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Der Olympische Fackellauf in Berlin – bewegend für alle!

„Pass the flame, unite the world” – das Motto des Olympischen Fackellaufes

01.07.2004

Nach 68 Jahren kehrte die Olympische Flamme nach Berlin zurück, dem Austragungsort der Olympischen Spiele 1936 – und sie bewegte, im wahrsten Sinne des Wortes – alle!

Die Läufer, die die Fackel tragen durften – deren Angehörige und die Zuschauer, die bei schönstem Wetter diese Demonstration der friedlichen und sportlichen Völkerverständigung – und des Einstimmens auf die 28. Olympischen Sommerspiele in Athen vom 13. bis 29. August miterleben konnten.

Viele der Läufer und Läuferinnen der Fackelstaffel waren welterfahrene, erfolgreiche und auch medaillenverwöhnte Olympiakämpfer – und vor dem Lauf eigentlich alle noch ganz „cool“ – kurz vor dem läuferischen Einsatz wurde allen doch plötzlich anders, teilweise vergaß man, was man eigentlich bei der Übergabe machen sollte und es flatterten die Nerven.

Wieviel anders erging es den Läufern, die als “Mann oder Frau von der Straße“,von den Sponsoren Samsung und Coca Cola ausgewählt wurden. Die Toilette auf den Bussen, die die Teilnehmer kurz vor dem Einsatz jeweils absetzte, war ausgebucht!

Es waren für jeden Teilnehmer nur 400 m zu laufen, aber nach dem Lauf war die Kehle ausgedörrt, als wenn man eine einstündige Trainingseinheit hinter sich hatte.

Am 25. März 2004 begann in Athen für die Fackel ihre Reise um die Welt, in alle Erdteile, auch Südamerika und Afrika, in 34 Städte und 27 Länder – über 11.000 Fackelläufer sind daran beteiligt. Es wird der längste Fackellauf in der olympischen Geschichte sein. Die Flamme kam aus München, 1972 Austragungsort der Olympischen Spiele, nach Berlin, und wird einen Tag später nach Stockholm, 1912 Ort der Spiele, ihren Weg fortsetzen.

Die Fackel

Die Fackel ist aus Metall und Olivenbaumholz gefertigt und optisch einem Ölzweig nachempfunden. Sie wiegt 700 Gramm und 68 Zentimeter lang. Der Olivenbaum galt in Athen als heilig.

Mit der Symbolik von Olivenbaumzweigen für den Frieden überträgt die Fackel den Olympischen Geist in alle Welt. Das Symbol der Olympischen Spiele ist ein zum Kreis verflochtener Olivenzweig, auch „Kotino“ genannt. Dieser Kotino war bei den antiken Olympischen Spielen die offizielle Siegertrophäe.

Mit zwei Boeing 747 kam die Flamme aus München mit dem großen Tross nach Berlin-Tegel. Turn-Weltmeister Eberhard Gienger transportierte das Feuer in einem spektakulären Fallschirmabsprung in das Berliner Olympiastadion, hier wurde es vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit in Empfang genommen.

Dabei waren Athens Bürgermeisterin Dora Bakoyiannis, Innenminister Otto Schily, DSB-Präsident Manfred von Richthofen, NOK-Präsident Dr. Klaus Steinbach, IOC Vize-Präsident Thomas Bach und – der 94-jährige Siegfried Eifrig, der 1936 als Schlußläufer der Staffel aus Athen die Fackel auf der Straße Unter den Linden zum Lustgarten trug. 1936 begann bei den Spielen in Berlin die Tradition des Olympischen Fackellaufes.

Die erfolgreichste Ruderin der Welt Kathrin Boron übernahm als erste der 132 Läufer und Läuferinnen in Berlin mit ihrer Fackel die Flamme.

Einkleidung im Marriott

Schon einen Tag vorher waren die Fackelläufer im Hotel Marriott Berlin eingekleidet worden. Die Läufer erhielten als offizielle Kleidung Hose, Laufhemd, Strümpfe, ein Schweißband und eine Urkunde für die Teilnahme an der „ATHENS 2004 Olympic Torch Relay“. Unterzeichnet war sie von Jacques Rogge, Präsident des IOC und Gianna Angelopoulos-Daskalaki, der Präsidentin des Organisations-Komitees.

Viele der Läufer verschwanden fast in ihrer XL-und XXL-Ausrüstung, die Hosen reichten teilweise bis zu den Knien. Am Lauftag selbst gab es eine kurze Einweisung, wie die Fackel zu übergeben ist, wieviel Sekunden (fünf) man warten muß bis die Flamme überspringt u.a.m.

Busse brachten dann die Teilnehmer zu ihren einzelnen Einsatzorten, die wenigsten kannten sich vorher untereinander. Im Bus stellte sich man sich dann einzeln vor. Plötzlich bemerkte man, daß man vor dem Olympiasieger im Boxen von 1956 von Melbourne Wolfgang Behrendt saß – oder hinter -, das Gesicht kennt man doch -, das ist der „Dr. Motte“ von der Love-Parade.

Der Staatssekretär für Bildung, Jugend und Sport Thomas Härtel, der auch bei vielen Berliner Läufen läuferisch aktiv dabei ist, hatte noch kurz vor seinem Einsatz als Escortläufer in der Torstraße das Problem zu lösen, daß er seine Laufschuhe vor Aufregung vergessen hatte, aber das wurde gemeistert, er mußte nicht mit Straßenschuhen die 2000 m absolvieren.

Prof. Wolfgang Maennig, Olympiasieger im Achter, hatte einen doppelten Einsatz, er mußte die Fackel 800 m tragen, weil sein „Vorläufer“ zwischendurch verloren gegangen war. Auch LSB-Präsident Peter Hanisch war gleich von Anfang an vom Olympiastadion als Escortläufer dabei.

