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Das Power Walking beim 30. real,- BERLIN-MARATHON

Nicht vergessen zu trinken, gleich von Anfang an

12.09.2003

193 Power Walker haben sich zum 30. real,- BERLIN-MARATHON angemeldet. Sie können dieses Jahr eine noch attraktivere Strecke geniessen.

Warum nennen wir das Walken von langen Strecken wie z.B. einen Marathon "Power Walking" ?

Es gehört schon eine gewaltige Leistung (Power) diese Strecke zu walken, zwischen 4,5 und 6,5 Stunden auf den Beinen zu sein und sich zu bewegen. Auch gehört dazu eine sorgfältige Vorbereitung. Trotzdem wird man von dem einen oder anderen Läufer müde belächelt. Was macht man da? Nicht ärgern, nicht schimpfen, Toleranz walten lassen und ... zurück lächeln, freundlich grüssen - das entwaffnet. „ Wer lächeln gibt, erhält Lächeln zurück“! ! Doch noch ein weiterer Punkt ist mir wichtig. Ob wir nun 5 Minuten früher oder später ins Ziel kommen ist doch gleichgültig, wir treiben diese Sportart für uns, wir müssen uns nicht mit anderen messen, mit anderen im Wettbewerb stehen. Auch nicht mit Sportgehern die sich mit Zeiten unter 4 Stunden profilieren wollen, und dann noch von manchen Zeitungen herausgestellt werden. Da gibt es doch reine Geher Wettbewerbe, warum geht man nicht dorthin oder man misst sich mit den Läufern in deren Feld. Dazu gehört auch wie es in Berlin praktiziert wird, Zeit messen, natürlich mit Chip, aber dann keine Rangfolgenlisten, sondern lediglich eine alphabetische Liste mit Seiten. Das ist auch die Empfehlung des DLV.

Doch auch wir sollten fair bleiben. Da wir ja Walker sind sollten wir auch nicht aus welchen Gründen auch immer, anfangen zu laufen oder zu joggen.

Jetzt bitte nicht sagen das tut keiner. Doch, ich habe es bei mehreren Veranstaltungen gesehen und gerade meine Geschlechtsgenossen sind es die sich hier hervortun! Wollen wir, dass irgendwann „Walkrichter“ eingeführt werden, die einen sauberen Walkstil überwachen (wie bei den Gehern), die aufpassen dass nicht gejoggt wird, keine Hilfsmittel benutzt werden ein oder Abkürzungen wählen (das hat es bei den Läufern schon gegeben - U-Bahn Fahrer!)

„ Fair geht vor“, besonders im Sport.

Zurück zum Marathon selbst:

Nicht vergessen zu trinken, gleich von Anfang an, auch ein Stück Banane essen: Wie gesagt, auch vom Walker wird Leistung erbracht. Geniessen wir die Sehenswürdigkeiten, die Stimmung, die Zuschauer, die Strecke, die Musik, die Anfeuerungen, den wilden Eber, den Schauer der über den Rücken läuft beim Durchwalken des Brandenburger Tores! Ich hoffe Euch alle wieder zu sehen, ohne Verletzung, lächelnd, zufrieden über die erbrachte Leistung, nicht über verlorene Minuten hadernd, im Ziel auf der Strasse des 17. Juni nach dem Sightseeing Walk durch Berlin. Jeder der im Ziel ankommt ist ein Sieger, gleich welche Zeit er oder sie gebraucht haben.

Volker Rose
www.walkingonline.de


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