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Training in Läuferwunderland Kenia

Schwitzen mit SCC-RUNNING

16.05.2003

Für 10 Läufer wurde der Traum wahr: Mit SCC- RUNNING wie ein Spitzensportler ins Höhentrainingslager nach Nyahururu, Kenia.

16 Tage lang genau dort trainieren, wo es seit Jahren auch die deutschen Olympiasieger Nils Schumann und Dieter Baumann tun. 2 Wochen lang die gleichen Bedingungen nutzen wie die kenianischen „Wunderläufer“ – professionell angeleitet und betreut durch den höhentrainingserfahrenen Coach Jens Karraß und die Sportphysiotherapeutin Tanja Gust.

Kurz gesagt, ein authentisches Spitzenläufer-Höhentrainingslager, ermöglicht für ambitionierte Läufer, denen Laufen sehr viel bedeutet, aber bei weitem nicht ihre Profession ist. Die Gruppe vereinte alle Leistungsbereiche. Vom 2:40h Marathoner bis zum 4:15h Finisher und auch 3 Laufanfänger waren dabei.

Die Gruppe verband eines ganz besonders: eine große Neugier auf das Land der Wunderläufer. Wie ist Kenia? Wie leben die Menschen und die Läufer dort? Warum sind Kenianer meistens die schnellsten Langstreckenläufer? Und wie bestreiten eigentlich Spitzenläufer so ein Trainingslager? Diese Lauf-Reise versprach tiefe Einblicke darüber zu geben.

Auf dieser Reise war alles authentisch: Ort, Wetter, Training, Leben

Nyahururu, Kenia - exakt an diesem Ort bereitete sich Jens Karraß oft auf seine Laufsaison vor. Genau dort tat dies diesmal zum selben Zeitpunkt auch die Gruppe um 800m-Olympiasieger Nils Schumann. Gewohnt wurde in derselben Lodge, in der schon viele deutsche Spitzenläufer ihr Lager aufschlugen. Seit Jahren hat sich dort nicht viel verändert. Einfache, saubere Zimmer, sehr freundliches Personal und Mr. Ndirangu, der Direktor, war immer offen für Sonderwünsche.

Trainiert wurde auf denselben Pfaden und Wegen, die auch die kenianischen Wunderläufer nutzen. Bei bestem Sommerwetter in der leistungsfördernden Höhenluft von 2.360m waren alle Läufer unserer Gruppe Spitzensportler. Für zwei Wochen hatten sie ihren eigenen Trainer und an jedem zweiten Tag eine wohlverdiente Sportmassage.

In der Art professionell betreut, war für alle 2 Wochen lang nur eines wichtig: Laufen, Schlafen, Essen, Erholen und wieder Laufen. Alle Teilnehmer waren sehr motiviert und voll bei der Sache. Sie waren neugierig auf die Lauf-bedingungen und das Laufgefühl in der dünnen Höhenluft. Zu Beginn hatte Trainer Jens Karraß alle Hände voll zu tun, den Ehrgeiz zu bremsen, denn der Reiz der Höhenluft auf den Organismus ist nicht zu unterschätzen. Das „Zurück-halten“ der Truppe war eine schwere Aufgabe, denn alle hatten sich mit dieser Reise hohe Laufziele gesetzt. Da brauchte es schon eine Menge an Überzeugungskraft. Bändigen Sie mal einen positiv „verrückten“ Haufen von hoch-motivierten Laufenthusiasten…

Nach den ersten 3 Tagen nahm dann das Laufpensum merklich zu, eine erste Zufriedenheit machte sich unter der Gruppe breit. Das Training wurde nun auf jeden Teilnehmer sehr individuell abgestimmt. Durch genaue Beobachtung vom Coach und intensive Einzelgespräche nahm die Reise Spitzentrainingslagermaßstäbe an. Das Trainingspensum wurde nicht starr durchgezogen, sondern sehr dem Tagesgefühl angepasst.

Das Spektrum der Trainingsinhalte ging von lockeren 30 Minuten Läufen, über lange 2 Stunden Dauerläufe und kurze Tempoläufe auf der Aschen-bahn bis zum Dehnungsprogramm, Lauf-ABC und Krafttraining. Ganz wichtig dabei war: Keine Über-treibungen, eher weniger trainieren und das auf jeden individuell abgestimmt.

Die meisten bereiteten sich mit diesem Trainingslager direkt auf das erste Lauf-Highlight 2003 von SCC-RUNNING vor: Den Bewag BERLINER HALBMARATHON. Nur die Resultate der 3 Laufanfänger seien verraten: 2:02h, 1:58h und 1:51h. Sie hatten erst sechs Monate vor Kenia mit einem 3-mal wöchentlichem Lauftraining begonnen und bei ihrem ersten Halbmarathon so richtigen Spaß und das große Erfolgserlebnis.

Jens Karraß


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