42. BMW BERLIN-MARATHON am 27. September 2015

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Skate-Hauptstadt Berlin: Am Samstag rollt die gesamte Weltelite

Die über 9.000 Teilnehmer bieten Breiten- und Spitzensport

25.09.2003

474 Teilnehmer waren beim ersten BERLIN-MARATHON der Speed-Skater am Start. Mit 9.612 gemeldeten Teilnehmern ist der 30. real,- BERLIN-MARATHON sieben Jahre später nicht nur die größte Sportveranstaltung dieser Art auf der Welt, sondern auch der erste Stadtmarathon, der die Skater in einer eigenen Veranstaltung einen Tag vor den Läufern ins Rennen lässt. Mit dem Start am Samstag den 27.9. um 16 Uhr erhalten die Inline-Skater zum 30-jährigen Jubiläum des BERLIN-MARATHON erstmals eine eigene Veranstaltung und die einmalige Chance die Öffentlichkeit für sich zu gewinnen.

Alle Top-Teams und Top-Skater am Start

Die über 9.000 Teilnehmer bieten Breiten- und Spitzensport gleichermaßen. Am Start sind die besten Speed-Skater der Welt. Berlin ist der 10. und, durch den Ausfall von Rom, der letzte Austragungsort des FIRS WOLD INLINE CUP 2003. 15 Teams sind Teilnehmer dieses Cups und nahezu alle Top-Skater fahren in Berlin um die letzten und entscheidenden Weltcup-Punkte. Skater-Legende Chad Hedrick (USA, Hyper RaceTeam) mehrfacher Skate Weltmeister und BERLIN-MARATHON-Gewinner von 2000 ist ebenso am Start wie die Vorjahressieger und Favoriten des Roller Inline-World Cup Andrea Haritchelhar (ARG,Roces International), und Massimiliano Presti, (ITA, Saab Salomon World Team). Für Tempo und Druck auf dem abwechslungsreichen Straßenkurs sorgen auch der Berlin-Gewinner und Streckenrekordinhaber Tristan Loy (1999, Zeit: 1:01:08h), Arnaud Giquel (2001, Zeit: 1:04:17h) und Vorjahresgewinner Juan Carlos Betancur (COL, 2002, Zeit:1:04:44). Andrea Haritchelhar stellt sich in Berlin der Streckenrekordinhaberin und Berlin-Gewinnerin von 2000 und 2002 Angele Vaudan (FRA, Rollerblade, Streckenrekord 2000: 1:08:29h). Caroline Lagrée (Saab Salomon World Team, Berlin-Siegerin 1998) und Sheila Herrero (ESP, Verducci International, Berlin-Gewinnerin 2001) werden der Top-Favoritin ein hartes Rennen bereiten. Teilnehmer aus insgesamt 41 Nationen unterstreichen den internationalen Charakter.

Lokalmatadore rollen in Kompanistärke

Bei der nationalen Elite ragen besonders die frisch gebackenen Gewinner des Jever Blade Challenge 2003 heraus, der wichtigsten deutschen Rennserie. Das sind bei den Damen JBC-Gewinnerin Hilde Goovaerts (Belgien, Team Barclaycard Inlion), Dorothee Schaupp (JBC-Gesamt 2., Darmstadt, Team Powerslide) und Michaela Neuling (JBC Gesamt 3., Gera, Team Rollerblade). Bei den Herren rollt JBC-Gesamtsieger Christoph Zschätzsch (Groß-Gerau; Team FILA) mit Bruder Benjamin Zschätzsch (JBC-Gesamt 2., Groß-Gerau; Team FILA) gegen Nico Wieduwilt (JBC-Gesamt 3., Gera, Team Rollerblade) die Plätze. Nicht zu vergessen die starke lokale Konkurrenz. In auffälligen Grün,orange-Silber tritt die Speedskater Abteilung des SCC Berlin an. Das XSpeed Team, vertreten in Kompaniestärke, das auch bei der Rennorganisation den Veranstalter SCC-Running tatkräftig unterstützt hat, liefert sich wieder ein spannendes Kräftemessen mit den Skatern des Berliner TSC, BSV und SV Preussen. Einen besonderen Fahrservice gibt es in Zusammenarbeit mit dem SCC XSpeed Team und den “Experts in Speed“ auch in diesem Jahr. Erfahrene Speedskater lotsen als “Marathon-Guides“ Gruppen von bis zu 10 Teilnehmern bei Zielzeiten von 1:15 h bis 1:45 h sicher ins Ziel. (Infos: www.experts-in-speed.de, oder auf der Marathonmesse, Halle 22a, Stand 62). Ein Service, der sich schon in den Vorjahren bewährt hat und besonders Fahrern ohne Team das richtige Gruppenfeeling vermitteln kann.

