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Mockenhaupt wieder vor Mikitenko bei den Deutschen Hallenmeisterschaften

Am Ende bewies die 23-Jährige, dass sie in dieser Hallensaison in guter Form ist

22.02.2004

Auch die zweite Auflage des 3000-m-Duells von Dortmund ging an Sabrina Mockenhaupt. Die 23-jährige Läuferin der LG Sieg hatte vor einigen Wochen bereits überraschend die acht Jahre ältere, routinierte Irina Mikitenko (Eintracht Frankfurt) beim Leichtathletik-Meeting in Dortmund geschlagen. Damals lief sie mit 8:46,02 Minuten die deutsche Jahresbestzeit und unterbot damit ebenso wie die zweitplatzierte Mikitenko die Norm für die Hallen-Weltmeisterschaften, die in zwei Wochen in Budapest stattfinden. Jetzt, am ersten Tag der Deutschen Hallenmeisterschaften in Dortmund, hatte wieder Sabrina Mockenhaupt die Nase vorne.

Es war zwar Irina Mikitenko, die von Beginn an die Initiative ergriff und für Tempo sorgte. Doch in der Mitte des Rennens drosselte sie deutlich und so lange, bis schließlich Sabrina Mockenhaupt die Führungsarbeit übernahm. Am Ende bewies die 23-Jährige, dass sie in dieser Hallensaison in guter Form ist. Denn in einem langen Spurt ließ sie ihrer Rivalin, die allerdings in den letzten Jahren immer wieder durch Verletzungen zurückgeworfen wurde, keine Chance. Mit 8:53,77 Minuten rannte Mockenhaupt zum schließlich noch deutlichen Sieg vor Mikitenko (8:57,67). Fast eine halbe Minute trennte sie von Platz drei, den Ulrike Maisch (LAV Rostock) in 9:24,22 belegte.

“Ich habe schon vorher gewusst, dass es nicht einfach wird, und dass Sabrina sehr gut in Form ist“, sagte Irina Mikitenko. “Ein zweiter Platz ist schon etwas enttäuschend, aber ich freue mich, dass endlich auch die nationalen Rennen wieder spannend sind.“ Während für Irina Mikitenko die Hallen-Weltmeisterschaften kein Thema sein werden, wird Sabrina Mockenhaupt in Budapest an den Start gehen. “In der letzten Runde habe ich mir gedacht, jetzt lauf mal drauflos und wenn es nicht klappt, ist es auch egal“, sagte Mockenhaupt, die zeitweise zusammen mit Irina Mikitenko trainiert.

Spannend war auch das 3000-m-Finale der Männer. Hier verteidigte Jan Fitschen (TV Wattenscheid) den Titel in 8:02,59 Minuten vor Filmon Ghirmai (LAV Asics Tübingen), der bis 150 Meter vor dem Ziel an Fitschens Fersen klebte und schließlich in 8:04,67 Minuten Zweiter wurde. Rang drei ging an Sebastian Hallmann (LAC Quelle Fürth) in 8:12,90. Schon nach dem ersten Kilometer (2:47,14 Minuten) war klar, dass es keine Jagd auf die Hallen-WM-Norm von 7:50 Minuten geben würde. “Ich wollte kein Risiko eingehen, es war ein reines Platzierungsrennen. Alleine hätte ich die Norm nicht rennen können“, erklärte Jan Fitschen später. Er hatte sich zwar mit Filmon Ghirmai abgesprochen, doch der war zu müde für das höhere Tempo. “Ich habe in den letzten Tagen viele Klausuren geschrieben, daher war ich etwas müde. Aber insgesamt bin ich sehr zufrieden mit der Hallensaison – ich bin auf einem guten Weg nach Athen zu den Olympischen Spielen“, erklärte Ghirmai.


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