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ISPO 2003 – Schmelztiegel der Innovationen

Größere Rollen bei den Skates

03.07.2003

In diesem Jahr etwas früher als gewohnt, fand am letzten Wochenende auf dem Münchener Messegelände die ISPO 2003 statt. Mit dabei natürlich die namhaften Skate–Hersteller wie Salomon, K2, Rollerblade und FILA. Nachdem ja im letzten Jahr die Topteams der Szene das Thema 84 mm Rollen ins Rollen gebracht haben, ziehen die Hersteller jetzt in ihren Serienprodukten nach und rüsten einige ihrer Freizeit 5 Roller auch mit größeren Rollen aus. Dabei geht jeder Hersteller natürlich seine eigenen Wege. So sieht man die Durchmesser von 82 mm bis hin zu 100 mm schwanken, was bedeutet, daß der Fachhandel und die Verkäufer noch stärker im Beratungsgespräch gefordert werden.

Einen einzigartigen Weg der Durchmesserwahl gehen dabei die Italiener der Firma FILA. Sie rüsten ihren Topskate mit 4 100mm Rollen aus, vertrauen bei der Schuhanfertigung auf italienische Produktion, und schieben noch einen 4 mal 90 mm Rollen Skate nach, der auch den ambitionierten Umsteiger von Freizeit 5 Rollern ansprechen könnte. Wo liegt jetzt aber der Vorteil von größeren Rollen? Sicherlich ist da als entscheidendes Argument die höhere Laufruhe zu erwähnen und die verbesserte Wendigkeit, da ja die Schiene etwas kürzer ist. Nicht verschweigen darf man aber, daß jetzt mehr Kraft vom Skater gefordert wird, da ja die größeren Rollen erst einmal auf Geschwindigkeit gebracht werden wollen.

Inwieweit sich jetzt die Skatetechnik ändern wird, bleibt erst einmal abzuwarten, fahren ja im momentanen Rennzirkus noch zu wenig Teams damit. Auf jeden Fall haben die großen Rollen am FILA-Stand für jede Menge Gesprächsstoff unter den “Experten“ gesorgt.

Was gibt es noch Neues - Bei einigen Herstellern zu sehen, die Verschlüsse der Schnallen an den Speedskates kommen immer mehr aus dem Radsport. Was sich dort bewährt hat, wurde erfolgreich übernommen. Die Zeit des Ratschenverschlußes scheint gekommen. Farbtechnisch blieben sich die Firmen treu, erhöht es ja nicht unerheblich den Wieder-erkennungswert ihrer Modelle.

Während es bei Salomon jede Menge Videosequenzen aus der Speedszene zu sehen gab, wirkten die anderen Messestände sehr aufgeräumt. Lag aber sicherlich auch an dem zurückgegangenen Besucherinteresse. So konnte man den Dienstag als Tag des Small-Talks der Vertreter bezeichnen. Die Messe wirkte recht verlassen. Schade auch, daß der Sport, insbesondere der Speedskatingbereich, keine ausreichende Möglichkeit hatte, sich einer interessierten Zuschauerzahl zu präsentieren. (das ISPO Race wurde ja bekanntlich abgesagt) Die beiden Tage Montag und Dienstag als Messetage auszuwählen war sicherlich auch nicht besonders glücklich, mußte der normale Besucher doch sein eigenes Urlaubskontingent in Anspruch nehmen, um der bayrischen Metropole einen Besuch abzustatten.

Ein ausführliches Feedback gibt es dann sicherlich in einer der nächsten Ausgaben der SKATE IN nachzulesen.

Mike Saft

Fotos aber schon einmal vorab auf der Seite : www.team-fila.de


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