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Hallen-WM: Bernard Lagat siegt über 3000 m, Kutre Dulecha gewinnt 800 m

06.03.2004

Der Kenianer Bernard Lagat hat seinen ersten Titel bei einer Weltmeisterschaft gewonnen – allerdings nicht über seine Spezialstrecke, die 1500 Meter. Stattdessen triumphierte der 29-Jährige souverän im 3000-m-Finale bei den Hallen-Weltmeisterschaften von Budapest. Schon einmal war Lagat bei einer Hallen-WM über diese Distanz an den Start gegangen. Vor drei Jahren in Lissabon wurde er dabei Sechster. In 7:56,34 Minuten gewann Bernard Lagat in Budapest nach einem taktischen Rennen vor dem Portugiesen Rui Silva (7:57,08) und Markos Geneti (7:57,87). Der Äthiopier war kurzfristig als Ersatzmann für Haile Gebrselassie nominiert worden, der verletzungsbedingt auf seinen Start verzichtete.

„Ich bin absolut zufrieden mit diesem Sieg, denn die 3000 Meter sind nicht meine Standardstrecke“, erklärte Bernard Lagat, der im vergangenen Saison positiv auf Epo getestet worden war – da die B-Probe das erste Ergebnis jedoch nicht bestätigte, wurde der Kenianer nicht gesperrt. Nach einem verhaltenen Beginn, bei dem Lagat und Geneti das Tempo vorne kontrollierten, wurde es erst auf den letzten 1000 Metern schnell. Der Australier Craig Mottram forcierte das Tempo, Lagat und Geneti gingen sofort mit, außerdem folgten Silva und der schließlich viertplatzierte Antonio David Jimenez. Mottram fiel schnell zurück und wurde am Ende Zehnter. 180 Meter vor Schluss entwickelte sich dann ein Zweikampf zwischen Lagat und Silva, Geneti war geschlagen. Doch der Portugiese konnte den Kenianer nicht wirklich gefährden und war froh über Platz zwei.

„Ich habe während des Rennens aufgepasst, dass sich keiner absetzen konnte. Deswegen lief ich von Beginn an vorne“, erklärte Bernard Lagat, während Rui Silva sagte: „Ich bin sehr zufrieden. Das ist eine neue Erfahrung für mich, denn es ist mein erstes Rennen über die 3000 Meter bei einer Meisterschaft. Es war nicht einfach, und am Ende war Lagat zu stark, ich konnte ihn nicht überholen.“

Es sollte die erste Goldmedaille bei einer WM werden. Doch für Kelly Holmes endete das 1500-m-Finale in Budapest mit einem Desaster. Als Letzte der neun Läuferinnen joggte die 33-jährige Britin nach 4:12,30 Minuten ins Ziel. Nach 875 Metern war Kelly Holmes gestürzt – und damit war der Traum vom Gold beendet. Das ist bitter für die beste britische Mittelstreckenläuferin aller Zeiten, denn so einfach wird es wohl kaum noch einmal werden, zu einem WM-Titel zu laufen.

Leichtes Spiel hatte schließlich Kutre Dulecha. Die Äthiopierin gewann ihrerseits ihren ersten WM-Titel über eine Mittelstrecke in 4:06,40. Vor vier Jahren war die heute 25-Jährige aber bereits Cross-Weltmeisterin über die Kurzstrecke. Gegen ihre Temposteigerung auf den letzten 300 Metern hatte keine Konkurrentin eine Chance. Es bleibt allerdings auch eine Spekulation, ob Kelly Holmes in der Lage gewesen wäre Kutre Dulecha tatsächlich zu besiegen. Die Äthiopierin brauchte nicht ihr maximales Vermögen zu zeigen, um zu gewinnen. Andererseits verfügt Kelly Holmes als 800-m-Läuferin natürlich über eine hohe Grundschnelligkeit.

„Es ist kein Geheimnis: Ich kam hierher, um zu gewinnen. Das Rennen passte für mich, es war taktisch und langsam. Ich hatte vor keiner Konkurrentin Angst, denn ich hatte sehr gut trainiert“, erklärte Kutre Dulecha.

Vielleicht hat Kelly Holmes den Fehler schon zu Anfang des Rennens gemacht. So langsam war das Tempo an der Spitze zunächst, dass sich die Britin, die zusammen mit der 800-m-Olympiasiegerin und Weltmeisterin Maria Mutola (Mozambique) in Südafrika trainiert, zurückfallen ließ und am Ende des Feldes rannte – möglicherweise um einem denkbaren Gerangel aus dem Weg zu gehen. Doch vorne, wo Alesya Turova (Weißrussland) und Gulnara Samitova (Russland) ein verhaltenes Tempo angeschlagen hatten, wäre sie besser aufgehoben gewesen. Als sich Holmes langsam nach vorne arbeitete, kam sie plötzlich auf einer Geraden ins Straucheln und fiel. Noch einmal schaffte sie den Anschluss an das Feld, doch der Kampf um die Medaillen war aussichtslos.

Zumal Kutre Dulecha nun das Tempo forcierte und sich sofort absetzte. Platz zwei ging überraschend an die 26-jährige Carmen Douma-Hussar in 4:08,18 Minuten. Für die Kanadierin war es der größte Erfolg ihrer Karriere. „Es ist einfach unglaublich, denn es ist mein erster WM-Start und zudem auch noch eine persönliche Bestzeit“, sagte die Kenianerin. Dritte wurde Gulnara Samitova mit 4:08,26.


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