41. BMW BERLIN-MARATHON am 28. September 2014

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Der 21. Breslau Marathon (Wroclaw – POL) mit guten Ergebnissen

Ein attraktiver Lauf – gleich nebenan !

03.05.2003

Bilder © Adam Hawalej

Wer sich nicht nur für das Laufen interessiert, sondern auch für eine Stadt mit einer mehr als tausendjährigen Geschichte, der findet in Breslau (Wroclaw) einzigartige baukünstlerische Zeugnisse aus sämtlichen Epochen. Von Berlin aus ist Breslau leicht mit dem Auto in etwa 4 – 5 Stunden über die Autobahn zu erreichen Mittelpunkt und Herzstück der Stadt ist der Marktplatz. Die “Festung Breslau“ wurde bis zum 6. Mai 1945 fast völlig zerstört, aber die polnischen Restauratoren haben gelungen renoviert und mit den Bürgerhäusern am Ring/Rynek am historischen Rathaus eine großartige Kulisse geschaffen. Hier “steppte der Bär“ an den Vorabenden des 21. Breslau Marathon – die Restaurants, Bierlokale und Cafés waren knackig voll. Mit 700.000 Einwohnern, davon rd. 70.000 Studenten, die die weltberühmte und über 300-jährige “Leopoldina“-Universität besuchen, ist das Publikum jung und erlebnishungrig. Hier war noch zu Zeiten des Kalten Krieges das Zentrum der Freiheitsbewegung “Solidarnosc“.

Zeitgleich mit dem Marathon fand in Breslau auch eine “AIMS“ (Association of International Marathon and Road Races)-Sitzung statt. Die Mitglieder des “Board of Directors“ mit ihrem Präsidenten Hiroaki Chosa (JPN) an der Spitze trafen sich anläßlich des Laufes und diskutierten die Probleme und die Entwicklungen des weltweiten Laufsports. Der AIMS Generalsekretär Hugh Jones (ehemaliger London-Marthon Gewinner) nahm am Lauf teil und kam unter 2:40:00 ins Ziel.

Race Director Marek Danielak und sein Organisationsteam hatten für die zweitägige Veranstaltung mit dem umfangreichen Rahmenprogramm alles bestens organisiert und im Griff.

Am Sonnabend, dem 26. April nahmen etwa 3.000 Jugendliche mit großer Begeisterung an unterschiedlichen langen Läufen teil. Zelebriert wurden die Siegerehrungen auf dem Marktplatz mit vielen und großen Pokalen. Die Race Directoren der großen Marathonläufe aus Australien, Japan, USA und Europa waren dann die Repräsentanten, die die Sieger-Zeremonie mit und für den Nachwuchs vornahmen. Dabei stellte der real,- BERLIN-MARATHON als direkter Nachbarlauf ein ganz gewichtige Rolle.

Der Marathon und Halbmarathon am Sonntag – mit Start und Ziel auf dem malerischen Marktplatz – wurde vom Bürgermeister Rafal Dutkiewicz, der übrigens hervorragend deutsch spricht, pünktlich um 9.00 Uhr gestartet. 983 Teilnehmer aus 23 Nationen waren eine neue Rekordteilnehmerzahl für diesen Lauf. Regen war vorher gesagt, aber es blieb trocken und die Temperaturen waren angenehm zum laufen.

Eine Novität international war die Austragung des “1. Welt-Marathon und Halbmarathon-Meisterschaft von Parlamentsangehörigen“. Hier waren etwa ein Dutzend Teilnehmer aus mehreren Nationen dem Aufruf zur Teilnahme gefolgt.

Die große Lauf-Runde in Form einer Acht durch die Innenstadt und die Außenbezirke brachte die Halbmarathonläufer nach einer Schleife wieder zurück ins Ziel auf dem Marktplatz, während die Marathonläufer die zweite Schleife ranhängen mußten. Favorit des Marathons war der Keniate Kennedy Momanyi, der mit der Startnummer 1 auch die etwa neunköpfige Spitzengruppe anführte, dann aber ab etwa 15 km in leichte Schwierigkeiten geriet und zum Schluß nur den 11. Rang belegte 2:29:48).

Die ersten 5 Läufer kamen in knappen Abständen in Zeiten unter 2:18 ins Ziel. So ganz einfach war auch das Pflaster der Strecke nicht zu belaufen. Die von der Polizei freigehaltene und abgesicherte Strecke hatte vom Kopfsteinpflaster, löchrigen Asphalt bis zur einwandfreien Bitumendecke alles zu bieten.

Die Frauen sind hier in Polen beim Laufen auch noch unterrepräsentiert, aber die Zeiten der ersten Läuferinnen können durchaus überzeugen.

Männer:

1. Mykhayl Iveruk UKR 2:17:18
2. Krzystof Przybyla POL 2:17:22
3. Anatoli Zeruk UKR 2:17:29
4. Dariusz Klein POL 2:17:43
5. Adam Dobrzynki POL 2:17:51
6. Igor Zhavoronok BLR 2:18:07

Frauen:

1. Wioletta Uryga POL 2:39:27
2. Natalya Kravets BLR 2:40:20
3. Tetyana Buloszjenko UKR 2:42:24

Weitere Informationen: www.mw.com.pl

Horst Milde


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