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Wiedereröffnung des Berliner Olympiastadions – Party des Jahres

Zweitägiges Stadionfest mit Showgala und Fußball

21.07.2004

Das Berliner Olympiastadion erstrahlt in neuem Glanz. Mit einem großen Stadionfest wird die von Grund auf sanierte denkwürdige Sportstätte am 31. Juli und 1. August 2004 nach rund vierjähriger Bauzeit der Öffentlichkeit präsentiert: „Wir inszenieren die Berliner Party des Jahres“, verspricht Winfrid Schwank, seit Februar 2004 Geschäftsführer der Stadionbetreibergesellschaft Olympiastadion GmbH.

Fußball-Weltmeisterschaft 2006 mit Endspiel

Insgesamt 76.000 Zuschauer finden zukünftig im Berliner Olympiastadion Platz, wo bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 insgesamt sechs Spiele – darunter auch das Finale - stattfinden werden. Die WM-Tauglichkeit des neuen Stadions im Stadtteil Charlottenburg wird bereits am 8. September mit dem Fußball-Länderspiel Deutschland gegen Brasilien getestet.

Zu der zweitägigen Eröffnungsfeier werden der Bundesinnenminister Otto Schily, WM-Cheforganisator Franz Beckenbauer und der Präsident des Deutschen Sportbundes, Manfred von Richthofen, neben zahlreichen weiteren prominenten Gästen erwartet. Mitwirkende bei der abendlichen Show- und Unterhaltungsgala sind u. a. Pop-Ikone Nena, US-Superstar Pink und Stardirigent Daniel Barenboim mit seinem West Eastern Divan Orchestra.

Moderator des Programms am 31. Juli ist ZDF-Talkmaster und Sport-Kommentator Johannes B. Kerner. Am Sonntag, dem 1. August um 16 Uhr treten dann Fußball-Bundesligist Hertha BSC und Besiktas Istanbul zu einem „historischen“ Freundschaftsspiel an.

Das neue Berliner Olympiastadion wird schon vor seiner Wiedereröffnung als eine der modernsten und architektonisch anspruchsvollsten Sport- und Eventarenen der Welt (quasi als „Fünf-Sterne-Arena“) angesehen.

Die konzeptionellen Planungen wurden vom renommierten Architekturbüro Gerkan, Marg und Partner (gmp) vorgenommen, das für die aufwändige Dachkonstruktion gerade den mit 10.000 € dotierten Deutschen Stahlbaupreis 2004 erhalten hat. In das Dach eingelassen sind auch die 320 je 2000 Watt starken Lampen des „Ring of Fire“, die zusammen mit einem High-Tech-Soundsystem für akustisch-optische Effekte sorgen, wie sie in offenen Sportarenen eher ungewöhnlich sind. Die Kosten der umfänglichen Renovierungs- und Umbaumaßnahmen belaufen sich insgesamt auf 242 Millionen €, von denen der Bund 200,- € und die Baufirma Walter-Bau die restlichen 42 Millionen als Darlehen zur Verfügung gestellt hat.

Zu den baulichen Veränderungen des Olympiastadions, dessen Außenhülle nicht angetastet wurde, gehören die Absenkung des Spielfeldes und der Leichtathletikanlagen um 2,65 Meter, die Schaffung von 113 VIP-Logen (diese können von Firmen gemietet werden) und vor allem die komplette Überdachung der Zuschauerränge für die 76.000 Besucher, die alle einen Sitzplatz haben, sowie 2 Anzeigetafeln. Hinzu kommen zusätzliche Anlagen für die Wettkampfvorbereitung, Ruhe-, Entspannungs-, Umkleideräumlichkeiten, Vorfahrt- und Parkmöglichkeiten für über 600 Fahrzeuge u.a.m.

Pro Jahr sollen bis zu 30 größere Veranstaltungen stattfinden. Dazu kommen rund 100 Vermietungen – darunter auch der repräsentative Coubertin-Saal innerhalb der Ehrentribüne. Zum Stadion gehört jetzt sogar eine Kapelle, die als derzeit größter Stadion-Gebetsraum ökumenisch auch für Taufen und Hochzeitsfeiern genutzt werden soll.

Über die bewegte Geschichte des Olympiastadions bzw. des ehemaligen Reichssportfeldes, das im Jahre 1936 Austragungsort der vom Nazi-Regime missbrauchten Olympischen Sommerspiele war, informieren zukünftig 30 Schautafeln am Stadionrund sowie eine zentral angelegte Lichtsäule aus Glas und Beton als sog. „Ort der Information“.

Ein absolutes Novum ist auch die in den blau-weißen Vereinsfarben von Hertha BSC angelegte 400-m-Laufbahn, auf der erstmals beim Internationalen Stadionsportfest (ISTAF) am 12. September 2004 die schnellsten Frauen und Männer der Welt antreten werden.

Bewerbung um die Leichtathletik-Weltmeisterschaft 2009

Mit dem ISTAF am 12. September und einem vollen Stadion nach den Olympischen Spielen in Athen will Berlin auch im Hinblick auf die Bewerbung um die Leichtathletik-Weltmeisterschaft der IAAF im Jahr 2009 „Punkte“ sammeln. Die Entscheidung für oder gegen Berlin fällt beim IAAF Kongress am 9. Dezember 2004.
Im Mai nächsten Jahres wird das neue Stadion auch der zentrale Veranstaltungsort für das Internationale Deutsche Turnfest sein.

Die Betreibergesellschaft des Berliner Olympiastadions bietet täglich Besichtigungen und regelmäßig thematisch akzentuierte Führungen über das rund 100 Hektar große Gelände an, für das der Berliner Senat ein zukunftsweisendes Leitkonzept „Olympiapark“ erstellt hat, das schrittweise zu einem Sport- und Freizeitareal des Spitzen- und Breitensports ausgebaut werden soll.

Weitere Informationen über das Berliner Olympiastadion sind auch im Internet verfügbar unter:
www.olympiastadion-berlin.de
Redaktionelle Anfragen können auch per e-mail gerichtet werden an:
presse@olympiastadion-berlin.de.

Dr. Detlef Kuhlmann


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