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JAPAN – Fünf unter 2:24 beim Osaka Marathon

06.02.2003

Nach dem spektakulären Auftritten von Naoko Takahashi (JPN) beim real,- BERLIN-MARATHON 2001 und 2002 ist das Interesse an den japanischen Marathonläufen, die zumeist nur Eliteläufe sind, auch hier angewachsen. Am kommenden Sonntag findet der Tokio-Marathon statt.

Hier ein Bericht von Athletics International:
Mizuki Noguchi, kletterte bei ihrem zweiten Marathon und ihrem Gewinn eines großen Frauen-Marathons in Osaka (sie gewann ihr Debüt in Nagoya im März 2002 in 2:25:35) auf den achten Platz der ewigen Weltbestenliste. Auf den zweiten Platz kam Masako Chiba, die sich von 2:25:11 (2. in Rotterdam 2002) auf 2:21:45 verbesserte und Naoko Sakamoto (22) lief verblüffende 2:21:51, eine Zeit, die von einer Frau bei einem Marathon-Debüt nur von Paula Radcliffe unterboten werden konnte. Auf den vierten Platz kam Lornah Kiplagat und verbesserte ihre zwei Jahre alte persönliche Bestzeit um 14 Sekunden, während Mari Ozaki auf dem fünften Platz mit 2:23:30 debütierte. Der bisherige Streckenrekord wurde von Lidia Simon in 2:22:54 gehalten.

Ken Nakamura berichtet: Es waren hauptsächlich Noguchi and Miwako Yamanaka, die sich auf den ersten 5 km in 16:41 mit der Führung der Gruppe abwechselten, und das zermürbende Rennen begann. Die 10 km Marke wurde in 33:12 und die 15 km in 49:57 erreicht. An beiden Verpflegungspunkten konnte Noguchi ihre eigene Flasche nicht greifen und musste sich mit normalem Wasser begnügen. Yamanaka, Vierte der letztjährigen Crosslauf-Weltmeisterschaften und angeblich in einer 2:20er Form, fiel plötzlich von der Spitzengruppe ab, nachdem sie bis zur Halbmarathondistanz (70:21) nahe der Spitze lief, und stieg bei km 24,7 aus. Ihr Trainer erklärte später, dass sie sich am spitzwinkligen Wendepunkt den Knöchel verstaucht hat.
Die folgenden fünf Läuferinnen verblieben im Wettkampf: Kiplagat, Noguchi, Ozaki, Chiba and Sakamoto. Obwohl sowohl Ozaki als auch Sakamoto, mit Halbmarathonbestzeiten von 69:34 bzw. 69:27, Marathon-Debütantinnen waren, fiel es ihnen nicht schwer an den führenden dranzubleiben.. Sakamoto sah zu diesem Zeitpunkt beängstigend gut aus und lief bei km 25 (1:23:40) zu Noguchi auf, um gemeinsam die Führung zu übernehmen. Der entscheidende Punkt kam bei km 30 (1:40:34), als Sakamoto anfing auf das Tempo zu drücken; der nächste Kilometer wurde in ca. 3:16 zurückgelegt. Ozaki, Kiplagat und Chiba verloren in dieser Reihenfolge den Kontakt. "Vor dem Rennen sagte man mir, dass das richtige Rennen bei km 30 beginnt. Als man mir also sagte loszulegen, beschloss ich das zu tun," sagte Sakamoto, die vom 2:11 Marathonläufer Yutaka Taketomi trainiert wird. Bei km 35 (1:56:55), waren Chiba und Kiplagat ungefähr 100 m hinter den führenden Sakamoto und Noguchi.
5km vor dem Ziel, drückte Noguchi auf das Tempo; eine Lücke entstand, aber Sakamoto arbeitete sich wieder ran. Noguchi versuchte es noch mal bei km 38.5, und diesmal gelang es. Bei km 40 (2:13:51) führte Sakamoto mit 14 Sekunden, während Chiba weiteren 22 Sekunden danach kam. Weniger als einen Kilometer vor Schluss überholte Chiba, die schwächelnde Sakamoto, um sich auf den zweiten Platz vorzuschieben. Noguchi, Chiba und Sakamoto liefen die zweit-, die viert- und die fünfbeste Zeit, die Japanerinnen jemals gelaufen sind. "Mein nächstes Ziel ist eine Medaille in Paris zu gewinnen," sagte Noguchi.