Fällt der Streckenrekord?Wenn die neue Strecke hält was sie verspricht, und die Straße trocken bleibt, dann ist der 1 Stunden-Rekord in Gefahr. Die Veranstalter haben jedenfalls alles dafür getan, dass die Skater sich ein spannendes Rennen liefern können. Für maximale Sicherheit am Start werden die über 9.000 Starter in 8 Blöcken, gestaffelt nach Leistung auf die Strecke geschickt. Die Damen-Elite rollt, um das Drafting-Verbot (Windschatten fahren) durch die Herren Elite zu gewährleisten auf den ersten 2,5 Kilometer auf getrennten Fahrbahnseiten. Den Zuschauern wird sich auf der Strecke wieder das faszinierende Bild der bunten, im Gleichschritt rollenden Züge bieten. Abdruck und Haltung deuten auf die enge Verwandschaft zum Eisschnellauf hin. Allerdings stellen die Dynamik der Rennen in den Massenfeldern mit ihren schnellen Tempowechseln weitere Ansprüche. Auf der Straße ist Ausdauer und Sprintfähigkeit gleichermaßen gefragt. In enger Verwandtschaft zum Radsport versuchen die Teams durch ausgeklügelte Taktik, Windschattenfahren, Zwischensprints und Ausreißversuche ihre Top-Fahrer in die beste Ausgangsposition für den Zielsprint zu bringen. Wird der Endspurt angezogen, dann zerstauben die Züge explosionsartig. Bei Geschwindigkeiten bis zu 50 Stundenkilometern rauschen in Sekundenbruchteilen 50 und mehr Fahrer über die Ziellinie. Der Sieger liegt nicht selten nur um Bruchteile eines Rollendurchmessers vorn und kann nur durch Zielfotoentscheid ermittelt werden. Auch im Ziel geht die Sicherheit der Skater vor. Deshalb ist das Ziel des Inline-Rennens am Samstag auf Höhe des Hotel Adlon schon vor dem Brandenburger Tor. Gefährliche Engpässe bei der Tordurchfahrt treten so erst gar nicht auf, die Skater rollen entspannt durchs Tor und können den Höhepunkt der Strecke, die Fahrt durchs Brandenburger Tor optimal genießen.

600 sorgen für SicherheitÜber 600 Ordner sorgen am Samstag für einen reibungslosen Ablauf und maximale Sicherheit an den wenigen Gefahrenpunkten. Um den Verkehr besonders auf den Haupt-Einkaufsstrassen nicht übermäßig zu belasten weichen die Skater an einigen Stellen (Hermannplatz, Kurfürstendamm, Potsdamer Straße am Potsdamer Platz vom Kurs der Marathon-Läufer ab. Trotzdem bleiben die wichtigsten Punkte, der Sightseeing Tour durch Berlin erhalten. Viel Zeit zum Sightseeing bleibt aber für kaum einen der Teilnehmer. Das sportliche Niveau ist auch auf den hinteren Rängen hoch. Fast 1.000 Skater haben im Vorjahr die Marathondistanz in weniger als 90 Minuten bewältigt. Das entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 30 km/h. Ein Gefahrenpunkt des Vorjahres der zu zahlreichen Stürzen geführt hat wurde ebenfalls entschärft. Zusätzliche Zeitnehmermatten, die sich durch mangelhafte Verklebung gelöst und die Spitzengruppe der Skater zu Fall gebracht hatten. Am Samstag wird es nur noch eine Zeitnahme außer im Start und Ziel geben bei KM 21,095 auf der Halbmarathondistanz.

Doppelte Frauenpower

Über eine Zahl sind die Inline-Skater wieder besonders stolz: 36 Prozent, 3.460 der 9.612 Starter sind Frauen. Von solchen Zahlen Träumen die Marathonis immer noch – dort sprinten gerade mal 18 Prozent Athletinnen mit.


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