41. BMW BERLIN-MARATHON am 28. September 2014

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2.861 liefen die Campina Generalprobe vor dem MARATHON

Der unbekannte Sieger aus Hellersdorf

24.08.2003

Fünf Wochen vor dem 30. real,- BERLIN-MARATHON veranstaltete SCC-RUNNING den Campina 27. Berliner Strassenlauf “Die Generalprobe“ als letzten Test mit Halbmarathon, einem 10 km und 5,2 km Lauf auf der traditionellen Grunewaldstrecke und den Bambinilauf innerhalb des Mommsenstadions. Insgesamt meldeten sich 2.861 Läufer an, davon liefen und walkten den Halbmarathon 2.374 Teilnehmer, 277 den 10 km, 95 den 5.2 km und 115 Kinder waren beim Bambinilauf rund im Stadion dabei.

Das Wetter war glücklicherweise läufergerecht, sonnig, etwas windig, aber nicht so heiß wie in den Vorwochen. Zudem waren 92 % der Strecke im Schatten zu bewältigen, sodaß es keine Besorgnis erregenden Zwischenfälle gab. Die Laufstrecke erfuhr im Anfangsteil Korrekturen, da die Polizei die Straßen in der Heerstraßensiedlung wegen der freien Zufahrt der Einwohner nicht freigab, dafür wurde aber die Teufelsseechaussee für die Läufer in der gesamten Breite freigehalten.

Der Start des Laufes wurde vom Veranstalter in die Harbigstraße vor dem Stadion verlegt, da das enge Marathontor des Stadions in den letzten Jahren immer zu Staus führte –allerdings verlagerte sich das Problem nur, denn der Waldweg an den Sportplätzen Eichkamp vorbei zur Teufelsseechaussee entwickelte sich zur Staufalle. Die Zusammenlegung der Starts von Halbmarathon, 10 und 5 Kilometer zu einem gemeinsamen Start um 9.00 Uhr führte bei den Teilnehmern zu Irritationen, da diese Änderung nicht alle Teilnehmer rechtzeitig erfuhren – so kam es dann, um alle zur Startlinie zu bewegen, zu einer leichten Startverzögerung.

Die neue Streckenführung brachte die Teilnehmer von der Teufelsseechaussee in die Nähe des Teufelssee, davor war noch die Wende der 5 km Runde, die dann dem Feld auf dem Radweg entgegenliefen. Vor dem Teufelssee ging es leicht bergab, aber man mußte auf dem Weg zum Auerbachtunnel die Strecke über den Schildhornweg natürlich leider wieder Nach “oben“. Der Königs- und der Kronprinzessinnenweg bis zur Wende kurz vor der Havelchaussee für den Halbmarathon kennt wohl jeder Berliner Läufer. Die Abbiegung für die Teilnehmer des 10 Kilometerlaufes war kurz vor dem Auerbachtunnel.

Während das Hauptfeld unterwegs war, hatten die Bambinis im Stadion ihren Auftritt. Zwei verschiedene Läufe gab es. Während die Allerjüngsten eine Runde (ca. 520 m) im Oberteil des Stadion liefen, hatten die Älteren dann 2 Runden zu absolvieren

Der überraschende Sieger bei den Männern Karsten Schiemann (1969) lief ein einsames Rennen an der Spitze. Er stand am Start schon in der ersten Reihe und führte dann vom ersten Meter an und siegte mit 1:11:28 weit vor seinen Verfolgern Michael Gottschalk (1:12:03) und Sven Kersten (1:12:10) beide vom SCC, die beide bis zur Schlußrunde im Stadion zusammenliefen.

Außer daß er aus Hellersdorf stammt war vom Sieger nichts zu erfahren. Äußerst ungewöhnlich in der Berliner Laufszene, denn irgendwie hat man irgendwo schon mal die “Laufschuhe“ gekreuzt und kennt sich untereinander. Der Vierte Wolfram Lutz aus Hamburg war im Vorjahr schon Zweiter und lief jetzt 1:12:22. Pavlos Aslanidis (GRE/Berlin) mit 1:14:52 und Desmond King (IRL/SCC) 1:14:57 kamen in kurzen Abständen ins Ziel.

Veranstalter SCC kam bei den Frauen durch Bianca Meyer überlegen in 1:24:11 zum Sieg, im Vorjahr hatte sie noch den 10 km Lauf gewonnen, vor Lorraine Petula McCarthy (GBR/Wiesbaden) in 1:27:43 und Astrid Forster (Schering) in der gleichen Zeit. Katja Borggrefe (SCC) 1:30:28 und Alexandra Gabrys (Berlin) 1:31:02 belegten die nächsten Plätze auf dem Podium.

Die Siegerzeit von Bianca Meyer war 27 Sekunden schneller als die Zeit der beiden Siegerinnen des Vorjahrs Annette Wolfrom und Kerstin Preßler (beide OSC), die beide im Vorjahr zeitgleich in1:14:39 siegten. Bei den Frauen waren alle Zeiten der diesjährigen ersten Sechs leicht besser, bei den Männern waren die Vorjahresergebnisse war es umgekehrt. Holger Zobries (LC Cottbus), der Sieger lief beim Hitzerennen im Vorjahr 1:09:52, Wolfram Lutz lief damals 1:11:33.

Die Siegerehrungen auf dem Rasen des Mommsenstadions nahm der Marketingleiter von Campina Werner Haerlin vor zusammen mit dem Leiter des SCC-RUNNING Teams Horst Milde. Die Cool Cats sorgten mit fetziger Musik für eine angenehme und lockere Stimmung im Stadion, während Sprecher Marco Guhl die Zuschauer mit den entsprechenden Informationen und Hinweisen versorgte. Die große Videowand des Stadions informierte die Anwesenden mit den wesentlichsten Ergebnissen – während unten die erhitzten Teilnehmer sich nach dem Zieldurchlauf an der erfrischenden Wasserdusche erholen und laben konnten. Campina sorgte auch dafür, daß die Teilnehmer sich noch mit gut schmeckenden Leckereien versorgen konnten

Ergebnisse 21,0975km

1. Bianca Meyer (SCC) 1:24:11
2. L. Petula McCarthy (GBR)1:27:43
3. Astrid Forster (Schering) 1:27:43
4. Petra Schulz (Magdeburg)1:29:29
5. Katja Borggrefe (SCC) 1:30:28
6. Alexandra Gabrys(Berlin) 1:31:02

1. Karsten Schiemann (Berlin) 1:11:28
2. Michael Gottschalk (SCC) 1:12:03
3. Sven Kersten (SCC) 1:12:10
4. Lutz Wolfram (Hamburg) 1:12:22
5. Pavlos Aslanidis (GRE/Berlin) 1:14:52
6. Desmond King (IRL/SCC) 1:14:57

10 km

1. Maria Funk (LG Ost Berlin) 38:49
2. Rosemarie Kössler (SCC) 38:56
3. Lina Böcker (SCC) 42:51
4. Angela Fink (PSV) 43:27
5. Victoria Brandt (BSC) 45:10
6. Steffi Winkler (Berlin) 45:51

1. Volker Lorenz (TuS Sythen) 33:53
2. Egidius Pranckus (SC Brandbg) 36:01
3. Jonas Engler (Berlin) 36:04
4. Rainer Nerlich (SCC) 37:43
5. Jörg Schlegat ( Berliner Filzl.) 38:18
6. Dietmar Behrens (Volkssport) 38:46

Alle Ergebnisse unter: www.berlin-marathon.com

Bilder ab Montag/Dienstag im Netz.


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