41. BMW BERLIN-MARATHON am 28. September 2014

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Eine 17jährige kam, sah und siegte: Catherine Chikwakwa

Laban Chege zum vierten Male “Cup da Franco“-Sieger Spannende Duelle beim 26. Darmstädter Stadtlauf

28.06.2003

Schon vor dem Start den Sieg fest im Visier, der Wunsch eines Medizinstudiums an der University of South Carolina im Herzen und die Kraft und Ausdauer einer Weltklasseläuferin in den Beinen: Das ist die erst siebzehnjährige Catherine Chikwakwa aus Malawi, die bei der 26. Auflage des Darmstädter Stadtlaufes ihrer internationalen Konkurrenz letztlich nicht den Hauch einer Chance ließ. Auf den knapp 5 km langen Strecke durch die Darmstädter Innenstadt vorbei an den tausenden Zuschauern auf der Strecke bestach die kleine Läuferin mit einer taktischen Meisterleistung. In einem beherzten Tempolauf suchte die Ungarin Aniko Kalovics, am Sonntag beim Europacup-Finale der Serie A im finnischen Lapeeranta über 5000 m mit 15:18 und Hausrekord siegreich, ihr Heil in der Flucht nach vorne, war allerdings dem Schlußangriff der hochtalentierten Afrikanerin nicht gewachsen und mußte sich am Schluß doch noch deutlich geschlagen geben. Geschlagen auch die Streckenrekordlerin Leah Malot, die in diesem Klassefeld nur Dritte wurde. Mitte August werden sich übrigens die drei Erstplatzierten in Paris wieder treffen, bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften.....

Als beste Deutsche kam die 10 000 m-Rekordlerin Kathrin Weßel als Fünfte ins Ziel, deutlich vor der Tschechin Petra Kaminkowa, die bei so manchem Straßenlauf in Deutschland schon für Schlagzeilen gesorgt hatte. “Als ich die Teilnehmerliste sah, wusste ich, dass es schnell werden würde. Ich habe alles gegeben“, freute sich die erst vor wenigen Wochen den Hitzemarathon von Regensburg siegreich beendende Berlinerin, die zudem auch die Masterswertung für sich entscheiden konnte. Auf die Frage, ob sie nächstes Jahr wiederkommen würde, lächelte sie verschmitzt, und meinte: “Ich plane von Jahr zu Jahr, aber ich genieße die Atmosphäre in Darmstadt. Wenn die Beine auch nächstes Jahr noch was hergeben, dann komme ich auf jeden Fall wieder.“ Die SCClerin hat längst auch in Darmstadt viele Sympathien gewinnen können.

Ein Wiedersehen gab es auch im Männerrennen mit den beiden Publikumslieblingen Laban Chege und dem nur wenige Kilometer entfernt in Erbach einen Teil der Saison lebenden Tendai Chimusasa, die es beide auf bislang drei Siege beim Darmstädter Stadtlauf gebracht haben. Im stark besetzten “Lauf der Asse“ machte vor allem Laban Chege, der in Tübingen oftmals mit Dieter Baumann läuft, überraschend früh Druck. Aber es blieb spannend, weil Vorjahressieger Sammy Kipruto, Hosea Kogo und Wilfred Kigen wie auch fünf weitere Kenianer fleißig mitmischten. Dicht gestaffelt ging es über die sieben anspruchsvollen Runden durch die Darmstadts City, vorbei am “Langen Ludwig“, dem “Ludwigsplatz“ oder aber über die berüchtigte Treppenpassage an der “Piazza“, den begeisterten zehntausend Zuschauern hats gewiss gefallen. Und am Ende gewann Laban Chege und sicherte sich somit die “Krone“ auf Darmstadts Pflaster. Mit einem kleinen Vorsprung ging Laban auf die 400m langen, etwas abschüssigen Zielgeraden, im absoluten Showdown blieb er in einer hauchdünnen Entscheidung vorne. Mit vier Siegen und dem seit 1999 gültigen Streckenrekord sollte sich “Cup da Franco“-Schirmherr Oberbürgermeister Peter Benz überlegen, ob er ihm nicht den Titel als schnellstem ausländischen Heiner verleihen sollte...

Die 26. Auflage hat einmal mehr das gehalten, was man von einem Topevent erwarten darf. Knapp zweitausend Teilnehmer, zehntausend Zuschauer bei traditionell hochsommerlichen Temperaturen, beim veranstaltenden ASC Darmstadt und dem kooperierenden Darmstädter Lauftreff versteht man bei einem der ältesten Stadtläufe hierzulande das Handwerk aus dem Effeff. Drei Bands sorgen für zusätzliche Kurzweil, mit einem Einlagerennen der deutschen Speedskatingelite ist längst ein zusätzliches Highlight geschaffen worden, das einfach Laune macht.

wira/ale

Alle Ergebnisse unter www.asc-darmstadt.de/stadtlauf


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