41. BMW BERLIN-MARATHON am 28. September 2014

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Die heiße Nacht der Läufer auf dem Kurfürstendamm - Weßel und Eich siegten

7.094 markieren Teilnehmerrekord - Die Inline-Skater mit neuem Streckenrekord

10.08.2003

Nicht nur zu einer großen Läuferattraktion, sondern auch zu einer Touristenattraktion für die Hauptstadt entwickelt sich der traditionelle nächtliche Lauf auf dem Kurfürstendamm. Bei der 12. Bewag Berliner City-Nacht auf dem Kurfürstendamm von SCC-RUNNING am Sonnabend beteiligte sich, trotz der lang andauernden Hitzewelle die neue Rekordzahl von 7.094 Läufern (5.584 10 km Läufer, 777 Läufer über 5,2 km und 733 Inline-Skater) aus 42 Nationen. Es gab am Tage selbst noch viele Nachmeldungen auf der Tauentzienstraße, aber wegen der Witterung sind auch viele der gemeldeten Teilnehmer erst gar nicht angetreten. 50.000 klatschende und motivierende Zuschauer auf den Straßen erzeugten eine derartige Stimmung, daß selbst der jetzt vierfache Sieger Carsten Eich “eine Gänsehaut bekam, weil die Stimmung so mitreißend war“!

Die neue Streckenführung mit der Einbindung einer Runde über die Kantstraße, wobei Überrundungen sich fast ausschlossen, führte zu einer enormen Tempoverschärfung bei den Inline-Skatern, die bei den Männern mit einem neuen Streckenrekord glänzten.

Bei den Frauen siegte Tina Strüver vor Franziska Neuling und Maritje Sell (alle 18:12). Bei den Männern gewann Markus Pape vor Toni Deubner (beide in 15:34) vor Pawel Surowiak (POL) in 15:36. Hier fuhr der Sieger genau 30 Sekunden schneller als der bisherige Streckenrekord, das ist ein Stundenmittel von 38,54 km/h!

Der Berliner Polizei sei gedankt dafür, daß sie die Genehmigung für die Nutzung der Droysen-, Kant- und Joachimstaler Straße genehmigte und auch mit schnellen Motorrädern und Funkwagen das schnelle Feld der Skater absicherte.

Während die Inline-Skater mit Start um 19.30 Uhr noch ein wenig von der untergehenden Sonne abbekamen, begann um 20.30 Uhr beim Start die Dämmerung, allerdings staute sich noch die Hitze auf den Straßen. Rene Hiepen, der Sprecher der Veranstaltung, stellte kurz vor dem Hauptstart das Vorstandsmitglied des Titel-Sponsors Bewag Herbert Strobel vor, der die Aktivitäten der Bewag im Berliner Sport, aber insbesondere im Laufsport, hervorhob. Florian Schwarthoff, Meeting-Direktor des ISTAF, fuhr im schicken Cabriolet vor und startete zusammen mit Herbert Strobel das große Feld der 10 Kilometer Läufer, vorher redete Medical Director Dr. Willi Heepe allen Teilnehmern ins Gewissen, sich an diesem Laufabend nicht körperlich zu überanstrengen und die Duschmöglichkeiten auf der Strecke zur Erfrischung zu nutzen.

Es fiel auch auf, daß viele der Teilnehmer völlig falsch gekleidet waren: Lauf-Kleidung mit langen Ärmeln und hochgeschlossen und manchmal mit langen Hosen, das ist mehr als unvernünftig.

Carsten Eich (Braunschweig), der schon 3-mal den Lauf auf dem Kurfürstendamm gewann, schien am Anfang von den knapp 26 – 28 Grad unbeeindruckt. Er durchlief die 5 km Marke auf der Kantstraße in beieindruckenden14:16. Danach ließ er es ruhiger angehen, da er auch seine Gegner Tanui (KEN) und Hedrit (Fürth) weit hinter sich ließ. Eich will sich jetzt in Köln beim Marathon für Athen qualifizieren. Er gewann den Lauf in 29:20 in der fünftbesten Zeit (sein Streckenrekord ist 28:38 von 1999) vor James Tanui in 30:05 und Embaye Hedrit in 30:58. Bester Berliner war Lennart Sponar (BSV 1892) als Fünfter in 31:06 vor Jirka Arndt (Potsdam) in 31:16.

Der Senator für Bauwesen Peter Strieder lief gute 56:32 und Berlins Vize-Polizeichef Gerd Neubeck war mit 1:01:20 im Ziel, sein Sohn Martin legte 49:41 vor.

Kathrin Weßel (SCC Berlin) als Lokalmatadorin an den Start gegangen, im Vorjahr war sie Zweite in 34:02, 2001 gewann sie in 32:41, in diesem Jahr siegte sie in 34:43 überlegen vor Nicole Güldemeister (Potsdam) 36:00 und Tatjana Grigoriewa (RUS) in 37:19.

Uta Pippig, als dreifache Siegerin des BERLIN-MARATHON, ging erkrankt an der Start und joggte locker in 46:32 ins Ziel.

Die 43 Hilfeleistungen des DRK (davon 4 Krankentransporte, die aber alle nicht lebensgefährlich waren) waren angesichts der Temperaturen ungewöhnlich wenig, so daß Veranstaltungsleiter Horst Milde ein positives Fazit ziehen konnte: “Alle Teilnehmer verhielten sich den Temperaturen angepaßt sehr vernünftig, liefen vorsichtiger und genossen dann wohl mehr das Ambiente eines ungewöhnliches Laufes in der Innenstadt“!

Kritischerweise muß eingeräumt werden, daß man noch mehr Möglichkeiten zum Trinken hätte anbieten müssen und der Verpflegungspunkt an der neuen Stelle nach der Kreuzung an der Joachimstaler Straße für die Teilnehmer sehr ungünstig platziert war.

Wasserduschen während des Laufes an der Strecke vom THW, DRK und der Freiwilligen Feuerwehr hat man auch nicht alle Tage und auch nicht die heißen Rhythmen der Sambakapellen und die gute Stimmung in den vielen Vorgärten und der Terrassen der Cafés und Restaurants am Kurfürstendamm. Die Siegerehrung auf der Bühne auf dem Breitscheidplatz an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche, schon mit einem langen Vor-Programm, lockte viele Zuschauer und Touristen an.

Bei der Siegerehrung überreichten Bewag Vorstandsmitglied Herbert Strobel Armbanduhren für Sieger und Plazierten und für Campina überreichte Geva Johänntgen große volle Körbe mit Produkten des Hauses. Ebenso gab es Gutscheine von smart.

Die Party auf dem Breitscheidplatz und in den Vorgärten der Gaststätten in den Nebenstraßen dauerte dann in der angenehmen Stimmung wohl noch sehr lange.

Die Ergebnisse unter: www.berlin-marathon.com/ergebnisse/run/city03
Fotoalbum unter http://www.berlin-marathon.com/interaktiv/foto/dir/2003city/s/1


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