26. Jan, Osaka: (8ºC, 40% Luftfeuchtigkeit, wenig Wind) 1, Noguchi 2:21:18; 2, Chiba 2:21:45; 3, Sakamoto 2:21:51; 4, L Kiplagat KEN 2:22:22; 5, Ozaki 2:23:30; 6, Talpos ROM 2:27:32; 7, M Tanaka 2:29:57; 8, A Fujikawa 2:30:13; 9, Klimina RUS 2:31:56; 10, M Tagami 2:34:36; 11, T Terauchi 2:34:37; 12, A Ichimaru 2:37:07; 13, Liu Min CHN 2:39:18; 14, S Kawai 2:39:38; dnf, McCann AUS, Yamanaka.
Erst seinen zweiten Marathon laufend, verbesserte sich Samson Ramadhani (21) aus Tansania von 2:14:45 auf 2:09:24, um den 52ten alljährlichen Beppu-Oita Mainichi Marathon zu gewinnen, berichtet Ken Nakamura. Trotz nahezu idealen Bedingungen begann das Rennen recht langsam. Die Halbmarathondistanz wurde bei 65:12 erreicht, jedoch wurde die zweite Hälfte genau eine Minute schneller absolviert. Ramadhani, der aufgrund seiner Halbmarathonbestzeit von 61:05 eingeladen wurde, sagte. "Ich habe gehofft unter 2:10 zu laufen. Deshalb bin ich sehr glücklich mein Ziel erreich zu haben”.
Anders als die anderen drei großen Marathonläufe in Japan – Tokio, Fukuoka and Lake Biwa – war dieses kein japanisches Qualifikationsrennen für die Weltmeisterschaften. Aus diesem Grund waren die besten japanischen Läufer, die sich Hoffnung auf die Teilnahme in Paris machen, nicht anwesend. Trotzdem diente das Rennen als Qualifikation für die Australier: Nick Harrison lief ein sehr kluges Rennen und belegte den dritten Platz in der persönlichen Bestzeit von 2:10:22. “Ich bin nun schneller als mein Trainer Chris Wardlaw," sagte Harrison, der erfreut war sowohl die Qualifikation für die Weltmeisterschaft geschafft zu haben, als auch die Qualifikationszeit für das Olympia-Team gelaufen zu sein.

2. Feb., Beppu-Oita: Marathon: 1. Ramadhani TAN 2:09:24; 2. Teferi Wodajo ETH 2:10:18; 3. Harrison AUS 2:10:22; 4. Y Sato 2:10:43 (Debüt); 5. T Tsutsumi 2:10:53; 6. T Sassa 2:11:25; 7. K Inagaki 2:12:25; 8. J Palalia MEX 2:13:53; Marugame: Halb-Marathon: 1. Z Ngatho KEN 60:21; 2. S Okuda 62:02; 3. S Fujii 62:09; 4. Y Yamaguchi 62:11; 5. T Tokunaga 62:11; 6. S Nakai 62:14; Frauen: – 1. Y Hashimoto 69:31; 2. M Kobayashi 70:14; .3. A Ozaki 70:31; .4. R Amou 71:40; 5. E Nakajima 72:15; 6. Y Komatsu 72:26.

ATHLETICS INTERNATIONAL Vol. 11 No 3: February 5, 2003 Edited by Peter Matthews & Mel Watman Peter Matthews, Editor International Athletics Annual, Co-editor Athletics International, Chairman NUTS
10 Madgeways Close, Great Amwell, Ware, Herts SG12 9RU, England
Tel. 44 (0)1920 870434, Fax 44 (0)1920 877392


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