen (alle KEN) 23:49, 5. Bormann (SC DHfK Leipzig) 24:31, 6. Schütz (TV Wattenscheid) 24:33, 7. Mintzlaff (LG Bonn/ Troisdorf/ Niederkassel) 24:38, 8. Wendler (1. LAV Rostock) 24:40, 9. Dietz (TSV Gerbrunn) 24:45, 10. Burkhardt (LG Eintracht Frankfurt) 24:52, 11. Knoblich 24:58, 12. Hedrit (beide LAC Quelle Fürth/ München) 24:59, 13. Ghirmai (LAC Pliezhausen-Gomaringen) 25:00, 14. Kallabis (VfB Stuttgart) 25:02, 15. Kitur (KEN) 25:03, 16. Neuschwander (LC Rehlingen) 25:07, 17. Gabius (LAV Hamburg-Nord) 25:13, 18. Förster (SG EBT Berlin) 25:13, 19. Erhardt (Spiridon Frankfurt) 25:14, 20. Haferkamp (Gerolsteiner LGV) 25:14, 21. Wachenbrunner (LG Nike Berlin) 25:28, 22. Müller (LG Göttingen) 25:29, 23. Everszumrode (LAZ Mönchengladbach) 25:32, 24. Kimitei (KEN) 25:39, 25. Grube (LAZ Leipzig) 25:45, 26. Kunze 25:50, 27. Donndorf (beide 1. LAV Rostock) 25:51, 28. Dirschel (MTV Pfaffenhofen) 25:53, 29. Kero (FIN/ TV Schriesheim) 25:59, 30. Melcher (LG Salamander Kornwestheim) 26:00. Offene Klasse (6000 m): 1. Chayriguet (TV Waldstraße Wiesbaden) 19.48, Ott (LC Mengerskirchen) 20:51, 3. Kögel (LG Rüsselsheim) 21:24. Junioren (8000 m): 1. Neuschwander (LC Rehlingen) 25:07, 2. Gabius (LAV Hamburg-Nord) 25:13, 3. Förster (SG EBT Berlin) 25:13, 4. Everszumrode (LAZ Mönchengladbach) 25:32, 5. Kunze 25:50, 6. Donndorf (beide 1. LAV Rostock) 25:51, 7. Dirschel (MTV Pfaffenhofen) 25:53, 8. Dehmer (TuS Griesheim) 26:04, 9. Harland (TV Gelnhausen) 26:57, 10. Werner (TG Heilbronn) 27:04.

Frauen (6000 m): 1. Kurui 20:16, 2. Chelimo (beide KEN) 20:27, 3. Ritter (LG Bonn/ Troisdorf/ Niederkassel) 20:29, 4. Kandie (KEN) 21:01, 5. Kaminkova (CZE) 21.04, 6. Kibet (KEN) 21:11, 7. Kraus (TSV Bayer Leverkusen) 21:23, 8. Bultmann (LG Braunschweig) 21:26, 9. Svanhalova (CZE) 21:26, 10. Tremmel (MTG Mannheim) 21:45, 11. Schedler (LTF Marpingen) 22:04, 12. Ehrlich (LAZ Leipzig) 22:09, 13. Engelen (LG Badenova Nordschwarzwald) 22:17, 14. Becker (LAC Quelle Fürth/ München) 22:38, 15. Rosenplänter (LG Badenova Nordschwarzwald) 23:12. Juniorinnen (6000 m): 1. Tremmel (MTG Mannheim) 21:45, 2. Schedler (LTF Marpingen) 22:04, 3. Ehrlich (LAZ Leipzig) 22:09, 4. Becker (LAC Quelle Fürth/ München) 22:38, 5. Rosenplänter (LG Badenova Nordschwarzwald) 23:12, 6. Kron (LC Rothaus Breisgau) 23:55, 7. Raabe (LG Eichsfeld) 24:27, 8. Wahler (LG Karlstadt) 24:39.

