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Das Goldene Band der Berliner Sportpresse

Sabine Braun, Claudia Pechstein und Joachim Franke

26.01.2003

Deutschland älteste (seit 1927) und traditionsbewußteste Sportauszeichnung „Das Goldene Band der Sportpresse“ wurde am Sonnabend im Hotel Palace Berlin beim 32. Ball der Berliner Sportpresse übergeben.
Bei der weltweiten Inflation der Sportlerehrungen besticht diese Ehrung durch ihre sachliche und fachlich qualifizierte Präsentation.
Die diesjährigen Preisträger sind:

Sabine Braun (Leichtathletik),
Claudia Pechstein (Eisschnelllauf) und
Joachim Franke (Eisschnelllauf-Trainer)

Der jeweiligen Ehrung geht immer eine Laudatio voran.
Für Sabine Braun, die u.a. zweifache Mehrkampf Weltmeisterin von 1991, 1997 und zweifache Europameisterin 1990 und 1994 war, hielt die Laudatio gekonnt und einfühlsam Hanns Ostermann (Deutschlandradio Berlin). Sabine Braun nahm an 5 Olympischen Sommerspielen teil, sie hält mit 6.985 Punkten seit 1992 (Götzis) den deutschen Rekord im Siebenkampf. Ihren großen Abschied einer zwanzigjährigen und äußerst erfolgreichen Karriere nahm Sabine Braun bei den 18. Europameisterschaften 2002 in München mit einem zweiten Platz im Siebenkampf mit 6.434 Punkten hinter Caroline Klüft (SWE).
Günter Weise, der Ehrenpräsident des VDS, hielt die Laudatio für Claudia Pechstein, die mit 2 Bronze-, 1 Silber- und 4 Goldmedaillen erfolgreichste deutsche Athletin der Olympischen Winterspiele. Ihr Trainer Joachim Franke, vom Eishockey kommend, hat derartig viele Medaillen mit seinen Athleten „erarbeitet“, daß hier nur die 8 Goldmedaillen bei Olympischen Spielen und 20 Goldmedaillen bei Weltmeisterschaften erwähnt werden sollen.
Die Überreichung des Bandes erfolgte bei Sabine Braun durch den Präsidenten des LSB Berlin Peter Hanisch. Bei Claudia Pechstein und Joachim Franke nahmen die Kanutin Birgit Fischer (Deutschlands erfolgreichste Athletin aller Zeiten bei Olympischen Spielen) und der Präsident des DSB Manfred von Richthofen vor.

Das „Goldene Band der Sportpresse“ hat eine lange Tradition. Die Leichtathletik wurde von der Sportpresse auch immer mit seinen Heroen und erfolgreichen Athleten und Athletinnen entsprechend positiv gewürdigt.

Im folgenden wird die Ehrung ab der ersten Verleihung wiedergegeben:

1927: Dr. Otto Peltzer (1500 m Läufer)
u.a. lief Otto Peltzer am 11.09.1926 auf dem Sportplatz an der Avus beim Sportfest des SCC neuen Weltrekord mit 3:51:0 vor Wide (SWE) und Nurmi (FIN).
1955: Heinz Fütterer (Sprinter)
1957: Manfred Germar (Sprinter)
1959: Martin Lauer (110 m Hürden)
1960: Armin Hary (Sprinter)
1964: Willi Holdorf (Zehnkampf)
1966: Werner von Moltke (Zehnkampf)
1967: Liesel Westermann (Diskus)
1968: Ingrid Becker (Mehrkampf)
1970: Heide Rosendahl (Weitsprung, Mehrkampf)
1972: Hildegard Falck (800 m)
1977: Annegret Richter (Sprinterin)
1981: Ralf Reichenbach (Kugelstoßen)
1983: Harald Schmid (400 m Hürden)
1991: Marianne Buggenhagen (Kugel, Diskus, Speer)
1991: Horst Milde (BERLIN-MARATHON)
1998: Lars Riedel (Diskus)
1999: Heike Drechsler (Weitsprung)
1999: Hartwig Gauder (Gehen)
2002: Sabine Braun (Mehrkampf)

In der 75-jährigen Geschichte des „Goldenen Bandes der Sportpresse“ taucht leider kein Läufer/in über 1500 m hinaus auf.


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