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Olympia-Aus für Takahashi, Tosa stürmt zum Sieg in Nagoya

15.03.2004

Japans größte Marathonläuferin aller Zeiten, Naoko Takahashi, wird bei den Olympischen Spielen in Athen ihren Titel nicht verteidigen können. Die 31-Jährige, die in ihrer Heimat aufgrund ihrer einmaligen Erfolge den Status einer Volksheldin besitzt, wurde vom japanischen Leichtathletik-Verband nicht für Olympia nominiert. Vor vier Jahren in Sydney hatte sie ihre marathonverrückten Landsleute in Beigeisterungsstürme versetzt, als sie in Sydney Gold gewann. Ein Jahr später schrieb sie beim real,- BERLIN-MARATHON Sportgeschichte, als sie als erste Frau unter 2:20 Stunden lief (2:19:46).

Doch nach Verletzungsproblemen und einem Einbruch im letzten Teil des Tokio-Marathons war sie dort im November als Zweite nur 2:27:21 Stunden gelaufen. Während die WM-Silbermedaillengewinnerin von Paris 2003, Mizuki Noguchi, vornominiert war für Athen, gingen die weiteren beiden olympischen Marathon-Startplätze nun an die Siegerinnen der Qualifikationsläufe von Osaka (Naoko Sakamoto/2:25:29) und Nagoya (Reiko Tosa/2:23:57). Bei den Männern nominierte Japans Verband Tomoaki Kunichika, Shigeru Aburaya und Toshinari Suwa.

Doch bei den Frauen gab es das Nominierungs-Drama. Es war vor dem Nagoya-Marathon am vergangenen Sonntag davon auszugehen, dass neben Noguchi auch Sakamoto nominiert werden würde. Nun kam es darauf an, ob entweder Takahashi oder die Nagoya-Siegerin das dritte Ticket erhalten würden.

Es war sicher auch die Art und Weise, wie Reiko Tosa in Nagoya gewann, die mit den Ausschlag gab. Das Rennen schien anfangs taktisch zu werden, doch Tosa forcierte selbst die Pace, um eine schnellere Endzeit zu erreichen. Bei 25 km (1:25:51) waren noch sieben Läuferinnen an der Spitze. Und wieder war es dann Reiko Tosa, die Tempo machte. Nur Megumi Tanaka wurde sie nicht los. Tanaka übernahm sogar die Führung und lag einige Sekunden vor ihrer Konkurrentin. Doch fünf Kilometer vor dem Ziel holte Reiko Tosa wieder auf und übernahm Position eins. „Solange ich die führende Läuferin sehen konnte, habe ich nicht aufgegeben. Ich will nach Athen“, sagte Reiko Tosa, die WM-Zeite von Edmonton 2001, nach ihrem Sieg. Tanaka rannte in der persönlichen Bestzeit von 2:24:47 Stunden auf Platz zwei. Rang drei ging an Aki Fujjikawa in 2:27:06.


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