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Felix Limo krönt Super-Laufwochenende mit Streckenrekord in Rotterdam

04.04.2004

An einem großen Wochenende für den Laufsport sorgte der Kenianer Felix Limo für die herausragende Leistung. Beim Rotterdam steigerte sich der erst 23-jährige Limo auf die Weltklassezeit von 2:06:14 Stunden. Trotz eines phasenweise stark behindernden Windes lief Limo die schnellste Zeit des Jahres und einen neuen Streckenrekord. Die alte Marke war in Rotterdam legendär. Denn es waren immer noch jene 2:06:50 Stunden, mit denen Belayneh Dinsamo (Äthiopien) 1988 einen Weltrekord aufstellte, der über zehn Jahre bestand hatte. Vor drei Jahren hatte Josephat Kiprono diese Marke auf die Sekunde genau eingestellt, als er in Rotterdam gewann.

Bei Kilometer 32 setzte sich Limo von seinem letzten Widersacher ab und erlief noch einen großen Vorsprung. Michael Rotich (Kenia) wurde Zweiter in 2:09:07 Stunden. Nach einem Einbruch im letzten Teil des Rennens fiel der Debütant Salah Hissou (Marokko) auf Rang elf in 2:12:45 zurück. Bei den Frauen lief es besser für Marokko: Hier gewann nämlich Zhor el Kamch in 2:26:10 vor Madai Perez (Mexiko/2:27:08). Rund 11.000 Läufer waren in Rotterdam am Start.

34.500 STARTER BEIM PARIS-MARATHON

Beim Paris-Marathon gingen 34.500 Läufer an den Start. Dabei überraschte Ambesa Tolosa den Favoriten Raymond Kipkoech. Der Äthiopier siegte in 2:08:56 Stunden und hofft, dadurch noch in Äthiopiens Olympiateam zu rutschen. Er hatte zuvor eine Bestzeit von 2:10:11 Stunden. Rang zwei ging Kipkoech. Der Kenianer lag allerdings mit 2:10:08 Stunden deutlich zurück. Dritter wurde sein Landsmann Paul Biwott in 2:10:30.

Die Frauen liefen zum ersten Mal auch in Paris ein separates Rennen. Die Topläuferinnen starteten 30 Minuten vor dem Massenfeld. Auch im Frauenrennen gab es eine Überraschung, denn die Siegerin war eine Debütantin: Salina Kosgei gewann in der erstklassigen Debüt-Zeit von 2:24:32 Stunden. Die erste Hälfte war sie zusammen mit Asha Gigi in sehr schnellen 70:22 Minuten gelaufen – und damit waren beide schneller als ihre jeweiligen Halbmarathon-Bestzeiten. Kosgei war über die halbe Distanz zuvor 71:16 Minuten gelaufen. Bei Kilometer 31 konnte Gigi dann das Tempo nicht mehr halten. Doch auch die Äthiopierin lief mit 2:26:05 Stunden noch eine persönliche Bestzeit als zweite.

COLLEEN DE REUCK GEWINNT US-OLYMPIA-QUALI

Mit einer Überraschung endete auch das Qualifikationsrennen der Frauen für das US-Olympiateam. Den Marathon in St. Louis gewann Colleen de Reuck in 2:28:25 Stunden. Damit schaffte die fast 40-Jährige bereits ihre vierte Teilnahme bei Olympischen Spielen. De Reuck startete früher für Südafrika und hatte ihren letzten Sieg im Marathon 1996 in Berlin gefeiert. Mit einem gleichmäßigen Rennen, in dem sie nach der Hälfte der Distanz noch deutlich zurücklag, hatte Colleen de Reuck Erfolg. Auf den letzten Kilometern fing sie die favorisierte Deena Kastor noch ab. Sie wurde Zweite in 2:29:38. Das dritte Athen-Ticket sicherte sich Jen Rhines in 2:29:57.

KENIANISCHER SIEG BEIM STRAMILANO

Beim Stramilano, einem der hochkarätigsten Halbmarathonrennen des Jahres, gab es einen kenianischen Sieg: Robert Kipchumba gewann in erstklassigen 60:21 Minuten vor dem Tansanier Martin Salle (60:27 Minuten) und seinem Landsmann Wilson Kiprotich (60:28). In dem hochkarätigen Rennen blieben insgesamt fünf Läufer unter 61 Minuten. Zum ersten Mal seit 18 Jahren war in den Stramilano wieder ein Frauen-Spitzenfeld integriert. Hier siegte die Italienerin Tiziana Alagia in 1:13:21. Rund 50.000 Läufer beteiligten sich an dem Massenrennen, das allerdings nur über 15 km führt.


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