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12. Bewag City-Nacht: Eich und Weßel gewinnen Hitzerennen

Rekordzahl von 7.094 Läufern und Inline-Skatern

10.08.2003

Bei der heißesten Bewag City-Nacht in der Geschichte des Rennens bekam einer eine trotzdem eine Gänsehaut: Der Sieger Carsten Eich. Der für die LG Braunschweig startende Langstreckenläufer gewann das 10-km-Rennen auf dem Kurfürstendamm in 29:20 Minuten und sagte hinterher: “Die Stimmung war so mitreißend, dass ich eine Gänsehaut bekam.“ Die Rekordzahl von 7.094 Läufern und Inline-Skatern wurde angefeuert von zehntausenden Zuschauern am Straßenrand. Sie sorgten für eine begeisternde Atmosphäre bei dem größten deutschen 10-km-Rennen, bei dem die für den Veranstalterklub SCC startende Berlinerin Kathrin Weßel in 34:43 Minuten schnellste Frau war. Bewährt hat sich die neue Strecke, die nun nicht nur über den Kurfürstendamm sondern unter anderem auch über die Kantstraße führt, so dass die schnellsten Läufer die langsamsten Jogger nicht mehr überrunden können.

“Wir sind zufrieden mit dieser Veranstaltung und mit dem neuen Teilnehmerrekord. Die Läufer sind bei den hohen Temperaturen offenbar vernünftig gelaufen“, zog Veranstaltungschef Horst Milde ein erstes Fazit. Bei den Rekordtemperaturen von gut 30 ° Celsius war Zurückhaltung angesagt. “Die Hitze hat sicherlich auch einige Läufer davon abgehalten, an den Start zu gehen“, sagte Horst Milde.

Die City-Nacht-Bilanz des Carsten Eich kann sich sehen lassen: Vier Starts, vier Siege. 1999 hatte er auf dem Kurfürstendamm den heute noch gültigen Streckenrekord von 28:38 Minuten aufgestellt, ein Jahr später gewann er in 29:10. 2002 lief er ungefährdet in 30:15 zum Sieg, und nun gewann er in 29:20 Minuten. Bereits nach 4 km hatte sich Carsten Eich von James Tanui (Kenia) abgesetzt, für den das Rennen allerdings wohl mehr ein Trainingslauf war. Nach 30:05 Minuten war James Tanui im Ziel.

Eich hatte die 5-km-Marke nach 14:16 Minuten erreicht. “Ich war selbst etwas erschrocken angesichts der flotten Durchgangszeit. Ich bin schließlich mitten im umfangreichen Training für den Köln-Marathon im Oktober. Es war klar, dass es nicht leicht werden würde, dieses Tempo in der zweiten Hälfte des Rennens zu halten“, erklärte Eich, der mit seinem Ergebnis zufrieden war. Er wurde langsamer und verpasste seinen Kursrekord deutlich, doch deutlich war auch der Sieg. “Es war mir klar, dass ich gewinnen würde, wenn ich nicht komplett einbrechen würde“, sagte Carsten Eich, der die Qualifikation für den WM-Marathon in Paris verpasst hatte und sich nun in Köln für Olympia 2004 qualifizieren möchte. Das allerdings wird sehr schwierig. Rang drei ging auf dem Kurfürstendamm an Embaye Hedrit (Fürth), der 30:58 lief.

Die 500-Euro-Siegprämie bei den Frauen erlief sich Kathrin Weßel. Bereits nach der Hälfte der Strecke führte sie mit rund einer Minute Vorsprung vor Nicole Güldemeister (Potsdam), die schließlich in 36:00 Minuten Zweite wurde. Rang drei ging an Tatjana Grigoriewa (Russland/37:19). “Ich werde nun beim real,- BERLIN-MARATHON starten“, kündigte Kathrin Weßel ihr nächstes Ziel an.

Uta Pippig, die dreifache Siegerin des BERLIN-MARATHON und des Boston-Marathons, konnte aufgrund einer Erkrankung (Pfeiffersches Drüsenfieber) nur mitjoggen. Ein ernsthafter Wettkampf war nicht möglich. Die Berlinerin, die hauptsächlich in den USA lebt, lief locker in 46:32 Minuten. “Die Stimmung war spitze“, sagte Uta Pippig.

Den Lauf über 5,2 km gewannen bei der Bewag City-Nacht Malte Brosig (Hannover) und Christiane Lantog (VfV Spandau). Bei den Inline-Skatern, die die 10-km-Strecke absolvierten, triumphierten Markus Pape (ZEPTO Skate Team/15:34) und Tina Strüver (Saab-Salomon/Halle) in 18:12 Minuten.


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