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33. Hermannslauf mit Überraschungssiegern

Der Landschaftsklassiker mit 7.070 Teilnehmern

28.04.2004

Der 33. Hermannslauf über 30,8 km durch den Teutoburger Wald von Det-mold nach Bielefeld am letzten Sonntag im April hatte mit Marcus Biehl (SV Brackwede) einen Überraschungssieger und mit Dr. Iris Reuter (SSC Hanau/Rodenbach) erst recht eine Überraschungssiegerin. Der 34 Jahre alte Marcus Biehl hatte den Hermannslauf bereits im Jahre 2000 einmal für sich entscheiden können und setzte sich diesmal mit 1:44:37 Std. deutlich gegen den Vorjahrssieger und neuerlichen Favoriten Philip Brouwer (LC Paderborn) durch, dessen Leistung (1:49:18 Std.) allerdings auch gesundheitsbedingt eingeschränkt war. Den dritten Platz belegte Jörn Strothmann (LC Solbad Ravensburg) nach 1:50:08 Std.

Noch überraschender war jedoch der Triumph der 42-jährigen Fachärztin für Neurologie in Gießen, die sich spontan und kurzfristig zur (ersten!) Teil-nahme am Hermannslauf entschieden hatte, als sie während eines Besuches bei ihrem Lebenspartner, dem in Bielefeld praktizierenden Orthopäden und Olympia-Arzt Dr. Martin Engelhardt, auf die Plakate dieses großen west-deutschen Landschaftsklassikers aufmerksam wurde. Experten konnten sie also gar nicht auf der "Setzliste" notiert haben. Dr. Iris Reuter benötige für Ihr Hermann-Debüt genau 2:05:34 Std. ...und so hatten hier die lokalen Favoritinnen Antje Strothmann (LC Solbad Ravensberg) auf Platz zwei (2:07:21 Std.) und Gisela Steinbeck (DJK Gütersloh) das Nachsehen (2:13:31 Std.).

Mit insgesamt 7.070 gemeldeten Läuferinnen und Läufern verzeichnete der 33. Hermannslauf einen neuen Teilnahmerekord, wobei man hinzufügen muss, dass es sich hier insofern um Netto-Zahlen handelt, als lediglich eine Meldung für die "long distance" möglich ist, die jedoch auch wandernd und walkend sowie seit den letzten Jahren sogar nordic-walkend bewältigt werden kann. Während die ersten in knapp zwei Stunden alle Höhen und Tiefen der geografischen Gegebenheiten durchlebt und durchlaufen haben, erreichen die letzten nach mehr als fünf Stunden das Ziel... und vorher das Bad der Menge, das auf der sog. Promenade, dem Bielefelder Hausberg vor der Sparrenburg nur so sprudelt, weil hier Massen von Menschen einen so engen Spalier bilden, wodurch ein Überholen auf der Zielgeraden fast unmög-lich gemacht wird, gäbe es nicht ganz am Ende neuerdings Gitterabsperrungen.

Apropos Zuschauer: Noch nie waren unterwegs so viele Menschen auf der Strecke applaudierend zu sehen – allen voran an den "Klatsch-Metropolen" auf der Panzerbrücke nahe der Bundeswehrkaserne in Augustdorf, ferner in der Kopfstein bepflasterten Fußgängerzone von Oerlinghausen und dann an der Brücke über der Autobahn A 2 in Lämershagen im letzten Streckenab-schnitt, bevor es nach dem berühmtberüchtigten Treppenanstieg bis zum Ziel langsam, aber stetig bergab geht oder aber auch für manche nur zu gehen scheint...

Weitere Informationen und Ergebnisse zum 33. Hermannslauf, der vom TSVE 1890 Bielefeld veranstaltet wird, sind auch im Internet verfügbar unter www.hermannslauf.de

Dr. Detlef Kuhlmann

Der Autor (Jahrgang 1954) ist ehrenamtlicher Mitarbeiter bei SCC-RUNNING und gebürtiger Bielefelder. Für ihn war es der 21. Hermannslauf.

Gratulation!
Die Internet-Redaktion von www.berlin-marathon.com


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