42. BMW BERLIN-MARATHON am 27. September 2015

Weitere Veranstaltungen

News

34. ING New-York-City-Marathon

Margaret Okayo läuft Weltklassezeit und Streckenrekord, Martin Lel gewinnt vor drei weiteren Kenianern

02.11.2003

Es waren die Männer, die bei den beiden ersten Marathon-Klassikern des Herbstes für die Schlagzeilen gesorgt hatten: Erst rannte Paul Tergat in Berlin einen Weltrekord mit 2:04:55 Stunden, dann stellte sein Landsmann Evans Rutto (Kenia) in Chicago einen inoffiziellen Debüt-Weltrekord mit 2:05:50 Stunden auf. Doch beim Marathonspektakel von New York, stellte nun eine Frau die Leistungen der Männer in den Schatten: Margaret Okayo gewann den 34. ING New-York-City-Marathon in der hochklassigen Kursrekordzeit von 2:22:31 Stunden. Bei ihrem zweiten Triumph in New York verbesserte die 27-jährige Kenianerin ihre eigene vor zwei Jahren gelaufene Kursbestzeit (2:24:21) um fast zwei Minuten. Schnellster Mann bei dem Marathonspektakel vor einem Millionenpublikum am Straßenrand war ebenfalls ein Kenianer: Martin Lel, der Halbmarathon-Weltmeister, rannte im zweiten Marathon zum ersten Sieg in 2:10:30 Stunden. Der 25-Jährige gewann vor dem Vorjahressieger Rodgers Rop (2:11:11) und einem weiteren Kenianer, Christopher Cheboiboch (2:11:23). Über 30.000 Läufer waren auf der Verrazano-Narrows-Bridge an den Start gegangen.

Auf der anspruchsvollen New Yorker Strecke zeigt die Leistung von Margaret Okayo, dass sie in der Lage sein müsste, auf einem flachen Kurs unter 2:20 Stunden zu laufen. Für die famose Leistung bei warmen Temperaturen von bis zu knapp 20 Grad Celsius wurde die Kenianerin reichlich entlohnt: 100.000 Dollar gab es für den Sieg plus einen Smart, für die hervorragende Zeit kamen nochmals 60.000 Dollar hinzu.

Margaret Okayo, die mit ihrer persönlichen Bestzeit von 2:20:43 Stunden (2002) auch den Streckenrekord des Boston-Marathons hält, rannte von Beginn an an der Spitze des Feldes. Die Frauen, die in New York zum ersten Mal so viel früher als die Männer gestartet waren, dass die schnellsten von ihnen nicht mehr eingeholt wurden und damit ein separates Rennen liefen, hatten 5 km mit Okayo an der Spitze nach 17:32 Minuten passiert. Danach wurde das Rennen schneller. Nach 34:10 Minuten passierten die Frauen mit der Mexikanerin Adriana Fernandez an der Spitze die 10 km, bei 20 km lag kurzzeitig Firaya Sultanowa-Zhdanowa (Russland/68:18) vorne. Die erste Hälfte wurde nach 1:12:04 Stunden passiert, und nun sollte es noch schneller werden. Okayo, die in diesem Jahr in Boston Vierte gewesen war, setzte sich an die Spitze, forcierte das Tempo und lief zwischen 25 und 30 km (1:26:07 und 1:42:20 Stunden) den schnellsten 5-km-Abschnitt des Rennens mit 16:13 Minuten. Damit hatte sich Okayo knapp zehn Sekunden vor Catherine Nedereba gesetzt. “Ich habe das Tempo verschärft, um zu sehen, ob die anderen mir folgen würden“, erklärte die Siegerin später.

Ndereba hatte erste Ende August den WM-Marathon in Paris gewonnen und war trotz des kurzen Abstandes in New York an den Start gegangen. “Ich habe mehr darauf geachtet, wie sich mein Körper fühlt als auf die Gegnerinnen“, sagte Ndereba, während die Siegerin meinte: “Ich war mir bis zuletzt nicht sicher, ob die anderen noch einmal von hinten kommen würden.“ Doch sie hielt das Tempo hoch. Ndereba kam nicht mehr heran und fiel am Ende noch deutlicher zurück. Allerdings lief auch die 31-jährige Weltmeisterin eine für New Yorker Verhältnisse hervorragende Zeit von 2:23:04. Und auch die drittplatzierte Kenianerin Lornah Kiplagat, die inzwischen für die Niederlande startet, blieb in 2:23:43 noch unter dem alten Streckenrekord. Gefragt, ob nun die Olympischen Spiele ihr nächstes Ziel seien, erklärte Margaret Okayo: “Ich weiß nicht, ob ich gegen Paula Radcliffe oder Naoko Takahashi gewinnen könnte – aber ich würde es gerne versuchen.“

