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Mark Milde, der Mann für die Topläufer und das Inline-Skating

Was der BERLIN-MARATHON ist, wusste Mark Milde schon als Kind

25.09.2003

Es waren große Fußstapfen, in die Mark Milde vor einigen Jahren getreten ist. Bis 1997 war Christoph Kopp beim BERLIN-MARATHON für die Verpflichtung der Topathleten zuständig. Und die Ergebnisse des Laufes zeigten: In Deutschland gab es keinen besseren. International anerkannt, war Christoph Kopp eigentlich auch ein idealer Nachfolger für Rudi Thiel, den Meeting-Direktor des Leichtathletik-Sportfestes ISTAF. Doch als dort im Gerangel um Posten vor drei Jahren das große Durcheinander ausbrach, zog Christoph Kopp zurück. Heute ist er als Präsident des Berliner Leichtathletik-Verbandes unter anderem in die Berliner Bewerbung um die Weltmeisterschaften 2009 involviert und nebenher weiterhin für eine Reihe von Straßenläufen als Athletenmanager tätig. Beim real,- BERLIN-MARATHON und den anderen großen Rennen von SCC-RUNNING hat Mark Milde diese Arbeit seit 1998 übernommen.

Was der BERLIN-MARATHON ist, wusste Mark Milde schon als Kind, obwohl das Rennen damals noch im Grunewald stattgefunden hatte. Kein Wunder, schließlich ist sein Vater Horst seit Bestehen des Laufes 1974 der Cheforganisator. Anfang der 80er Jahre war der achtjährige Mark mit seinem älteren Bruder Karsten bereits als Helfer bei der Startnummernausgabe im Einsatz. Später, nachdem auch seine jüngere Schwester Gesine das familien-interne Organisationsteam verstärkt hatte, arbeiteten sie unter anderem an einem Verpflegungspunkt auf der Strecke. Mark Milde wuchs im Laufe der Jahre immer stärker in die Organisationsstruktur des BERLIN-MARATHON hinein.

Parallel erreichte er auch sportlich beachtliche Leistungen. In der Schule lief Mark Milde die 1000 Meter in 2:35 Minuten, als 21-Jähriger bewältigte er den Ironman-Triathlon von Roth (3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren, Marathonlauf) in 11:22 Stunden. Seine Marathon-Bestzeit von 2:50:36 Stunden erreichte er in Kopenhagen. Ein Start in Berlin war aufgrund der organisatorischen Tätigkeit nicht möglich, doch dafür lief er zum Beispiel die Klassiker in Boston und New York.

Die eigenen, sportlichen Erfahrungen brachte Mark Milde in das Marathon-Organisationsteam ein. Er war es, der 1995 die wichtige Getränkeversorgung der Spitzenathleten an den Verpflegungspunkten optimierte. Topathleten die in Berlin an den Start gingen, konnten fortan sicher sein, dass ihr Rennen nicht aufgrund einer verpassten Getränkeflasche und der fehlenden Flüssigkeitszufuhr ruiniert wird. Jeder Topathlet hat seinen eigenen Helfer, der ihm notfalls eine verpasste Flasche mit dem Rad hinterher bringt.

Eine ganz andere Dimension hatte eine andere Idee von Mark Milde: Er initiierte das Rennen der Inline-Skater, die seit 1997 in den real,- BERLIN-MARATHON integriert sind. “Als das Skaten immer populärer wurde, kam die Überlegung: Das könnte gut passen zu einem Straßenlauf“, erinnert sich Mark Milde. Inzwischen ist der Berliner Skating-MARATHON der größte der Welt. Zum ersten Mal findet das Rennen mit fast 10.000 Startern jetzt schon einen Tag früher am Sonnabend statt. “Wir wollen den Skatern ihre eigene Bühne geben. Die Sportart hat es verdient, herausgestellt zu werden“, sagt Mark Milde.

Auch am sowohl sportlich als auch finanziell größten Coup in der Geschichte des real,- BERLIN-MARATHON hatte Mark Milde den entscheidenden Anteil. Vor zwei Jahren verpflichtete er Japans Olympiasiegerin Naoko Takahashi. Zwanzig Jahre lang hatten die besten Läuferinnen der Welt vergeblich versucht, einen Marathon unter 2:20 Stunden zu rennen. Naoko Takahashi schaffte es in Berlin. Sie lief 2:19:46 Stunden, kam ein Jahr später zurück und siegte erneut in einer erstklassigen Zeit. Das vermeintlich unbezahlbare Startgeld sicherte Milde Junior mit einem zusätzlichen Fernsehvertrag ab. Der real,- BERLIN-MARATHON war live in Japan zu sehen, was wiederum enorme Publicity bedeutete und zusätzliche Sponsoren lockte. Auf der Startnummer erschienen neben dem deutschen Titelsponsor real,- auch japanische Schriftzeichen. So steigerte die Verpflichtung Naoko Takahashis den Umsatz des real,- BERLIN-MARATHON in den vergangenen beiden Jahren um insgesamt rund zwei Millionen Dollar. Am Sonntag hat er wieder einen Trumpf im Feld: den Kenianer Paul Tergat, der das Potenzial hat, den Weltrekord zu brechen.


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