Heidi Hetzer, mehr als Autofahrerin bekannt, denn als Läuferin, durfte auch die Fackel tragen und war schwer beeindruckt - sie wächst immer mehr in die Laufszene rein.

Am Reichstag/Bundeskanzleramt wechselten die berühmte Kanutin und vielfache Olympiasiegerin Birgit Fischer und Olympiasiegerin und Eisschnellläuferin Claudia Pechstein die Flamme, hier, wie beim Einsatz von Boxer Henry Maske am Alexanderplatz oder Katharina Witt am Potsdamer Platz oder IOC-Vize Thomas Bach unter den Linden/Ecke Wilhelmstraße waren die Fotografen und begeisterte Zuschauer zuhauf und es gab fast kein Durchkommen für die Eskorte. Samsung und Coca Cola verteilten vorher schon durch viele Volunteers Fähnchen als Souvenirs an die Zuschauer.

Vom real,- BERLIN-MARATHON hatten die Ehre mitzulaufen das 30-malige "Aushängeschild" Bernd Hübner in der Badenschen Straße. Hier hatte er seine begeisterten Fans hinbestellt, mit seinem Escortläufer Dr. Kleinhenz teilte er sich sogar die Fackel. Bernd Hübner sagte, und das gibt genau die Stimmung aller Teilnehmer wider:

Es war ein Traum ...

“Es war ein großer Moment für mich mitlaufen zu dürfen und dieser Moment verging viel zu schnell. Es war ein Traum, den ich gerne noch länger geträumt hätte.“ Dem ist nichts hinzuzufügen.

Teilweise erkannte man auf der Fackellaufstrecke auch noch die „Blaue Linie“ des MARATHON des Vorjahres wieder, so lief Horst Milde auf der Straße Alt-Moabit in die Invalidenstraße. Er bekam die Flamme vom jungen Deutschen Juniorenmeister im Degenfechten Toni Kneist aus Schwedt an der Oder, der erst am Abend vorher von seinem Glück erfuhr in Berlin zu laufen.

Horst Milde wechselte dann „standesgemäß“mit der Marathonläuferin Beatrice Karanassios, die schon mehrfach am real,- BERLIN-MARATHON erfolgreich teilnahm, griechisch spricht und mit einem Griechen verheiratet ist – und der auch noch in Athen bei den Olympischen Spielen ehrenamtlich tätig sein wird.

Und schließlich lief MARATHON-Streckenscout John Kunkeler als Escortläufer mit, genauso wie „Mücke“, der von „Null auf 42“ mitmachte – und inzwischen sein Bäuchlein verloren hat, aber auch Horst Mühling lief bei der Escorte mit, als Fackelläufer bekam auch Hajo Seppelt von der RBB-Laufbewegung das Kribbeln mit, das sich bei allen eintellte.

Letzter Läufer Thomas Bach

Letzter Läufer und 132. Läufer am Ziel auf dem Pariser Platz war IOC-Vizepräsident Thomas Bach der genau eintraf als die Bürgermeisterin von Athen – hervorragend deutsch sprechend – Dora Bakoyiannis die Welt nach Athen einlud.

Thomas Bach entzündete dann mit der Flamme eine Flammenschale auf der Bühne vor dem Brandenburger Tor.
Moderator Rudi Cerne führte durch das Programm und versuchte dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit einen Hinweis auf die zukünftige Abhaltung Olympischer Spiele in Berlin zu entlocken.

Der Präsident von Sponsor Samsung dieses Fackellaufes erwähnte in seiner Rede auf dem Pariser Platz ausdrücklich den Weltrekord im Marathon vom real,- BERLIN-MARATHON im Vorjahr.

Und damit schließt sich der Kreis wieder: Der Fackelläufer von 1936 Siegfried Eifrig, von Rudio Cerne dem Publikum als "Fritz" Eifrig vorgestellt, konnte seine Rührung an die Erinnerung an seinen Lauf nicht verbergen, als er extra betonte, daß er damals für seinen Verein – den Sport-Club Charlottenburg – lief.

Danach begann auf der Bühne auf dem Pariser Platz ein buntes Programm, daß ein großes Publikum anschließend mit der Übertragung des Halbfinales von Portugal und Holland noch lange band.

Die Olympische Flamme wurde anschließend bei einer Feierlichkeit in den Räumen der Dresdner Bank dann offiziell zur nächsten Station in Stockholm verabschiedet.

Warum nicht wieder Olympische Spiele in Berlin?

Ein großer Tag für den weltweiten Olympischen Sport fand damit seinen krönenden Abschluß und die Berliner bewiesen mit ihrer Begeisterung für den Sport und die Olympische Flamme, daß der Funke für Athen übergesprungen ist – und warum auch nicht wieder für Olympische Spiele in Berlin?!?

Horst Milde, Bernd Hübner und John Kunkeler

Bild ganz oben links: Siegfried Eifrig und Horst Milde auf dem Pariser Platz.

Zweites Bild ganz oben links: auf der Bühne: Siegfried Eifrig, Thomas Bach der IOC-Vizepräsident, Dora Bakoyiannis die Bürgermeisterin von Athen und Klaus Wowereit der Regierende Bürgermeister von Berlin -

linkes oberes Bild, wo man nur die Menschenmasse sieht: Am Alexanderplatz - Hénry Maske erhält die Flamme, Sabine Christiansen assistiert.
Bild darunter: Start am Olympiastadion
Die beiden Bilder unten links:
Der strahlende Bernd Hübner mit seinen Escortläufern.

Bilder: Jürgen Lange und Wolfgang Weising (LAUFZEIT)


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