42. BMW BERLIN-MARATHON am 27. September 2015

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Rennbericht Inline-Skate real,- BERLIN-MARATHON

27.09.2003

Dies ist eine Aufzeichnung der Live Berichterstattung zum Inline-Skate real,- BERLIN-MARATHON

Das erste seperate Inline-Skater-Rennen beim real,- BERLIN-MARATHON ist auf der Straße des 17. Juni gestartet. Das Rennen der 9.612 Skater begann ohne Komplikationen. Der größte Skater-marathon der Welt ist auf dem Weg durch die Stadt.

Im Feld der Inline-Skater sind 3460 Frauen, das sind 36 Prozent der Teilnehmer.

Etwa 100 Meter zurück folgen die besten Frauen.

5 km: Es wird sehr hohes Tempo gefahren, trotzdem ist eine große Gruppe von Skatern an der Spitze, es sind bis zu 120 Athleten.

Eine Gruppe von fünf bis sechs Skatern versucht sich vom Feld zu lösen, dieser Versuch scheint aber nicht zu gelingen. Angesichts der großen Zahl von Weltklasseathleten lassen die individuellen Teams Ausreißversuche eher nicht zu.

Das Tempo bleibt unverändert hoch, der Vorsprung der großen Spitzengruppe wächst. An der Reinhardtbrücke am Reichstag stehen viele Zuschauer, die die Skater anfeuern.

Die Taktik bei den Skatern ist zu vergleichen mit der der Radfahrer. Jedes Team entscheidet vor dem Start, welcher der derzeit stärkste Fahrer ist, der dann entsprechend unterstützt wird.

16 km: Die Startnummer T1 liegt in Führung, es ist der französische Vorjahressieger Juan Carlos Betancur. Sein Vorsprung beträgtallerdings nur wenige Meter.

Die Skater sind in Neukölln, und es zeichnet sich ein spannender Team-Wettkampf ab. Betancur, der kolumbianische Vorjahressieger, startet für Saab Salomon. Doch auch das Rollerblade-Team ist an der Spitze dabei. Es scheint unmöglich, dass Betancur den kleinen Vorsprung wird lange halten können.

Das Tempo im Rennen ist unverändert hoch, vielleicht kann der Streckenrekord von Tristan Loy (Frankreich), der 1999 in 61:08 Minuten gewann, fallen.

Ein weiterer Topfahrer ist an der Spitze zu erkennen: Es ist Baptiste Grandgirard (Frankreich), der für das Fila-Team startet.

HALBMARATHON-MARKE: Die Spitze passiert diese Marke bei 21,0975 km nach 30:47 Minuten. Das ist eine Top-Zwischenzeit. Wenn das Wetter trocken bleibt, und danach sieht es aus, ist eine hervorragende Endzeit möglich, denn die zweite Hälfte wird erfahrungsgemäß schneller gefahren als die erste.

Ein international eher unbekannter Schweizer Fahrer hatte sich zwischenzeitlich abgesetzt, doch mit einer erneuten Tempoverschärfung holte ihn die Spitzengruppe wieder ein.

Besonders an den Kurven stehen viele Zuschauer. Hier geht es heiß her, wenn sich die Skater in Kurve legen. Das sieht spektakulär aus. Bis jetzt lief trotz des Tempos alles glatt, zumindest an der Spitze gab es keine Stürze.

Gefahren wird an der Spitze teilweise in Schlangenlinien, aus taktischen Gründen, um den Gegnern die Möglichkeit des Windschattenfahrens zu nehmen.

28 km: Tristan Loy vom VW Sport XX-Team hat sich in einem erneuten Ausreißversuch etwas absetzen können. Drei weitere Skater sind mit ihm an der Spitze unterwegs. Der Vorsprung dieser Gruppe beträgt immerhin 80 bis 90 Meter.

Doch das Feld mit den Favoriten reagiert. Loy ist schließlich ein ernstzunehmender Konkurrent. Er ist der Streckenrekordler. Die Top-Teams wechseln sich mit der Tempoarbeit ab.

Der US-Superstar Chad Hedrick (Hyper Race Team)hält sich noch zurück. Er fährt im Feld und lässt seine Team-Mitglieder arbeiten.

Auch in Zehlendorf und Wilmersdorf stehen viele Zuschauer an der Strecke und feuern die Inline-Skater an.

34 km: Tristan Loy ist schon wieder eingefangen. Es gibt immer wieder Ausreißversuche in einem Rennen mit Hochspannung.

Das Rennen wird zumindest phasenweise taktisch, wenn die Top-Teams wieder Schlangenlinien fahren. Dadurch leidet das Tempo etwas.

Wann immer Ausreißer wieder eingefangen werden, macht das Feld kurze Tempo-Pausen. Langsam wird man sich auf einen großen Endspurt am Brandenburger Tor vorbereiten.

37 km: Das Feld taktiert. Ausreißversuche werden nicht mehr geduldet.

Der Streckenrekord scheint nicht mehr möglich, eher eine Zeit um 62 Minuten, denn an der Spitze werden wieder Schlangenlinien gefahren.

40 km: Ausreißversuche gibt es nicht mehr. Es wird einen großen Sprint geben. 60 bis 70 Fahrer sind in der Spitzengruppe. Sie werden in Kürze den Sieger ermitteln am Brandenburger Tor.

Die Skater bereiten sich auf einen großen Spurt vor auf der Zielgeraden. Die Top-Fahrer werden in Position gebracht.

Der erste Sieger des real,- BERLIN-MARATHON 2003 heißt Juan Carlos Betancur (Kolumbien).Die Siegzeit ist noch inoffiziell: 61:50 Minuten

Juan Carlos Betancur schaffte es als erster beim real,- BERLIN-MARATHON zum zweiten Mal in Folge zu gewinnen.

Siegzeit korrigiert: 62:05 Minuten

Tausende von Zuschauern jubelten auf der Zielgeraden Unter den Linden den Skatern zu. Das Inline-Skater-Rennen scheint ein großer Erfolg zu werden.

"Ich bin stolz darauf, das größte Skater-Marathon-Rennen der Welt gewonnen zu haben", sagte Julie Glass nach einem kompletten US-Erfolg. Die ersten drei Skaterinnen kamen aus den USA.

1. Julie Glass (USA) 1:11:20 (inoffiziell) 2. Jessica Smith (USA) 3. Theresa Cliff (USA) 4. Laura Lardani (Italien)

Männer - Offizielle Resultate:

1. Juan Carlos Betancur 62:03 (Kolumbien / Saab Salamon World Team) 2. Massimiliano Presti 62:03 (Italien / Saab Salomon Wolrd Team) 3. Diego Rosero 62:03 (Kolumbien / Hyper Race Team) 4. Chad Hedrick 62:03 (USA / Hyper Race Team) 5. Jorge Botero 62:03 (Kolumbien / Rollerblade World Team)

BESTER DEUTSCHER:

16. Christoph Zschaetzsch (Fila Men International) 62:04

RESULTATE FRAUEN:

1. Julie Glass 1:11:28 USA Verducci International 2. Jessica Smith 1:11:28 USA Verducci International 3. Theresa Cliff 1:11:28 USA Verducci International 4. Laura Lardani 1:11:28 Italien Rollerblade World Team

15. Michaela Neuling 1:11:29 Deutschland


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