42. BMW BERLIN-MARATHON am 27. September 2015

Weitere Veranstaltungen

News

Wien-Marathon mit Streckenrekord von Kandie und Überraschung durch Console

16.05.2004

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit hielt mit seinem Wiener Kollegen das Zielband beim Vienna-City-Marathon, als der Kenianer Samson Kandie in 2:08:35 Stunden einen neuen Streckenrekord aufstellte. Er war bei phasenweise sehr windigem Wetter und Regen der einzige Läufer, der unter 2:10 Stunden blieb. Insgesamt gingen beim Wien-Marathon, parallel stattfindende Läufe über kürzere Distanzen hinzugerechnet, 19.785 Athleten an den Start. Überraschend gewann die Italienerin Rosaria Console das Rennen der Frauen in 2:29:22 Stunden vor der Marathon-Weltmeisterin von 2001, Lidia Simon (Rumänien/2:29:22). Trotz einer überzeugenden Leistung hat Sonja Oberem die Marathon-Olympianorm des beim Wien-Marathon knapp verpasst. Die 31-Jährige EM-Dritte von München 2002 lief bei phasenweise starkem Gegenwind und Regen in 2:30:58 Stunden und Platz drei. 58 Sekunden fehlten der Läuferin von Bayer Leverkusen damit zur Norm.

Nachdem die Spitze die Hälfte der Distanz in 64:28 Minuten zurückgelegt hatte, forcierte Samson Kandie die Pace und absolvierte die einzelnen km-Abschnitte teilweise deutlich unter 3:00 Minuten. Kein anderer konnte ihm mehr folgen. Während Moses Tanui (Kenia) ohnehin in der zweiten Gruppe rannte, litt Raymond Kipoech unter Blasen. Er wurde schließlich zweiter in 2:10:45 vor dem Portugiesen Luis Jesus (2:11:24). „Ich bin selbst überrascht über diese Zeit. Allerdings war ich mir schon nach der ersten Hälfte ziemlich sicher, dass ich gewinnen würde. Ohne den Wind wäre ich unter 2:08 Stunden geblieben. Nun werde ich nächstes Jahr wiederkommen, um meinen eigenen Streckenrekord anzugreifen“, erklärte Samson Kandie, der insgesamt 15.000 Euro verdiente.

10.000 Euro Siegprämie gab es für Rosaria Console. Die junge Italienerin lief von Beginn an in der Spitzengruppe, hielt sich aber lange Zeit zurück und sparte so Kräfte. 10 km wurden nach 35:31 Minuten passiert, sechs Läuferinnen waren dabei, darunter auch Sonja Oberem. Bei 25 km (1:28:09) waren nur noch zwei vorne: Lidia Simon und die 24-jährige Console. „Ich hatte noch Probleme mit einer Erkältung, die ich mir in den Tagen vor dem Rennen zugezogen hatte. Aber ich habe mich für Athen qualifiziert und werde mich nun auf Olympia vorbereiten. Ich denke, ich kann an meine früheren Leistungen anknüpfen“, erklärte Lidia Simon, die Marathon-Olympia-Zweite von 2000.

„Als ich die Liste der Konkurrentinnen sah, hätte ich niemals gedacht, dass ich gewinnen könnte, weil dort Lidia und Sonja dabei waren. Aber ich fühlte mich gut nach 31 km und merkte, dass ich eine Chance haben würde. Die Zuschauer haben mich toll unterstützt“, erklärte die zierliche Italienerin, die nun ein Olympiaticket gebucht haben dürfte. Die EM-Fünfte hat eine Bestzeit von 2:27:48 Stunden. Sie ist die Freundin des italienischen Marathonläufers Danielle Caimmi, der bereits für Olympia nominiert wurde. „Ich bin mit der Leistung sehr zufrieden, denn verletzungsbedingt konnte ich nur vier Wochen richtig trainieren“, erklärte Sonja Oberem, die sich erst für den Start in Wien entschieden hatte, nachdem nach dem Hamburg-Marathon noch ein Athen-Ticket frei geblieben war. „Der Wind hat mich heute die Norm gekostet, mehr war unter diesen Voraussetzungen nicht drin“, sagte die Leverkusenerin, die im Herbst ihre Karriere beenden wird – den Schlusspunkt würde sie gerne in Athen setzen, wo sie 1997 bei der WM schon Siebente war.

„Der DLV sollte Sonja nominieren, sie hat in Wien eine große Leistung gezeigt bei schweren Bedingungen. Ich weiß, was sie in Athen erreichen kann und denke, dass das auch die Funktionäre wissen“, erklärte Paul Heinz Wellmann, der Trainer der Olympiaachten von 1996. Auch um die Nominierung des Deutschen Meisters Stephan Freigang (Leipzig) gibt es Diskussionen. Bei schlechten Wetterbedingungen hatte er in Hannover die Marathon-Norm des DLV verpasst. So gut wie alle Frühjahrs-Marathonrennen litten in diesem Jahr unter schlechten Wetterbedingungen.

Männer:
1. Samson Kandie, Kenia, 2:08:35
2. Raymond Kipkoech, Kenia, 2:10:45
3. Luis Jesus, Portugal, 2:11:24
4. Artur Osman, Polen, 2:12:48
5. Michael Buchleitner, Österreich, 2:12:58
6. Patrick Chumba, Kenia, 2:13:08
7. Elijah Mulandiro, Kenia, 2:13:55
8. Piotr Gladki, Polen, 2:14:28
9. Mykola Rudyk, Ukraine, 2:15:00
10. Josphat Rop, Kenia, 2:15:08
11. Moses Tanui, Kenia, 2:15:09

Frauen:
1. Rosaria Console, Italien, 2:29:22
2. Lidia Simon, Rumänien, 2:30:40
3. Sonja Oberem, Bayer Leverkusen, 2:30:58
4. Eva-Maria Gradwohl, Österreich, 2:38:04
5. Serap Aktas, Türkei, 2:38:43
6. Francesca Zanusso, Italien, 2:45:16


Weitere News

23.10.2014 Videonews: Wie der Wilde Westen der Cross Days entsteht
21.10.2014 Vattenfall BERLINER HALBMARATHON 2015: Bereits 20.000 Startplätze belegt
16.10.2014 BMW BERLIN-MARATHON 2015: Die Registrierung zum Anmeldeverfahren dauert vom 18. Oktober bis 2. November 2014
10.10.2014 Abbott wird Titelsponsor der World Marathon Majors

Noch mehr News finden Sie in unserem Newsarchiv

Sponsoren des 42. BMW BERLIN-MARATHON Wobenzym plus BMW AOK Adidas Erdinger Alkoholfrei Holiday Inn Germanwings Here Maps

Anzeige

Anzeige