Männliche Jugend A (6000 m): 1. Klein (LC Rehlingen) 19:05, 2. Pollmächer (LAC erdgas Chemnitz) 19:07, 3. Patzschke (Hallesche LA-Freunde) 19:12, 4. Lohse (KTSV Preußen Krefeld) 19:17, 5. Seiler (SV Creaton Großengottern) 19:22, 6. Sperling (TV Wattenscheid) 19:27, 7. Middelhoff (DJK Friedberg) 19:32, 8. Koch (TB Burgsteinfurt) 19:35, 9. Schmitt (LC Rehlingen) 19:36, 10. Wilhelm (LAV Bayer Uerdingen/ Dormagen) 19:47, 11. Strempler (Berliner LG Ost) 19:52, 12. Pomp (TSV Dinkelsbühl) 19:59, 13. Schmidt (LG Wipperfürth) 20:00, 14. Schmitz (LG Maifeld-Pellenz) 20:06, 15. Nuber (LG Rülzheim) 20:08. Männliche Jugend B (6000 m): 1. Eberhardt 19:21, 2. Kara (beide SV Craton Großengottern) 19:25, 3. Dörrzapf (LG Rülzheim) 19:29, 4. Giehl (TSV Bayer Leverkusen) 19:43, 5. Glatting (LSG Aalen) 20:00, 6. Holmgren (TV Wattenscheid) 20:08, 7. Selke (SC Ilsfeld) 20:20, 8. Neff (LG Rülzheim) 20:26, 9. El Gahouchi (TSV Pfungstadt) 20:29, 10. Jahn (LG Baunatal/ ACT Kassel) 20:31.

Weibliche Jugend A (4000 m): 1. Braun (LC Freising) 14:25, 2. Splinter (1. LAV Rostock) 14:36, 3. Witte (SC Neubrandenburg) 14:36, 4. Schleifer (VfL Waiblingen) 14:42, 5. Kahl (1. LAV Rostock) 15:07, 7. Schulte (LAZ Lahn-Aar-Diez) 15:13, 8. Eurich (Hallesche LA-Freunde) 15:23, 9. Möller (SV Creaton Großengottern) 15:36, 10. Reisinger (SSC Hanau-Rodenbach) 15:46.

Weibliche Jugend B (4000 m): 1. Schnurrenberger (FTSV Straubing) 14:16, 2. Stöwer (LAC Veltins Hochsauerland) 14:17, 3. Janssen (TSV Bayer Leverkusen) 14:28, 4. Hamdouchi (LG Neckar-Enz) 14:35, 5. Veillehner (TSV Winhöring) 14:37, 6. Mohr (Gerolsteiner LGV) 14:37, 7. Dreier (LG Sieg) 15:03, 8. Veith (TuS Griesheim) 15:08, 9. Sauer (LG Dorsten) 15:12, 10. Thormann (Berliner LG Ost) 15:14.

Masters: M 40 (6000 m): 1. Seidel (LAZ Gießen) 20:09, 2. Wolf (TV Wetter) 20:41, 3. Stupp (TV Refrath) 20.59 - M 50 (6000 m): 1. Schmidt (TuS Köln rrh) 21:42, 2. Raabe (TSV Kirchdorf) 22:13, 3. Escher (TuS Köln rrh) 23:25.

Masters: W 35 (4000 m): 1. Leistner (TuS Griesheim) 17:12, 2. Thum (LC Diabü Eschenburg) 18:09 (W 45), 3. Kirchem (TSV Eschollbrücken-Eich) 18:13 (W 60).

Schüler A (2000 m): 1. Raabe (TSV Kirchdorf) 6:21, 2. Gerhardt (SC Bruchhausen) 6:27, 3. Schnägelberger (TuS Griesheim) 6:30.

Schülerinnen A (2000 m): 1. Heinig (LG Odenwald) 7:24 (W 13), 2. Krebs 7:29, 3. Laborenz (beide LAZ Zweibrücken) 7:40.

Wilfried Raatz


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