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Wo steht der deutsche Straßenlauf?

Wenig Lichtblicke nach den Halbmarathon-Titelkämpfen in Siegburg

15.03.2004

Schafft ein deutscher Läufer den Sprung in das Olympiateam? Diese Frage drängt sich nach der Leistungsschau bei den deutschen Straßenlauf-Meisterschaften in Siegburg auf. Die Nummer 1 der Männer Carsten Eich lässt diese Frage eher unbeantwortet, zumal er keinen Verbandsdruck verspürt. Mit eigenen Mitteln wird muss sich Eich für einen Frühjahrsmarathon in Form bringen. Mit 2:11:00 ist allerdings die Meßlatte hoch. Eichs 1:03:43 sind als Momentaufnahme zwar nicht schlecht, doch für höhere Aufgaben nicht unbedingt eine Empfehlung. “Ich habe bis Anfang Mai noch ausreichend Zeit“ macht sich der siebenmalige Halbmarathonmeister Mut. Mit großen Schritten nähert sich Martin Beckmann der nationalen Spitze, aber Athen ist wie auch für Umsteiger Mario Kröckert noch zu früh. “Ein Sprung in Hamburg in Richtung 2:12 bis 2:13 wäre doch schon einmal etwas“, umreißt Bayer-Coach Paul-Heinz Wellmann die Ziele für Kröckert. Hinter Eich, klafft derzeit eine bedenkliche Lücke, die am ehesten jedenfalls Beckmann und Kröckert schließen können.

Bei den Frauen sind die Fronten durch Luminita Zaituc und Ulrike Maisch abgesteckt. Aus dem Kreis Melanie Kraus, Claudia Dreher und Sonja Oberem könnte sich noch eine dritte Marathonläuferin für Olympia empfehlen. Für die überaus zuverlässige Sonja Oberem wird es allerdings nach einem Fehlversuch in Japan eng, vor allem, wenn die Trainingskonstanz angesichts der Verletzungsprobleme fehlt.

Und die Situation beim Nachwuchs? “Die Ergebnisse sind durchwachsen“, wägt Bundestrainer Henning von Papen ab. “Erfreulich, dass es neben den uns bereits bekannten Athleten wie Christina Mohr oder Verena Dreier und Johannes Raabe einige neue Gesichter wie Tom Scharff, Vitali Müller oder Anja Schnabel, Sandra Thormann und Simone Feld gibt!“ Natürlich lassen sich die Strecken nicht unmittelbar mit einander vergleichen, doch gewisse Tendenzen sind sichtbar. Den nachhaltigsten Eindruck hinterließ dabei Tom Scharff, eine Entdeckung von Dieter Conrad, der einst Birgit Jerschabek oder Manuela Veith in die Spitze geführt hatte. Der 19jährige des Schweriner SC trainiert erst seit zwei Jahren und kann nach Conrad “einer werden“. Dichtauf im Ziel der ein Jahr jüngere, in Kasachstan geborene Vitali Müller. Ein Vergleich mit Stefan Koch, der die 10 km zuvor beherrschte, stellt sich gewiss nicht, schon alleine aufgrund des Trainingsalters.

Bei der B-Jugend triumphierte mit Johannes Raabe ein 1500 m-Läufer, der exakt diese Zeit bereits vor einem Jahr schon einmal gelaufen war, Cross und Straße allerdings nur als Grundlage für eine weitere Entwicklung auf der Bahn sieht. Bei den Mädchen gab es für Christina Mohr wie auch für Verena Dreier aus gewiss unterschiedlichen Gründen keinen Hallenschwerpunkt, mit exakt 36:00 Minuten war dabei die Gerolsteinerin etwas schneller als die A-Jugendersten der vergangenen Jahre. Simone Feld hatte bei der B-Jugend einen beruhigenden 30-Sekunden-Vorsprung vor Anna Chase, die mit 37:16 allerdings den Grundstock für den einzigen deutschen Rekord der Veranstaltung sorgte, denn der TSV Bayer Leverkusen steigerte die Team-Bestmarke um gleich sieben Minuten auf 1:56:24 Stunden.

Wilfried Raatz


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