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Erfolgreiche Premiere des RBB-Lauf mit 3.347 Teilnehmern an der Glienicker Brücke

Brandenburgs Justizministerin Barbara Richstein läuft begeistert mit

02.05.2004

Eine erfolgreiche Premiere hatte der RBB-Lauf. Mit 3.347 Teilnehmern war dieser Drittelmarathon über exakt 14,065 Kilometer auf Anhieb der größte Lauf seiner Art in Deutschland. Das Rennen wurde von SCC-RUNNING gemeinsam mit dem Potsdamer Laufclub (PLC) und dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) organisiert. Als Hauptsponsor unterstütze die Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK) die Veranstaltung. „Wir freuen uns über diesen Erfolg bei der Premiere des RBB-Laufes. Die Stimmung war sehr gut, die Veranstaltung wurde sehr gut angenommen. Prima geklappt hat auch die Kooperation mit der Polizei“, erklärte Mark Milde, der Race-Director von SCC-RUNNING.

Die Strecke führte die Läufer und Walker nach dem Start an der Glienicker Brücke in einer großen Schleife durch Potsdam und Babelsberg. Das Ziel war dann mitten auf der Glienicker Brücke. Es war der erste Volkslauf, der über die geschichtsträchtige Brücke führte. Bei idealem Laufwetter stellte bei diesem Berlin-Brandenburger-Event je ein Bundesland einen Sieger.

Als erster lief Rachid Mehamdioua (OSC Berlin) nach 49:06 Minuten ins Ziel. Rang zwei ging an Ulrich Wüllenkemper (PLC) in 49:37, Dritter wurde Jens Beeck (Relax Center Potsdam/50:29).

Bei den Frauen war am Ende eine Potsdamer vor einer Berlinerin: Carmen Rüdiger, unter dem Namen Wüstenhagen in den 90er Jahren eine der besten deutschen Mittelstreckenläuferinnen, gewann in 53:15 Minuten. Sie startet für den SC Potsdam. Platz zwei ging an Annette Wolfrom (OSC Berlin) in 53:50, Dritte wurde Angela Hänsel (Berlin/56:46).

Die prominentesten Teilnehmer dieses Breitensport-Events liefen allerdings nicht an der Spitze: Kurzfristig hatte Brandenburgs Justizministerin Barbara Richstein sich zum RBB-Lauf angemeldet. Die marathon-erfahrene Läuferin erreichte nach 1:17:37 Stunden das Ziel – für eine Breitensportlerin ein gutes Ergebnis. „Dieser erste RBB-Lauf hat mir sehr gut gefallen, die Strecke war klasse. Und die Potsdamer Zuschauer haben bewiesen, dass sie eine super Stimmung machen können“, erklärte Barbara Richstein im Ziel begeistert und fügte hinzu: „Ich kann den Veranstaltern nur gratulieren.“

Mit dabei war auch der langjährige Regierende Bürgermeister von Berlin, Eberhard Diepgen. Diepgen, der in der Vergangenheit unter anderem auch schon den Bewag BERLINER HALBMARATHON gelaufen ist, erreichte nach 1:31:44 Stunden das Ziel auf der Glienicker Brücke. Knapp hinter ihm lief der RBB-Abendschau-Reporter Ulli Zelle ins Ziel (1:31:47). Fast so schnell wie Barbara Richstein war Berlins Staatssekretär für Sport, Thomas Härtel (1:17:49).

Auch Berlins Chef des Landessportbundes (LSB), Peter Hanisch, ließ sich diese Premiere nicht entgehen und lief mit. Hajo Seppelt, der Lauf-Inititator des RBB, konnte dagegen, als einer der Moderatoren an Start und Ziel, nicht mitlaufen, sondern war ständig mit seinem Mikrofon auf Interviewjagd. Letzter Läufer im Ziel war nach 3:02:00 Stunden der 90-jährige Heinz Hesse vom SCC.

Gestartet wurde der Lauf von der Intendantin des RBB, Dagmar Reim, von der Großen Neugierde des Schloß Glienicke aus. Assistiert wurde ihr von Brandenburgs Bildungsminister Steffen Reiche, Potsdams Bürgermeister Jann Jakobs und dem Chef der Preußischen Schlösser, Hartmut Dorgerloh.

Nachdem die Läufer gestartet waren und auf der Strecke unterwegs waren, gab es für die Organisatoren einen Schock. Denn bei einem Lastwagen, der den Zielaufbau auf der Brücke unterstützen sollten, war die Hydraulikflüssigkeit ausgelaufen. Dadurch war der LKW nicht mehr zu bewegen und blieb in der vorgesehenen Zielgasse stehen. Mit einer logistischen Meisterleistung und mit Unterstützung der Polizei wurde der komplette Zielaufbau kurzfristig auf die Mitte der Glienicker Brücke verlegt. Die Umbauten waren rechtzeitig abgeschlossen, so dass der Sieger regulär ins Ziel laufen konnte. Die Läufer haben von dieser Aktion nichts mitbekommen.


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