Bis in die Schlussphase des Rennens spannend blieb der Kampf um den Sieg bei den Männern. Sie waren von Beginn an verhältnismäßig langsamer unterwegs. Nach einer 10-km-Zwischenzeit von 31:07 Minuten, erreichte eine große Gruppe die Halbmarathonmarke nach 65:39 Minuten. Längst vorbei war zu diesem Zeitpunkt das Rennen für den Spanier Julio Rey. Der WM-Zweite war am 5-km-Verpflegungspunkt unglücklich umgeknickt und musste verletzt aufgeben.

Einer der Tempomacher, Jackson Kipngok (Kenia), führte das Feld dann durch die 25-km-Marke (1:18:12). Danach sorgte der Vorjahressieger Rodgers Rop, der zur Detmolder Trainingsgruppe von Manager Volker Wagner und Tegla Loroupe gehört, für eine Tempoverschärfung, die die große Gruppe auseinander riss. Vier Kenianer konnten Rop noch folgen: Neben dem späteren Sieger Lel waren es Elly Rono, Rops Trainingspartner Christopher Cheboiboch und Laban Kipkemboi, der unter anderen mit dem Chicago-Sieger Evans Rutto bei Dieter Hogen trainiert hatte. Doch Kipkemboi hatte sich im Vorfeld leicht verletzt und fiel dann auch als erster zurück. Nur einen wurde Rodgers Rop nicht los: Martin Lel.

Erst auf der letzten Meile vor dem Ziel im Central Park fiel dann die Entscheidung. Rodgers Rop wurde müde und fiel zurück. Martin Lel, der vor einem Jahr beim Venedig-Marathon in 2:10:02 Stunden Zweiter gewesen war, lief nur 29 Tage nach seinem Halbmarathon-WM-Sieg zu einem zweiten großen Triumph. Er gewann neben der Siegprämie und dem Auto allerdings nur noch 8.000 Dollar als Zeitprämie.

Ergebnisse, Männer:

1. Martin Lel (KEN) 2:10:30, 2. Rodgers Rop (KEN) 2:11:11, 3. Christopher Cheboiboch (KEN) 2:11:23, 4. Ely Rono (KEN) 2:11:21, 5. Alberico Di Cecco (ITA) 2:11:40, 6. Ottavio Andriani (ITA) 2:13:10, 7. David Makori (KEN) 2:13:20, 8. Laban Kipkemboi (KEN) 2:13:55, 9. John Kagwe (KEN) 2:14:08, 10. El Arbi Khattabi (MAR) 2:15:10.

Frauen:

1. Margaret Okayo (KEN) 2:22:31, 2. Catherine Ndereba (KEN) 2:23:04, 3. Lornah Kiplagat (NED) 2:23:43, 4. Ludmila Petrowa (RUS) 2:25:01, 5. Ljubow Denisowa (RUS) 2:25:59, 6. Joyce Chepchumba (KEN) 2:26:07, 7. Susan Chepkemei (KEN) 2:29:06, 8. Adriana Fernandez (MEX) 2:32:10, 9. Olivera Jevtic (YUG) 2:32:30, 10. Sylvia Mosqueda (USA) 2:33:11.


Weitere News

20.11.2014 Anmeldestart für den BMW BERLIN-MARATHON Inlineskating
20.11.2014 Ergebnisse des Losverfahrens zum 42. BMW BERLIN-MARATHON liegen vor
19.11.2014 Der Film zur 22. TÜV Rheinland Berliner Marathon-Staffel
16.11.2014 Favoritensiege bei der 22. TÜV Rheinland Berliner Marathon-Staffel

Noch mehr News finden Sie in unserem Newsarchiv

Sponsoren des 42. BMW BERLIN-MARATHON BMW Adidas AOK TAGHeuer Holiday Inn Erdinger Alkoholfrei Wobenzym plus Here Maps Germanwings

Anzeige

Anzeige