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Eiskalter Sieg für Naoko Sakamoto beim Osaka-Marathon

Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt

26.01.2004

Das hochklassigste olympische Qualifikationsrennen für Japans Weltklasse-Marathonläuferinnen endete mit einem Sieg von Naoko Sakamoto. Damit dürfte die Marathon-WM-Vierte von Paris 2003 ihren Platz in Japans prestigeträchtigem Team für Olympia in Athen im August sicher haben. Als WM-Zweite ist zudem Mizuki Noguchi automatisch qualifiziert. Wer den dritten Platz besetzen wird, erscheint auch nach dem Osaka-Marathon nicht klar.

Bei schwierigen Wetterbedingungen – Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt und einem eiskalten Wind – lief Naoko Sakamoto mit 2:25:29 Stunden eine gute Zeit. Zweite wurde Masako Chiba, die noch bei der WM in Paris vor Sakamoto auf Platz drei gerannt war, in 2:27:38. Zwei Sekunden zurück lag im Kampf um das mögliche dritte Olympia-Ticket Hiromi Ominami mit 2:27:40. Ob allerdings Chiba nominiert wird, ist längst nicht sicher.

Denn schließlich ist auch noch Naoko Takahashi im Rennen. Die Olympiasiegerin von Sydney 2000 würde als Titelverteidigerin nach Athen reisen. Sie konnte allerdings in ihrem letzten Rennen nicht überzeugen. In Tokio wurde sie im Dezember in 2.27:21 Stunden Zweite. Der Nagoya-Marathon ist am 14. März das letzte Qualifikationsrennen. Aber denkbar ist sicherlich auch, dass Takahashi unter dem Vorbehalt eines Leistungsnachweises über eine kürzere Distanz nominiert wird.

Das Rennen in Osaka war von Taktik geprägt und daher lange Zeit langsam. In dem Lauf, in dem mit Yoko Shibui (2:21:22), Masako Chiba (2:21:45) und Naoko Sakamoto (2:21:51) drei Läuferinnen Bestzeiten von unter 2:22 Stunden hatte, war die erste Hälfte nach 1:15:34 Stunden zurückgelegt. Danach allerdings begann das Rennen – und die zweite Hälfte lief Sakomoto in 1:09:55.

Es war zunächst Masako Chiba, die das Tempo forcierte nach der ersten Hälfte forcierte. “Ich wollte eigentlich erst bei 30 km forcieren, aber in diesem Augenblick war mir klar, dass ich mitgehen musste“, erklärte Sakamoto später. Zunächst konnten auch noch Shibui, die später noch weit zurückfiel, und Ominami mithalten. Doch als Sakamoto das Tempo hoch hielt, war sie schnell deutlich in Führung. Im Gegensatz zu früheren Rennen, wie bei der WM in Paris, wurde sie am Ende nicht langsamer. Rund 1000 Trainingskilometer im Monat haben Naoko Sakamoto stark gemacht.

Pech hatte einmal mehr Sonja Oberem (Bayer Leverkusen). Die über viele Jahre beste deutsche Marathonläuferin hat ihre Leistenprobleme, die schon einen Start beim real,- Berlin-Marathon verhinderten, immer noch nicht ganz überwunden. Mit Schmerzen lief sie schließlich nach 2:42:55 Stunden auf Platz 19 ins Ziel. “Ich habe die Hoffnung auf Olympia noch nicht aufgegeben, aber erst einmal will ich gesund werden“, erklärte Sonja Oberem.


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