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Samba im Regen

... oder: eine gelungene Premiere des Skate-Days Bremen!

08.09.2003

Artikel © www.skate-connection.de

Ein von Wolken durchzogener, aber dennoch blauer und sonniger Himmel lockte am Sonntagmorgen über 500 Skate-Interessierte und -Begeisterte ins Veranstaltungs- zentrum des Skate-Day Bremen 2003 im GVZ in Bremen-Woltmershausen.

Das Organisationsteam der Bremer Skate-Connection e.V. hatte neben der Vorbereitung der Rennpiste für die Skater auch ein "Inline-Village" organisiert. Eine Showbühne für Moderation und Partymusik, eine Hüpfburg für die ganz Kleinen und Gastronomie sorgte dafür, dass der Gute-Laune-Pegel der Zuschauer und Skater trotz der teils heftigen Regenschauer im grünen Bereich blieb. Dazu trug auch die Samba-Band Incognito (www.samba-incognito.de) bei. Ihre rhythmischen Klänge bei den Starts und in den "heißen Phasen" des Rennens waren der Grund, dass nicht nur den Sportlern warm wurde.

Der Fitnesslauf

Um 12.00 Uhr standen zunächst 69 Skaterinnen und Skater am Start des 10 km Fitnesslaufs. Hier ging es für viele weniger um den Sieg als darum, die Erfahrung zu machen, wie es in einem Skate-Rennen zugeht, um dann das nächste mal vielleicht den Marathon zu wagen. Das Wetter blieb derweil stabil, und so erreichte der 13jährige Nachwuchsläufer Torben Ketelsen vom Skate-Team-Lübeck in einer tollen Zeit von 20:49,3 min vor Michael Nentwig (21:25,8 min, ebenfalls Skate-Team-Lübeck) und Torben Bütow aus Adendorf (22:21,5 min) das Ziel. Bei den Frauen gewann Julia Liebthal aus Kiel mit einer Zeit von 21:23,4 min vor Andrea Schwarz vom Rissener SV (25:24,1 min) und Birte Günther aus Hamburg (25:27,3 min).

Marathon mit feuchtem Auftakt

Um 13.30 Uhr fiel der Startschuss für die Männer im RAPS Skating-Nordcup-Marathon (es wurde nach dem DRIV-Reglement von den Frauen getrennt gestartet). Um die exakte Distanz von 42,195 km einzuhalten, lag dieser etwa 3 km vom Veranstaltungszentrum entfernt, so dass ab dort sechs volle Runden geskatet werden konnten.

Die 240 Skater wurden von den Fußballprofis des SV Werder Bremen Ludovic Magnin und Markus Daun auf die Reise geschickt. Die Besetzung versprach schon im Vorfeld ein spannendes Rennen. Als Top-Favorit wurde hier der Däne Anders Holm, der in der laufenden Saison in der Schweiz für das Weltcup-Team Rollerblade "Helvetia Patria" den Swiss-Inline-Cup skatet, gehandelt. Jedoch waren auch aus den Niederlanden und Belgien mit Jan-Ronald Wigarda und Luc Bartholomeeussen (beide vom Azzuri Raps National-Team Holland) weitere Top-Skater am Start. Dazu gesellten sich zahlreiche norddeutsche "Lokalmatadoren", sowie starke Skater aus Dänemark und Berlin, die allesamt nicht zu unterschätzen waren. Mit dem Startschuss (hätten wir nicht in den Himmel schiessen sollen?) setzte ein 15-minütiger Platzregen ein, der die Strecke in eine Rutschbahn verwandelte. In der Hektik des Unwetters hatte sich nach ca. 5KM ein Spitzentrio bestehend aus den beiden Skatern des Azzuri-Raps Team Holland, Jan-Ronald Wigarda und Luc Bartholomeeussen, sowie dem Berliner Enrico Würfel vom Team Alan Electronics vom Hauptfeld abgesetzt. Die drei Ausreißer, offenbar alle gute Regenfahrer, trotzten dem Wetter und dem rutschigen Belag und fuhren einen beachtlichen Vorsprung auf die erste Verfolgergruppe um den Dänen Anders Holm heraus. Auch als die Strecke im weiteren Verlauf mehr und mehr abtrocknete, schaffte es diese nicht, eine effektive Verfolgungsarbeit zu organisieren, um die drei Ausreisser zu stellen, deren Vorsprung nach der Hälfte des Rennens mit 3 Minuten am größten war.

Nachdem sie in der vorletzten Runde den tapfer kämpfenden Enrico Würfel aus Berlin (Team Alan Electronics) abgeschüttelt hatten, erreichten Wigarda und Bartholomeeussen die Ziellinie schließlich mit 1:15 Min. Vorsprung. Hier ließ Luc Bartholomeeussen seinem Teamkollegen Jan-Roland Wigarda den Vortritt. Der Holländer gewann in - aufgrund des Regens langsamen - 01:20:10h. Beachtlich auch die Leistung des Berliners Enrico Würfel, der allein einen Vorsprung von 1:30 Min auf die große Verfolgergruppe halten konnte und nach 01:21:58h als dritter ins Ziel kam. Der favorisierte Anders Holm zeigte am Ende des Rennens noch einmal sein Potential und setzte sich in der letzten Runde von der großen Verfolgergruppe ab, um sich den vierten Platz in 01:23:29,9h zu sichern. Bester Bremer wurde in einer Zeit von 01:24:17h Daniel Klose, der unglücklich im Zielsprint der großen Verfolgergruppe agierte und hier nur einen der hinteren Plätze belegen konnte.

Marathon: Frauenkonkurrenz mit Sprintentscheid

Exakt eine Minute nach den Männern starteten die Frauen auf die 42,195km lange Strecke. Auch hier war das Feld stark besetzt. Neben starker lokaler Konkurrenz waren als klare Favoritinnen Maike Thode aus Kiel und die Belgierin Hilde Goovaerts, beide vom Team Barclaycard-Inlion-Girls, am Start. Im Gegensatz zu den Männern blieb die Spitzengruppe der Frauen zusammen. Im Rennverlauf reduzierte sich diese zwar auf sieben Skaterinnen, die Entscheidung wurde aber im Sprint gesucht. Hier arbeiteten die favorisierten Barclaycard-Inlion-Girls perfekt zusammen. Hilde Goovaerts zog den Sprint für Maike Thode an, die in 01:27:04h vor ihrer Teamkollegin gewann. Knapp wurde es im Kampf um den dritten Platz zwischen der im Vorfeld überhaupt nicht beachteten US-Amerikanerin Kimberly Ames und Sylvia Ordowski aus Hannover. Erst die Videoauswertung bestätigte die bereits in der Altersklasse 40 startende Kimberly Ames mit einer Schuhlänge als Drittplatzierte. Beste Bremerin war Yvonne Hommel, die als sechste der Spitzengruppe das Ziel erreichte.

Nach einem, aufgrund der Wetterbedingungen, harten und anstrengenden Rennen lachte den Skatern anschließend wieder die Sonne entgegen. So konnten sich alle Teilnehmer des Skate-Day 2003 an der bestens ausgestatteten und organisierten Teilnehmerverpflegung mit Getränken, Obst, Kuchen und Müsliriegeln versorgen, um zum Abschluss der Veranstaltung die Siegerehrung zu verfolgen.

Die Bremer Skate-Connection e.V. bedankt sich bei allen Teilnehmern und Zuschauern. Vielen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen. Wir werden im nächsten Jahr wieder eine Veranstaltung in Bremen machen, bei der alles das, was bei unserem Debut nicht so gut klappte, besser gemacht wird. Versprochen!


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