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Tegla Loroupe gewinnt den Leipzig-Marathon

Christopher Cheboiboch sorgt für kenianischen Doppelerfolg

25.04.2004

Tegla Loroupe hat den Leipzig-Marathon gewonnen. Die Kenianerin, die 1999 in Berlin mit 2:20:43 Stunden einen Weltrekord gelaufen war, war bei den Frauen praktisch konkurrenzlos und triumphierte schließlich in 2:29:40 Stunden. Ihr Landsmann und Trainingspartner Christopher Cheboiboch, der ebenso wie Loroupe zeitweise in der Nähe von Detmold lebt und trainiert, war der schnellste Läufer im Feld der gut 1000 Marathonläufer. Der Kenianer lief 2:10:16 Stunden.

Damit brach Christopher Cheboiboch einen fast 20 Jahre alten Leipziger Marathon-Streckenrekord. 1985 war der Dresdner Jörg Peter in Leipzig 2:12:32 Stunden gerannt, allerdings ist der Kurs nicht identisch mit der heutigen Route über die 42,195 km. Peter ist immer noch deutscher Marathonrekordhalter mit 2:08:47, gelaufen in Tokio 1988.

Ernest Kipyego (Kenia) wurde Zweiter in 2:11:10 Stunden, auf Rang drei lief der Äthiopier Habte Jifar (2:14:47). Mit großem Abstand folgte der Wattenscheider Carsten Schütz auf Platz vier in 2:23:18. Einmal mehr landete damit ein deutscher Läufer, gemessen an der internationalen Wertigkeit der Zeit, unter ferner liefen.

„Es war ein gutes Rennen für mich, ich hatte keinerlei Schwierigkeiten“, erklärte Tegla Loroupe, die mangels weiblicher Konkurrenz mit zwei Männern gemeinsam lief. „Eine schnellere Zeit war für mich aufgrund des starken Windes während des gesamten Rennens nicht möglich“, erklärte Tegla Loroupe. Hinzu kam das Auf und Ab des Kurses, der in den Augen der Topläufer nicht geeignet ist für schnelle Zeiten.

Tegla Loroupe wird sich in der Sommersaison zunächst auf die Bahn-Langstrecken konzentrieren, besonders auf die 10.000 m. Vielleicht hat die 30-Jährige über diese Distanz noch eine Chance, sich für die Olympischen Spiele in Athen zu qualifizieren.


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