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Naoko Takahashi muss um Olympia-Ticket zittern

Für Naoko Takahashi wird es nun extrem eng

15.12.2003

Naoko Takahashi, die zweimalige Siegerin des real,- BERLIN-MARATHON, muss um die Nominierung für den olympischen Marathonlauf in Athen 2004 zittern. Die Japanerin würde an der historischen Stätte in Griechenland als Titelverteidigerin antreten. Sie gewann in Sydney 2000 Gold und lief dann beim real,- BERLIN-MARATHON 2001 als erste Frau unter 2:20 Stunden (2:19:46). Doch nun ist ihr Marathon-Comeback in Tokio nach einer längeren Verletzungspause missraten.

Als große Favoritin war die 31-jährige Japanerin in Tokio angetreten. Die einzige Frage schien im Vorfeld zu sein, wie schnell ihre Siegzeit werden würde. Doch Naoko Takahashi lief nicht als Erste ins Ziel. Statt dessen brach sie auf den letzten zehn Kilometern sehr stark ein, so dass die Äthiopierin Alfenesh Alemu sie noch überholen konnte und schließlich in 2:24:47 Stunden gewann. Takahashi, die für den 5-km-Abschnitt von 35 zu 40 km 20:17 Minuten lang unterwegs war (für ihre Verhältnisse ist das fast Walking), kam schließlich nach 2:27:21 Stunden ins Ziel. Es war die zweitschlechteste Marathon-Zeit ihrer Karriere.

Zugleich ging eine große Siegserie zu Ende. Seit 1998 hatte Naoko Takahashi sechs Marathon-Rennen in Folge gewonnen: Nagoya 1998, die Asien-Spiele 1998, Nagoya 2000, die Olympischen Spiele 2000 sowie zweimal den real,- BERLIN-MARATHON, 2001 und 2002. Ab Kilometer 28, erklärte Takahashi später, habe sie Probleme im Bein bekommen. “Am Ende fühlte es sich taub an“, sagte Japans Marathon-Star.

Für Naoko Takahashi wird es nun extrem eng mit der Olympia-Qualifikation – es sei denn, Japans Verband kommt seinem Aushängeschild entgegen. Nachdem Mizuki Noguchi ihren Startplatz in Athen bereits mit Platz zwei bei der WM gesichert hatte, sind nur noch zwei Tickets zu vergeben. In Osaka im Januar rennen zwei weitere japanische Weltklasseläuferinnen um ihre olympische Startchance, Masako Chiba und Yoko Sibui. Anfang März findet dann das letzte Qualifikationsrennen in Nagoya statt. Es wird eng für Naoko Takahashi, denn die Vorbereitungszeit ist kurz.

Während der Tokio-Marathon ein reines Frauen-Eliterennen war, ist der Fukuoka-Marathon den Männern vorbehalten. Hier gab es einen japanischen Dreifach-Triumph: Tomoaki Kunichika gewann in 2:07:52 Stunden mit nur drei Sekunden Vorsprung auf Toshinari Suwa. In 2:07:59 lief dann Toshinari Takaoka ins Ziel. Zum ersten Mal blieben drei Japaner in einem Rennen unter 2:08 Stunden, außerdem war es der erste Dreifach-Triumph in Fukuoka für Nippon seit 1991.


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