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Rekorde schon vor dem Start des 30. real,- BERLIN-MARATHON

Für Paul Tergat ist das Ziel klar

22.09.2003

Der 30. real,- BERLIN-MARATHON hat schon vor dem ersten Startschuss fast alle Rekorde gebrochen: Alles zusammen 44.931 Athleten aus 91 Nationen, so viele wie nie zuvor, haben für das größte Sportspektakel der Stadt gemeldet. Diese Zahl teilt sich auf in 35.000 Läufer, 126 Rollstuhlfahrer und 193 Walker, die alle am Sonntag auf der Straße des 17. Juni starten werden. Läufer und Walker starten um 9 Uhr, die Rollstuhlfahrer bereits um 8.45 Uhr.

Zum ersten Mal bereits am Sonnabend findet der real,- BERLIN-MARATHON der 9612 Inline-Skater statt. Die Skater werden damit auch die neue Strecke einweihen, deren Ziel erstmals am Brandenburger Tor sein wird. Der Startschuss für die Skater fällt um 16 Uhr auf der Straße des 17. Juni. Nachdem die letzten am Sonnabend im Ziel sind, findet in Kooperation mit Radio Fritz, dem Jugendsender von RBB, am Brandenburger Tor ein Open-Air-Konzert statt. Unter anderen wurde Kelly Rowland verpflichtet.

"Mit der Zahl der Läufer schließen wir auf zu London, New York und Chicago, den größten Marathonrennen weltweit", sagt Organisationschef Horst Milde. Was die Skater betrifft, ist Berlin schon jetzt die Nummer eins weltweit. “Läufer und Skater an einem Tag ins Rennen zu schicken, das ist organisatorisch nicht mehr machbar“, sagte Horst Milde. Wie in den letzten Jahren in die Sonntags-Veranstaltung integriert ist aber weiterhin der real,- MINI-MARATHON der Schüler. Dieses Rennen über gut 4,2 Kilometer wird mit 6700 Läufern um 8.50 Uhr auf dem Potsdamer Platz gestartet und führt ebenfalls ins Ziel am Brandenburger Tor. Alles zusammen werden damit sogar 51.631 Athleten bei der Jubiläums-Veranstaltung an den Start gehen.

Im Mittelpunkt des real,- BERLIN-MARATHON am Sonntag steht Paul Tergat, der mit der Startnummer 2 ins Rennen gehen wird. Die Verpflichtung des Kenianers ist die hochkarätigste in der Geschichte des real,- BERLIN-MARATHON neben der Olympiasiegerin Naoko Takahashi. Die Japanerin gewann in den vergangenen beiden Jahren. Sie wird dieses Mal allerdings nicht am Start sein, da sich auf die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2004 konzentriert. Dafür muss sie bei einem japanischen Marathonrennen starten.

Für Paul Tergat ist das Ziel klar: Der Kenianer will die flache und daher schnelle Strecke nutzen, um das Jubiläum des real,- BERLIN-MARATHON mit einem Weltrekord zu krönen. Die Bestzeit steht derzeit bei 2:05:38 Stunden und wird gehalten von Khalid Khannouchi (USA). Es gibt nur sehr wenige Läufer, denen man zutrauen kann, diese Marke zu unterbieten. Einer von ihnen ist Paul Tergat. Seine bisherige Bestzeit ist die drittschnellste aller Zeiten, nur zehn Sekunden fehlen ihm zum Weltrekord. Zugleich ist er der zweitschnellste Läufer aller Zeiten, denn nur Khalid Khanouchi rannte bisher zweimal schneller als Paul Tergat. Dennoch wird die Konkurrenz am Sonntag erstklassig sein, denn im Rennen ist auch der Vorjahressieger Raymond Kipkoech. Der Kenianer gewann vor einem Jahr in der Weltklassezeit von 2:06:47 Stunden.

Verglichen zu dem erstklassig besetzten Männerfeld ist das der Frauen in diesem Jahr nicht ganz so stark. Die Japanerin Yasuko Hashimoto könnte für den vierten japanischen Sieg in Reihenfolge in Frage kommen. Aber auch Alina Iwanowa (Russland), die vor gut zehn Jahren als Geher-Weltmeisterin zum Marathon wechselte, und die britische Debütantin Liz Yelling werden zu beachten sein. Die Hoffnung auf einen deutschen Sieg erlosch währenddessen schon eine Woche vor dem Startschuss. Sonja Oberem (Bayer Leverkusen), die EM-Dritte von München 2002, musste verletzungsbedingt passen. Kathrin Weßel (SCC Berlin) kann zwar eine gute Platzierung erreichen, hat aber nicht das Vermögen, das Rennen zu gewinnen.


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