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Mitteldeutscher Marathon Halle – Leipzig / Licht und Schatten auf dem Weg zu Olympia

genügend Fläche für die ca.800 Inline Skater

02.09.2003

Bereits zum zweiten Mal gab der Veranstalter des Traditionsmarathons von Halle nach Leipzig den Inline Skater die Chance, ihre Sieger über die Halbmarathondistanz zu ermitteln. Während es ja im letzten Jahr mehr Schatten als Licht in diesem Rennen gab, zeigte sich diesmal nicht nur die Sonne von der besten Seite. Nur wenige Wolken trübten ein insgesamt gesehen guten Wettbewerb.

Mit der Auswahl des Mitteldeutschen Flughafens Halle / Leipzig bewies der Veranstalter zunächst ein gutes Händchen, bot das Areal doch genügend Fläche für die ca.800 Inline Skater sich auf dieses Rennen vorzubereiten. (Umziehen, Warm up ect.). Warum dann aber der Start um eine Stunde verschoben werden musste, konnte keiner der Teilnehmer nachvollziehen, riskierte man doch so, dass die Spitze der Speedskater zeitgleich mit den in Halle gestarteten Marathonläufern das Ziel erreichen würden. So mussten die Teilnehmer mit dieser einstündigen Pause vorlieb nehmen und nicht wenige waren dann völlig überrascht, als der Startschuß in großer Hektik endlich fiel.

Sofort setzten sich die Teamfahrer von Salomon, Alan Electronics, FILA, Sportscheck und X-Speed Top Ten an die Spitze des Feldes und rollten auf die erste von 2 Einführungsrunden vor dem Check in Portal des Flughafens. Dank einer sehr umsichtigen Fahrweise aller Top Skater konnten glücklicherweise Kollisionen mit den Freizeitskatern (die an diesem Tag mehr als zwei Drittel der Starter stellten) vermieden werden, als es dann auf die Bundesstraße in Richtung Leipzig ging. Mit dem leicht welligen Profil kamen dabei dann die 3 Salomonfahrer um Tilo Bock am besten zu Recht. Nach einer Attacke durch die beiden „Süddeutschen“ Salomonjungs Sebastian Brucker und Jens Stegmayer beteiligte sich verständlicherweise Saab Salomon Nationalfahrer Tilo Bock nicht an der Nachführarbeit der restlichen Verfolger, so dass die beiden „Ausreißer“ schnell einen Vorsprung von über 20 sek. herausfahren konnten. In der Innenstadt von Leipzig angekommen, löste sich dann Tilo Bock erfolgreich von den Verfolgern und lief zum Salomon Duo auf. Nun machte sich dieses Trio auf, den Sieger vor der Sportarena im Herzen der Olympiabewerberstadt zu ermitteln. Zu dritt liefen sie dann über die Ziellinie und Tilo Bock fügte seinem 2. Platz vom Leipziger Halbmarathon aus dem Frühjahr den 1. Platz an diesem Tag hinzu. Nach der Auswertung des Zieleinlaufes stand dann auch fest, das Sebastian Brucker Platz 2 holte vor Jens Stegmayer, der Dritter wurde.

Bei den Damen, die mit den 3 Favoritinnen Beate Förster (Powerslide), Vorjahressiegerin Tina Strüver (Saab Salomon) und Langstreckenass Maritje Sell (Team FILA Germany) in der ersten Verfolgergruppe der Herren mitliefen, musste einmal mehr der harte Zielsprint über Sieg und Niederlage entscheiden. Die besten Karten hatte dabei natürlich die Hallenserin Tina Strüver, gewann sie doch in diesem Jahr die Bronzemedaille über 500m bei der EM in Italien. Hauchdünn verwies sie am Ende Maritje Sell auf Platz 2 und die Dresdnerin Beate Förster sicherte sich den 3.Platz.

Waren die Straßenverhältnisse in diesem Jahr schon um Längen besser als noch vor Jahresfrist, deckte diese Veranstaltung doch auch zum Teil eklatante Fehler in der Organisation auf. Dabei ist wohl das Unterschätzen der Geschwindigkeit, die Top Skater(innen) entwickeln, der Gravierendste. Einen parallelen Zieleinlauf von Triathleten, Läufern und Speedskatern zu riskieren, spricht da für sich!! Es zeigte sich auch hier einmal mehr, dass Inline Skater gern als zahlende Teilnehmer geduldet werden, ihre Bedürfnisse aber nur sehr unzureichend berücksichtigt werden. (über eine Stunde mit Skates an den Füßen auf seinen Kleiderbeutel zu warten nervte vor allem die vielen Freizeitskater, die etwas länger als die Skaterspitze für den Halbmarathon benötigten)

Am schnellsten im Ziel – dafür am längsten auf ihre Siegerehrung gewartet, so erging es dann den Erstplatzierten bei den Speedskatern. Vor einer dann noch kaum erwähnenswerten Zuschauerkulisse erhielten die Rollencracks ihre Preise und am Ende blieben doch wieder ein paar dunkle Wolken über diese zweite Auflage des Inline Skate Halbmarathons.

Mike Saft

Ergebnisse unter www.championchip.de


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