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WM-AKTUELL: El Guerrouj, Bekele und Chebii im 5000-m-Finale

Aufeinandertreffen von zwei Goldmedaillengewinnern

28.08.2003

Das Finale über 5000 m der Männer am Sonntag wird ein Krimi. Das gilt auch, obwohl der Jahresweltbeste über diese Strecke, Saif Saaeed Shaheen (Katar), kurzfristig doch auf einen Start verzichtet hat. Der Sieger über 3000 m Hindernis hatte noch tags zuvor seinen Start angekündigt. Shaheen, der bis vor kurzem noch Joseph Cherono hieß und für Kenia lief, will sich möglicherweise auf einen 5000-m-Weltrekordversuch beim IAAF Golden-League-Meeting am Freitag nächster Woche in Brüssel konzentrieren.

Trotzdem kommt es zum Aufeinandertreffen von zwei Goldmedaillengewinnern dieser WM: Kenenisa Bekele (Äthiopien) siegte am Sonntag über 10.000 m und gewann nun seinen 5000-m-Vorlauf in 13:38,03 Minuten. Hicham El Guerrouj (Marokko) hatte noch am Abend vor seinem Vorlauf über 1500 m triumphiert und rannte nun locker als Vierter des zweiten Vorlaufes ins Finale. Hier war Gebre-egziabher Gebremariam (Äthiopien) in 13:32,46 Minuten am schnellsten. Einer, der den beiden Goldmedaillengewinnern dazwischenfunken könnte, ist der Kenianer Abraham Chebii, der als Zweiter des zweiten Laufes ebenfalls keine Probleme hatte.

“Es war nicht leicht, nur einen Tag später wieder zu einem Vorlauf auf die Bahn zu gehen. Ich habe nach dem Sieg nur drei Stunden geschlafen. Es ist eine echte Herausforderung, Kenenisa Bekele zu schlagen – alles ist möglich. Vielleicht gibt es eine Überraschung“, erklärte Hicham El Guerrouj.

Der zweite von insgesamt drei Tagen ohne Lauf-Finalentscheidungen bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften im Stade de France von Paris, hatte auch die Vorläufe über 800 m der Männer im Programm. Dabei qualifizierte sich Rene Herms (Pirna) als Zweiter seines Vorlaufes in 1:45,71 Minuten für den Zwischenlauf am Freitag. Auch Titelverteidiger André Bucher (Schweiz), der Russe Juri Borsakowski und Weltrekordler Wilson Kipketer (Dänemark) erreichten die nächste Runde. Kipketer machte es allerdings sehr spannend, und er hatte Glück. Denn als Zweiter seines Vorlaufes lag er nur eine Hundertstelsekunde vor dem Kanadier Gary Reed – und der schied aus.


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